Piraten können Erdinger Tormaschine nicht stoppenESV Buchloe verliert beim Tabellendritten mit 3:7

Piraten können Erdinger Tormaschine nicht stoppenPiraten können Erdinger Tormaschine nicht stoppen
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Dabei hatte es nach zwei Dritteln noch gar nicht so schlecht ausgesehen, denn nach einem Doppelschlag führten die Freibeuter im Mittelabschnitt sogar zwischenzeitlich mit 3:2, was vor allem auch an der fahrlässigen Chancenverwertung der Hausherren lag. Dies machten die läuferisch starken Erdinger im letzten Durchgang schließlich entscheidend besser, während den Buchloern, die mit einem deutlich kleineren Kader auskommen mussten, schlussendlich etwas die Luft ausging.

Der Auftakt in die Partie verlief dabei noch ganz gut. Defensiv ließ man gegen die offensivstarken Oberbayern zunächst wenig zu und hatte nach vier Minuten selbst die größte Möglichkeit zur Führung. Markus Vaitl visierte in Überzahl aber nur den Pfosten an. „Die ersten beiden Drittel waren der bisher stärkste Auftritt einer Gastmannschaft seit ich hier an der Bande bin“, lobte auch TSV-Trainer Thomas Vogl den ordentlichen Auftakt des ESV, der vor allem auch körperlich gut dagegen hielt. Das 0:1 für die Gastgeber fiel daher eher ein wenig überraschend, als Simon Pfeiffer im Powerplay die Scheibe am kurzen Pfosten irgendwie an ESV-Keeper Daniel Blankenburg vorbeimogelte (6.). Während die Buchloer stellenweise noch zu brav vor dem gegnerischen Tor agierten, machte es der TSV nach 16 Minuten wieder besser und erhöhte durch Timo Borrmann auf 0:2. Doch die Antwort der Freibeuter ließ gerade einmal 31 Sekunden auf sich warten, ehe Alexander Krafczyk per Flachschuss auf 1:2 verkürzte. Mit diesem Spielstand ging es auch erstmalig in die Kabinen, da Florian Zimmermann anschließend den Puck im eigentlich schon leeren Buchloer Tor nicht unterbrachte.

Im zweiten Drittel blieben die Erdinger weiter die gefährlicher Mannschaft in der Offensive. Doch stellenweise überboten sich die Grün-Weißen nun förmlich im Auslassen bester Torgelegenheiten. Den Anfang machte BEL-Toptorjäger Daniel Krzizok, der einen Alleingang nach 54 Sekunden ans Aluminium setzte. Aber auch die Buchloer hatten bei ihren Gegenstößen immer wieder die Chance zum Ausgleich. Markus Vaitl scheiterte aber vorerst am Schoner von Tormann Louis-Vincent Albrecht (27.). Effektiver war da erneut Alexander Krafczyk, der mit seinem 13. Saisontor zum 2:2 traf (32.). Und nicht einmal eine Zeigerumdrehung später kippte die Partie dann sogar komplett. Alexander Schönbergers Tor zum 3:2 hatte den ESV erstmals in Front gebracht. Die kombinationssicheren Erdinger antworteten jedoch umgehend mit wütenden Angriffen, die aber zunächst allesamt zum Teil kläglich vergeben wurden. Marco Deubler scheiterte beispielsweise frei vor Blankenburg. „In dieser Phase sind wir ganz schön Karussell gefahren“, meinte auch Piraten-Coach Topias Dollhofer über den immer größer werdenden Druck der Hausherren. Und so fiel schließlich vor der zweiten Pause doch noch der verdiente Ausgleich. Christan Poetzel hatte zum 3:3 Zwischenstand eingenetzt (36.).

Während die Gastgeber vor allem gegen Ende des Mitteldrittels reihenweiße beste Möglichkeiten liegen ließen, benötigte Florian Zimmermann im letzten Abschnitt direkt nach Wiederbeginn gerade einmal 16 Sekunden, um seine Farben wieder mit 3:4 in Front zu bringen. Zweieinhalb Minuten später hätte Sebastian Lachner den Vorsprung beinahe weiter ausgebaut, doch Blankenburg rettete mit einem unfassbaren Fanghand-Save gegen den allein durchgebrochenen Angreifer. Das 3:5 fiel kurz darauf dann aber doch, als Phillip Spindler die ESV-Defensive per Bauerntrick überlistete (46.). Dies sollte bereits die Vorentscheidung bedeuten, denn die Buchloer, die verstärkt durch die beiden Nachwuchsspieler Marco Göttle und Lucas Ruf auf nur 15 Feldspieler kamen, konnten die in Bestbesetzung angetretenen Gladiatoren nicht mehr wirklich ins Wanken bringen. Und so schraubten die Erdinger den Spielstand bis zur Schlusssirene durch David Michel und Sebastian Lachner sogar noch auf 3:7 in die Höhe (56., 60.).

Viel verändert hat sich an der Ausgangslage für die Buchloer vor dem Weihnachtsheimspiel am 2. Weihnachtsfeiertag gegen Germering dennoch nicht. Auch wenn die Konkurrenz mit gemischten Ergebnissen aus Sicht der Gennachstädter diesen Spieltag abschloss. So verloren die Passauer (Platz 11) mit 1:7 in Memmingen und die Geretsrieder (Platz 10) mit 1:4 in Miesbach. Ärgster Verfolger der Top 8 ist inzwischen der EV Pegnitz (Rang 9), der mit 4:1 gegen Pfaffenhofen gewann, ebenso wie der Achte Moosburg, der Peißenberg mit 5:4 schlug und damit den Rückstand auf die spiebtplatzierten Piraten auf fünf Zähler verkürzte. Der Fokus der Pirates gilt nun dem letzten Heimspiel des Jahres am 26. Dezember (17 Uhr), bei dem die Buchloer möglichst den nächsten Schritt in Richtung Verzahnungsrunde machen wollen.

Jetzt die Hockeyweb-App laden!