Piraten gelingt der nächste Paukenschlag Auswärtssieg beim Tabellenführer

Piraten gelingt der nächste Paukenschlag Piraten gelingt der nächste Paukenschlag
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Nach dem unerwarteten Penaltysieg letzten Sonntag beim Tabellenzweiten in Moosburg haben die Piraten des ESV Buchloe am Freitagabend noch einen drauf gesetzt und somit für die nächste faustdicke Überraschung gesorgt. Denn beim unangefochtenen Spitzenreiter in Dorfen gewannen die Gennachstädter nach einer umkämpften Partie mit 3:2 (2:1, 0:1, 1:0) und holten dadurch den zweiten Auswärtserfolg in Serie. Am Ende war der sensationelle Dreier aber teuer erkauft, denn gleich drei ESV-Spieler verletzten sich im Laufe der Begegnung - darunter auch der überragende Torhüter Stefan Horneber, der einer der Matchwinner im Dress der Rot-Weißen an diesem Abend war, was auch Piraten-Trainer Norbert Zabel auf der Pressekonferenz nochmals heraushob.

Schon vor dem Duell gegen die bislang so starken Eispiraten musste Zabel auf wichtige Kräfte verzichten. Mit Marc Weigant, Sven Curmann und Oliver Braun fehlten den Freibeutern gleich drei Stammspieler. Zumindest kehrte Michael Strobel wieder in den Kader zurück. Den besseren Start erwischten aber die Gastgeber. Nachdem Tobias Feilmeier noch knapp vorbeizielte, machte es Andreas Attenberger Augenblicke später besser. Mit etwas Glück setzte er sich gegen zwei ESV-Spieler durch und netzte mit der Rückhand zum 0:1 ein (4.). Trotzdem zeigten sich die Buchloer durch den wieder einmal schnellen Rückstand nicht sonderlich beeindruckt. So entstand in der Folge ein relativ ausgeglichenes Match, in dem die Piraten dem Favoriten einen offenen Schlagabtausch boten. Und nach elf Minuten belohnten sich die Buchloer prompt mit dem Ausgleich. Michael Strobel hatte Tobias Kastenmeier optimal bedient und der ließ ESC-Tormann Andreas Tanzer mit seinem Alleingang keine Abwehrchance. Aber es kam sogar noch besser, da die Pirates die Partie noch vor der ersten Pause drehten. Im ersten Powerplay des Spiels fiel erneut Tobias Kastenmeier die Scheibe nach einem geblockten Schuss praktisch direkt vor die Füße und der Angreifer hatte keine Mühe mehr zum 2:1 einzuschieben (19.).

Auch das Mitteldrittel war ein Spiel zweier gleichwertiger Teams, die um jeden Zentimeter Eis fighteten. Beide Kontrahenten versuchten, wie schon in den ersten 20 Minuten, mit aggressivem Forechecking den Gegner früh zu stören. Und beiden gelang dies durchaus erfolgreich, sodass in der Gefahrenzone keine all zu brenzligen Situationen entstanden. Und wenn doch einmal ein Schuss den Weg aufs Tor fand, waren die beiden wachsamen Keeper zur Stelle. Nachdem nach rund 30 Minuten das Aluminium für die Buchloer rettete, musste dann Mark Waldhausen ins Krankenhaus gebracht werden, da er einen Schuss am Körper abbekommen hatte. Während die Begegnung weiter hart umkämpft blieb, kam der Tabellenführer durch eine Einzelaktion in Überzahl doch noch vor der dem zweiten Pausentee zum Ausgleich. Dorfens Top-Stürmer Lukas Miculka bewies seine individuelle Klasse indem er einen ESV-Verteidiger aussteigen ließ und anschließend den Puck unhaltbar zum 2:2 in die Maschen setzte (37.). Zu allem Überfluss blieb Tobias Kastenmeier kurz danach nach einen Check kurzzeitig benommen auf dem Eis liegen. Glücklicherweise kehrte der zweifache Torschütze im Schlussdurchgang wieder zurück, in dem für reichlich Spannung gesorgt war. Denn es entwickelte sich ein ähnlicher Krimi wie letzten Sonntag in Moosburg. Die heimischen Eispiraten wollten unbedingt die zweite Heimniederlage Saison verhindern, doch auch die Buchloer hielten weiter absolut dagegen. Trotzdem rückte jetzt ein ums andere Mal Schlussmann Stefan Horneber in den Mittelpunkt, der mit zunehmender Spielzeit nun über sich hinauszuwachsen schien. Immer wieder brachte er mit teils überragenden Saves die Dorfener schier zur Verzweiflung. Und so waren es die leidenschaftlich ackernden Buchloer die tatsächlich wieder in Front gingen. Alexander Schönberger hatte hinter dem Tor schlitzohrig Torwart Tanzer angeschossen, der die Scheibe ins eigene Gehäuse lenkte (51.). Den hauchdünnen 3:2 Vorsprung retteten die Piraten anschließend in einer wahren Nervenschlacht bis in die Schlussphase gegen die nun immer druckvoller werdenden Gastgeber. Doch Stefan Horneber war nicht mehr zu überwinden. Mit drei unfassbaren Reflexen verhinderte er in der letzten Spielminute gleich mehrfach den eigentlich überfälligen Ausgleich. Sechs Sekunden vor Abpfiff musste der große Rückhalt dann aber ebenfalls mit der Trage verletzt vom Eis getragen werden, als er bei einer Parade attackiert wurde. Trotzdem reichte es schlussendlich für die Freibeuter zum glücklichen, aber keinesfalls unverdienten Auswärtssieg.

Die Piraten schließen somit vor dem Sonntagsheimspiel am morgigen Nikolaustag gegen Höchstadt (17 Uhr) punktemäßig zum EV Pegnitz auf, der momentan auf dem begehrten zehnten Tabellenrang steht.

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