Piraten bleiben weiter glücklosESV Buchloe

Piraten bleiben weiter glücklosPiraten bleiben weiter glücklos
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Dabei traten die ESV´ler die Reise in die Münchner Vorstadt durchaus zuversichtlich an. Einzig Tobias Riefler und Moritz Lieb fehlten dem unter der Woche zurückgekehrten Trainer Norbert Zabel. Die zahlreich angeschlagenen Spieler - wie beispielsweise Andreas Morhardt oder Oliver Braun - bissen dagegen auf die Zähne und stellten sich in den Dienst der Mannschaft. Daneben gab Routinier Peter Westerkamp nach langer Pause sein Comeback im Piratendress.

Dementsprechend motiviert starteten die Buchloer in die Begegnung, wobei auch die Gastgeber zunächst voll dagegen hielten. Die klareren Torchancen hatten anfangs jedoch die Gennachstädter. Vor allem Mark Soares lieferte sich fast schon ein Privatduell mit dem bärenstarken Germeringer Tormann Daniel Klein. Dieser blieb aber bereits bei der ersten guten Möglichkeit des Kanadiers Sieger (3.). Wenig später hatte der Keeper dann auch das nötige Quäntchen Glück auf seiner Seite, als Soares bei einem Alleingang nur den Pfosten traf (9.). Zwischenzeitlich hatte auch ESV-Torwart Stefan Horneber im recht ausgeglichenen Startdrittel sein ganzes Können unter Beweis stellen müssen, nachdem Christian Czaika in Unterzahl ganz alleine auf den Schlussmann zulief (8.). Kurz darauf gelang den Hausherren dann aber doch die zu diesem Zeitpunkt etwas überraschende Führung. Ein Schuss von Martin Dürr prallte von Hornebers Schoner direkt vor die Füße von Benedikt May und von dort ins Tor (10.). Anschließend hatten die Piraten Dusel, dass die Unparteiischen bei einem Konter der Wanderers nur auf eine "2-Minutenstrafe" entschieden, anstatt auf einen durchaus möglichen Penalty (12.).

Im Mitteldrittel überließen die Wanderers den Buchloern zunächst die Spielinitiative, womit  sich die Pirates sichtbar schwer taten. Mark Waldhausen scheiterte mit einer der wenigen gefährlichen Torgelegenheiten wiederum an Klein (24.). Unnötigerweise schwächten sich die Freibeuter dann auch noch selbst, als Sven Curmann nach einem Check von Hinten mit einer 5 Minuten + Spieldauerstrafe vom Feld musste (26.). Damit wird der Verteidiger dem ESV auch am Sonntag beim Rückspiel gesperrt fehlen. In der folgenden Überzahlsituation trafen die Wanderers bei einem Versuch von Christopher Ott erst nur ans Aluminium (28.), ehe es Mathias Jeske schließlich besser machte. Mit einem verdeckten Blueliner erhöhte der Defensivmann den Vorsprung seiner Mannen auf 0:2 (29.). Die Piraten nahmen in dieser Phase des Spiel zu viele Strafzeiten, haderten stellenweise aber auch über die zum Teil fragwürdigen Entscheidungen des Schiedsrichtertrios. So musste unter anderem Mark Soares mit einer Disziplinarstrafe für zehn Minuten in der Kühlbox Platz nehmen. Die zahlreichen Unterbrechungen schadeten zudem auch spürbar dem Spielfluss. So lief bei beiden Mannschaften bis zur zweiten Pause kaum mehr etwas Konstruktives zusammen.

Auch das Schlussdrittel blieb über weite Strecken zerfahren und umkämpft. Die Piraten versuchten alles, um noch einmal zurück zu kommen. Dennoch scheiterten sie immer wieder entweder an sich selbst, dem guten Torwart Klein oder erneut am Aluminium. So visierte Marc Weigant auf Pass seines Bruders Patrick wiederum nur das Quergestänge des Germeringer Tores an (47.). Schließlich merkte man den glücklosen Piraten auch zusehends die schwindenden Kräfte an. Bestes Beispiel dafür war das 0:3, bei dem Martin Dürr zwei ESV-Verteidigern davon lief und die Scheibe zur Vorentscheidung im Buchloer Kasten versenkte (50.). Mark Soares zog derweil mit zwei Alleingängen wieder an Torhüter Klein den Kürzeren, der an diesem Abend schier unüberwindbar schien (54./ 59.). Selbst die unorthodoxe Maßnahme von Coach Norbert Zabel, den Torhüter bereits fünfeinhalb Minuten vor Spielende zu Gunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis zu nehmen, war nicht von Erfolg gekrönt. Stattdessen gelang den Germeringern 17 Sekunden vor dem Ende mit dem Treffer von Christopher Ott ins verwaiste ESV-Gehäuse sogar noch der 0:4-Endstand.

„Wir geben uns mit Sicherheit noch nicht auf und werden bis zum Schluss kämpfen“, gab sich Rückkehrer Norbert Zabel nach dem Spiel kämpferisch, auch bereits mit dem Blick auf das Rückspiel gegen die Wanderers am Sonntag ab 17 Uhr in der Buchloer Eishalle.

Jetzt die Hockeyweb-App laden!