Piraten verabschieden sich mit Niederlage aus der BayernligaESV Buchloe unterliegt in Königsbrunn mit 3:5

Lesedauer: ca. 2 Minuten

Denn schon im Voraus stand fest, dass sich der EHC mit einem Heimsieg im spannenden Vierkampf um die drei Bayernligaplätze für die nächste Saison den Aufstieg sichern konnte. Dementsprechend motiviert gingen die Gastgeber im mit 1200 Zuschauern ausverkauftem heimischen Stadion ins Spiel, doch die Buchloer erwiesen sich durchaus als hartnäckiger Gegner, der es den Pinguinen über 60 Minuten nicht leicht machte. Am Ende durfte im EHC-Lager aber dennoch gejubelt werden, da man sich gemeinsam mit Schweinfurt und Bad Kissingen den Aufstieg sicherte.

Der Start in das Nachbarschaftsderby war dabei allerdings zunächst eher nervös gewesen, wobei die Königsbrunner schon früh in Front gingen. Nachdem Torwart Daniel Blankenburg erst noch stark gegen Matthias Forster klären konnte (3.), war er eine Minute später bei einem schnellen Gegenstoß machtlos, den Lukas Fettinger im Nachschuss zum 0:1 über die Linie drückte. Aber die Piraten waren wie schon erwähnt nicht angereist, um sich nach zehnjähriger Bayernligazugehörigkeit kampflos zu verabschieden. Und so nutzte Alexander Krafczyk nur zweieinhalb Zeigerumdrehungen später das erste Powerplay zum 1:1 Ausgleich. Trotzdem blieben die Hausherren vor allem im Vorwärtsgang die Mannschaft mit deutlich mehr Zug zum Tor. Dementsprechend glückte Moritz Lieb ebenfalls in Überzahl mit einem platzierten Schuss die neuerliche Führung (11.). Und die Königsbrunner drückten noch vor der Pause auf den nächsten Treffer. Eine weitere Unterzahl überstanden die Buchloer zwar mit vereinten Kräften noch schadlos, doch kurz vor Drittelende traf Chad Trupp dann doch zum 1:3 (18.).

Auch im Mitteldrittel hatten die Pinguine zunächst die gefährlicheren Aktionen, doch so langsam hatten auch die Buchloer etwas mehr Zugriff. Eine doppelte Überzahl verhalf den Piraten dann zum Anschlusstreffer. Denn gerade als die Gastgeber wieder zu viert auf dem Eis waren, verkürzte Christoph Heckelsmüller aus kurzer Distanz auf 2:3 und sorgte so wieder für Spannung (29.). Königsbrunn schien nun in der Tat etwas beeindruckt zu sein, sodass der Angriffswind in den folgenden Minuten etwas abflaute. Die Buchloer konnten in dieser Phase aber nicht nachlegen und hatten nach 36 Minuten Glück, dass die Pinguine den Puck nur an den Pfosten setzten und nicht am bereits geschlagenen Blankenburg im eigentlich schon leeren Tor unterbrachten. Das erledigte dann aber in der selben Minute Patrick Zimmermann, der relativ unbedrängt vors Tor ziehen konnte und mit dem 2:4 Pausenstand den alten Abstand schließlich doch wiederherstellte.

Im letzten Abschnitt hatten beide Teams anfangs die ein oder andere Möglichkeit, doch die Torhüter blieben wachsam. Als die Buchloer dann in Überzahl agieren durften, geriet der Aufstieg der Königsbrunner doch noch einmal zur Zitterpartie. Einen schönen Diagonalpass von Markus Vaitl versenkte Martin Zahora aus spitzem Winkel zum 3:4 (47.). Und tatsächlich drückten die kurz darauf erneut mit einem Mann mehr auf dem Eis agierenden Buchloer auf den Ausgleich. Doch dazu kam es nicht, da die Freibeuter die Scheibe nicht an Tormann Markus Kring vorbeibrachten und sich stattdessen einen Unterzahlkonter einfingen, den wiederum Patrick Zimmermann zum bereits entscheidenden 3:5 einnetzte. Den bereits feiernden Zuschauern war in den Schlussminuten somit auch egal, dass die Buchloer mit tollem Einsatz noch einmal eine zweiminütige doppelte Unterzahl ohne Gegentreffer überstanden. Denn am Ende blieb es beim 3:5, sodass des für die Hausherren auf dem Feld und für die Fans auf den Rängen kein Halten mehr gab. Während sich die Königsbrunner durch den Sieg also den Aufstieg sicherten, verpassten es die Buchloer sich noch auf Platz fünf zu verbessern und schließen die verkorkste Spielzeit trotz passabler Leistung in dieser Partie mit einer Niederlage auf Platz sechs ab.

Jetzt die Hockeyweb-App laden!