Personell gebeutelte Buchloer unterliegen in AmbergPiraten mit Minikader ohne Chance im Löwenkäfig

BuchloeBuchloe
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Vor allem offensiv drückte der Schuh somit sehr, weil nur sechs gelernte Stürmer mit an Bord waren und unter anderem mit Markus Vaitl, Robert Wittmann, den Brückner-Brüdern oder Alexander Krafczyk gleich eine Handvoll wichtiger Leistungsträger fehlten. Trotzdem kämpfte der kleine ESV-Kader mit den zur Verfügung stehenden Mitteln aufopferungsvoll und war am Ende aber dennoch chancenlos gegen personell voll besetzte Löwen. Diese sicherten sich mit dem verdienten Erfolg gleichzeigt das letzte freie Playoff-Ticket, womit der ERSC neben Klostersee, Miesbach und Kempten nun um die Meisterschaft spielen darf.

Schon vor dem Spiel waren die Rollen klar verteilt: Die Amberger, mit 19 Feldspielern auf dem Bogen und den Playoffs vor Augen, gingen als klarer Favorit ins Spiel. Die Buchloer dagegen mussten mit dem Minikader von Beginn an eine eher defensive Marschroute wählen, die zunächst ganz gut aufzugehen schien. Zwar hatten die Gastgeber durch Felix Köbele und Shawn Campbell schon nach wenigen Momenten die ersten guten Einschussmöglichkeiten, doch Johannes Wiedemann im Buchloer Kasten war sofort hellwach zur Stelle. Danach kamen die Piraten gegen Drittelmitte immer besser ins Spiel und trauten sich auch offensiv mehr zu. Doch genau in diese Phase fiel dann der Amberger Führungstreffer, als Köbele zum 0:1 vor dem Tor abstaubte (14.). Doch damit nicht genug, denn noch vor der Pause nutzten die Hausherren die erste Überzahlmöglichkeit zum zweiten Treffer. Einen Schmitt-Schuss fälschte im Slot noch Brett Mennear unhaltbar für den Buchloer Schlussmann zum 0:2-Pausenstand ab (18.).

Auch im Mitteldrittel sollten die Treffer für die Amberger immer zur ungünstigsten Zeit aus ESV-Sicht fallen, was die Angelegenheit für das dezimierte Buchloer Team natürlich nicht leichter machte. So waren im zweiten Durchgang gerade einmal gute zwei Minuten absolviert, als ein Puck von der Bande so unglücklich zurücksprang, dass Leon Hartl einen Querpass von Daniel Troglauer am langen Pfosten nur noch zum 0:3 einschieben musste (23.). Buchloe ergab sich aber auch nach diesem neuerlichen Nackenschlag nicht kampflos. Die folgenden Minuten waren somit eine eher zähe Angelegenheit, in der Amberg zwar die Kontrolle behielt, aber nicht wirklich gefährlich vor dem ESV-Gehäuse auftauchte. Erst als Marco Pronath mit einer feinen Körpertäuschung und einem anschließenden ansatzlosen Schuss ins kurze Eck zum 0:4 erfolgreich war (33.), war die Vorentscheidung wohl endgültig gefallen. Michal Petrak hatte danach zwar nochmal einmal mit einem Alleingang die Chance auf den Anschluss, doch er scheiterte an Timon Bätge im Löwen-Tor (38.).

Im letzten Drittel passierte dann nicht mehr all zu viel. Die Gastgeber nahmen ein wenig das Tempo aus dem Spiel und die Buchloer konnten kräftemäßig keine Aufholjagd mehr starten. So spielten die Amberger das Spiel abgeklärt nach Hause, wobei die Piraten nicht mehr wirklich viele Torchancen der Löwen zuließen. Offensiv hatte man selbst auch noch den ein oder anderen Abschluss, doch der sicherlich verdiente Ehrentreffer war den Gennachstädtern dennoch nicht vergönnt. Stattdessen markierten die Hausherren durch Mennears zweiten Treffer in der Schlussminute sogar noch den 0:5-Endstand.

Trotz der erneuten Niederlage fand ESV-Trainer Christopher Lerchner fast nur lobende Worte für seine wackeren Schützlinge: „Vor der kämpferischen Leistung ziehe ich meinen Hut! Ich denke wir haben uns unter diesen Umständen eigentlich ganz gut geschlagen. Leider haben wir aber die Tore zu leicht hergeschenkt, weshalb es für Amberg so letztlich ein einfacher Sieg war“, so das Fazit des Piraten-Coaches, der den Wild Lions gleichzeitig zum Playoff-Einzug gratulierte.

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