Piraten schlagen ambitionierten Landesligisten5:3 für Buchloe gegen den EHC Klostersee

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Grundstein dafür war ein starkes Auftaktdrittel mit einem Dreifachschlag der Gennachstädter, als man binnen 53 Sekunden den Spielstand von 1:0 auf 4:0 in die Höhe schraubte. Einen großen Anteil daran hatte — neben dem spielfreudigen Markus Vaitl — der tschechische Neuzugang Martin Zahora, der gleich drei der fünf Treffer erzielte.

Die Buchloer waren vor der Partie sicherlich gewarnt. Immerhin hatten die Klosterseer nach dem Durchmarsch in der letzten Saison in die Landesliga in den ersten Vorbereitungsspielen gleich drei Bayernligisten geschlagen. Germering, Geretsried und auch der letztjährige Vizemeister Erding zogen gegen den ehemaligen Oberligisten aus der Münchner Vorstadt bereits den Kürzeren. Dementsprechend hellwach begannen die Pirates auch. Denn nach gerade einmal 13 Sekunden verwertete Jungstürmer Marco Göttle einen Abpraller, nachdem Christoph Heckelsmüller die Scheibe aufs Tor von EHC-Torfrau Lisa Hemmerle gebracht hatte. Auch nach dem Blitzstart gab zunächst der Bayernligist den Ton an. Nach neuneinhalb Minuten sollte sich dies dann binnen 53 Sekunden auch deutlich auf der Anzeigentafel niederschlagen. Den Anfang machte Martin Zahora, der sehenswert in die Mitte zog und den Puck um Hemmerle herum zum 2:0 ins Tor legte (10.). Nur 21 Sekunden später netzte Markus Vaitl am langen Eck nach schöner Vorarbeit von Marco Göttle und Christoph Heckelsmüller zum 3:0 ein (10.). Den Dreifachschlag des ESV beendete schließlich wiederum der pfeilschnelle Zahora, der weitere 32 Sekunden später sogar auf 4:0 erhöhte (11.). Sichtlich bedient nahmen die Hausherren erst einmal ihre Auszeit, die den Grafingern dann auch ein wenig besser ins Spiel verhalf. Weitere Tore sollten aber im ersten Drittel nicht mehr fallen.

Und auch im Mittelabschnitt sollten die Zuschauer auf beiden Seiten keine weiteren Treffer zu sehen bekommen. Denn beide Teams neutralisierten sich zusehends und legten mehr Wert auf körperbetontes Spiel. Die Chancen die sich auf beiden Seiten trotzdem ergaben waren entweder zu harmlos, oder sichere Beute der Torhüter. Der wachsame ESV-Schlussmann Alexander Reichelmeir passte beispielsweise gut gegen Jens Glombitza auf, der am kurzen Pfosten nach einem Schuss bereits für den Abstauber zur Stelle stand (23.). Auf der Gegenseite legte Markus Vaitl einen Konter übers Tor von Torhüterin Hemmerle, die zur Hälfte der Spielzeit Dominik Gräubig Platz machte. Die größte Möglichkeit hatten im Anschluss aber noch die Gastgeber, als Gennaro Hördt kurz vor dem zweiten Seitenwechsel an der Latte scheiterte (38.).

Im letzten Durchgang vergab schließlich zunächst Marc Weigant das 5:0 (43.), das Martin Zahora kurz darauf aber dann doch besorgte. Nach gutem Auge von Markus Vaitl traf der Tscheche mit seinem dritten Tor zur Vorentscheidung (44.). Ganz aufgegeben hatten sich die Klosterseer allerdings noch nicht, auch wenn sie sich nach 47 Minuten selbst schwächten. Marinus Kritzenberger hatte sich nach einer vermeintlich harmlosen 2-Minutenstrafe auf der Strafbank so sehr beschwert, dass die Schiedsrichter ihn mit einer Spieldauer- und Matchstrafe vorzeitig zum Duschen schickten. Die fünfminütige Unterzahl überstand der EHC aber schadlos und schöpfte daraus offenbar nochmals neuen Mut. So verkürzte Bernd Rische freistehend auf Zuspiel von Gilbert Akal auf 5:1 (53.). Vorbereiter Akal war wenig später dann nach einem schnellen Konter auch zum 5:2 erfolgreich (55.), ehe Gennaro Hördt mit dem 5:3 in der Schlussminute sogar noch einen weiteren Treffer folgen ließ. Am verdienten Auswärtssieg der Piraten änderten diese Unaufmerksamkeiten in der Defensive aber nichts mehr.

Am Sonntag laufen die Buchloer dann das erste Mal auf eigenem Eis auf, wenn ab 18 Uhr der Nachbar HC Landsberg in der Buchloer Sparkassenarena zu Gast ist.

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