Piraten tief im AbstiegsstrudelESV Buchloe

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Mit nur einem Punkt auf der Habenseite liegen die Freibeuter nach wie vor am dem letzten Platz der Bayernliga Abstiegsrundengruppe A. Auf der anderen Seite feierten die Germeringer den vorzeitigen Klassenerhalt genauso wieder EC Pfaffenhofen, der im Parallelspiel mit einem 7:3-Auswärtssieg aus Haßfurt zurückkehrte. Die Pirates müssen nun die beiden letzten beiden Spiele gegen Haßfurt am Freitag und in Pfaffenhofen am Sonntag gewinnen, um zumindest als Gruppendritter dem direkten Abstieg zu entgehen, oder um nicht auf fremde Schützenhilfe angewiesen zu sein. "Ich kann meinen Jungs zumindest 45 Minuten lang keinen Vorwurf machen. Wir haben alles versucht. Wir haben gekämpft, wir hatten viele, viele gute Chancen, aber die Scheibe wollte einfach nicht über die Linie. Den Frust in der letzten Viertelstunde kann ich sogar verstehen", erklärte ESV-Coach Norbert Zabel die neuerliche Niederlage, wobei er aber auch mit Kritik über die Schiedsrichterleistung nicht hinter dem Berg hielt. Insbesondere vermisste Zabel etwas Fingerspitzengefühl des Hauptschiedsrichters im Abstiegskampf wegen der Spieldauerstrafe gegen Mark Soares, die nach dem Spiel noch ausgesprochen wurde. Der Kanadier wird den Freibeutern damit am kommenden Freitag in der vielleicht schon vorentscheidenden Partie gegen Haßfurt gesperrt fehlen.

Schon nach 16 Sekunden waren die Wanderers durch ihren Kapitän Christian Czaika in Führung gegangen, begünstigt allerdings durch einen dicken Patzer in der ESV Defensive (1.). Nachdem sich die Freibeuter vom Schock des frühen Gegentores erholt hatten, gingen die Gastgeber deutlich konzentrierter zu Werke  und erspielten sich erste gute Gelegenheiten. Den Ausgleich hatte dann Mark Weigant auf dem Schläger als er, herrlich angespielt von Daniel Huhn, mit einem Direktschuss aus kurzer Distanz am starken Wanderers Keeper Daniel Klein scheiterte (16.). Auch in das Mitteldrittel starteten die Hausherren zunächst mit viel Schwung, allein es fehlte wieder einmal an der Verwertung allerbester Tormöglichkeiten. Innerhalb weniger Sekunden scheiterten Mark Soares und auch Patrick Weigant allein vor dem Germeringer Tor (24.). Aber das Überzahlspiel der Pirates war nach wie vor nicht druckvoll genug um die gut stehende Abwehr der Gelbschwarzen zu bezwingen. Und wie schon am Freitag machten es die Wanderers wiederum in dieser Phase besser, denn mit einem Spieler mehr auf dem Eis gelang Martin Dürr im Nachschuss die 2:0 Führung (28.). Nur Sekunden später wäre Daniel Huhn nach einem präzisen Pass von Andreas Morhardt um Haaresbreite der Anschluss gelungen, doch wieder rettete Wanderers Keeper Klein (29.) mit einer tollen Parade. Nach einem nicht geahndeten klaren Foulspiel tauchten urplötzlich gleich zwei Germeringer Angreifer vor ESV Torhüter Horneber auf und Frederik Hoffmann vollstreckte eiskalt (31.). „Das war die Schlüsselszene im Spiel, hier wurden wir klar benachteiligt“, kommentierte Norbert Zabel den Treffer zum 3:0. Und es kam noch schlimmer für die Gastgeber, denn 20 Sekunden vor Ende des Mitteldrittels hämmerte Sven Goblisch die Scheibe unbedrängt in die Maschen (40.). Im Schlussabschnitt versuchten die Pirates noch einmal allen um vielleicht doch noch einmal heranzukommen. Mark Weigant war es dann eigentlich, der ein Zuspiel seines Bruders Patrick zum 1:4 verwertete (46.). In der Schlussviertel-stunde ließen die cleveren Gäste dann nichts mehr anbrennen, dazu saß zumindest meist mindestens ein ESV Spieler auf der Strafbank, so dass es bis zur Schlusssirene bei diesem Ergebnis blieb. „Aufgeben kommt nicht in Frage, wir werden kämpfen bis zuletzt. Wir bitten unsere Fans nach wie vor um Unterstützung, die brauchen wir jetzt ganz dringend“, so der Schlussapell von Norbert Zabel am Ende eines bitteren Eishockeyabends

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