Paukenschlag durch die Amberger Wild Lions3:0-Erfolg gegen den Tabellenführer

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Nach einem unterhaltsamen aber torlosen Anfangsdrittel sorgten Marco Pronath und Michael Kirchberger zum Ende des zweiten Abschnitts binnen 76 Sekunden für eine 2:0-Führung der Gastgeber. Im letzten Drittel drängte Waldkraiburg teilweise vehement auf den Anschluss, aber die ERSC-Abwehr und vor allem Goalie Carsten Metz standen sehr sicher. 17 Sekunden vor dem Ende machte Center Brett Mennear mit einem Empty-Net-Goal zum 3:0 den Überraschungserfolg perfekt.

Der ERSC musste neben Daniel Krieger und Andy Pielmeier kurzfristig auch auf Benjamin Frank (Rippenprellung) verzichten. Waldkraiburg versuchte von Beginn an, das Spiel unter Kontrolle zu bringen, hatte insgesamt das größere spielerische Potenzial, aber Amberg versteckte sich nicht, suchte sein Heil in einer kontrollierten Offensive. Dass die Gastgeber drei Unterzahlsituationen unbeschadet überstanden, stärkte deren Selbstvertrauen.

Das zeigte sich vor allem im Mittelabschnitt, wo der ERSC einen sehr offensiven Auftritt zeigte und sich schon in den Anfangsminuten zwei, drei gute Tormöglichkeiten erarbeitete. Die Wild Lions waren diesmal äußerst passsicher und brachten Waldkraiburg mehrfach in Schwierigkeiten. Shawn Campbell scheiterte bei der bis dato besten Gelegenheit noch knapp, aber dann folgte der Doppelpack von Pronath und Kirchberger.

Auch das letzte Drittel startete Amberg im Vorwärtsgang, bedingt auch durch eine Strafzeit gegen Waldkraiburg. Wieder komplett setzten die Gäste den ERSC in dessen Verteidigungsdrittel fest und es brannte kurzzeitig lichterloh vor dem Amberger Tor. Aber auch diese Phase überstanden die Wild Lions unbeschadet – vor allem dank Carsten Metz. Schließlich schaltete der ERSC wieder in den Angriffsmodus, wollte die Führung nicht nur verteidigen. Die Zeit lief schließlich für die Gastgeber, die nach Vorarbeit von Campbell und Felix Köbele durch Mennear den Schlusspunkt setzten und das Stadion in ein Tollhaus verwandelten.

Gästecoach Aleks Piskunov gratulierte Amberg „zu verdienten drei Punkten“. An seinem Team monierte er zu viele Strafzeiten und mangelnde Konzentration: „Wenn du keine Tore schießt und oft in Unterzahl agierst, gewinnst du kein Spiel. Wir mussten Amberg zu oft hinterherlaufen. Nach dem 10:0 gegen Ulm hat uns Amberg wieder auf den Boden geholt“. Löwen-Trainer Dan Heilman freute sich über die starke Leistung seiner Truppe: „Carsten (Metz) hat uns den Sieg festgehalten. Es war wichtig, dass wir im zweiten Drittel unsere Chancen reingemacht haben“. Sehr wichtig sei aber auch die Unterstützung von den Rängen gewesen: „Es ist super, dass wieder viele Zuschauer dabei sein können. Das hat uns sehr motiviert“.


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