Passau Black Hawks verlieren 5:6 nach VerlängerungSieg leichtfertig abgegeben

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„Da war heute mehr drin“, ärgerte sich Christian Zessack, der sportliche Leiter der Passau Black Hawks nach dem Spiel am Sonntag gegen den Titelaspiranten HC Landsberg. Trotz der vielen Verletzungen auf beiden Seiten, bekam das Passauer Publikum ein spannendes, wenn auch nicht immer hochkarätiges Spiel zu sehen.

Gleich das erste Powerplay nutzte der HC Landsberg nach drei Minuten zum 0:1, keine Minute später der Ausgleich durch den Passauer Toni Pertl. Es sollte noch besser kommen Svato Merka hämmerte die Scheibe zur 2:1 Führung ins Netz. Als Stefan Gross nach feinem Zuspiel von Petr Sulcik gar auf 3:1 nach nur 13 Minuten erhöhte war eine Sensation zum Greifen nahe. Spätestens jetzt wachte Landsberg auf, verkürzte noch im ersten Drittel auf 3:2 und zog dann im zweiten Abschnitt gar auf 3:4 davon. Verteidiger Roman Nemecek zeigte dann erneut seine Offensivqualitäten, zog von der rechten Seite ab und glich erneut aus. Mit einem 4:4 auf der Anzeigetafel ging es in die zweite Pause. Dann die große Chance in Überzahl für Passau, doch zum einen stellte sich die Mannschaft von Ivan Horak sehr ungeschickt an, zum anderen verteidigte Landsberg aber enorm klug. Acht Minuten vor Ende nahm sich Petr Sulcik die Scheibe, ließ drei Landsberger stehen und schob die Hartgummischeibe unter den Schonern zur erneuten Führung ins Netz. Das Tollhaus EisArena wurde seinem Namen wieder gerecht! Landsbergs Robin Maag riss aber die Passauer Fans nur drei Minuten später mit dem erneuten Ausgleich aus allen Siegträumen. So ging es mit einem Spielstand von 5:5 in die Verlängerung. Es waren gerade einmal 48 Sekunden gespielt als Landsberg die Entscheidung herbeiführte. Andreas Schmelcher hatte mit einem satten Schuss die Landsberger zum 6:5-Sieg geschossen. Den Passau Black Hawks blieb am Ende ein Punkte, während sich die Riverkings den Zusatzpunkt in der Overtime gesichert haben.

Dementsprechend bedient war Passaus Trainer Ivan Horak auf der Pressekonferenz nach dem Spiel. „Ich weiß nicht was nach dem ersten Drittel los war. Wir haben unseren Positionen nicht gehalten und somit den Gegner stets zurück ins Spiel gebracht. Das Spiel werden wir analysieren und dann dementsprechend handeln.“ Am Ende waren es das an diesem Abend schlechte Über- und Unterzahlspiel der Habichte. Das Glück hat dazu in einigen Situationen auch gefehlt. Randy Neal, Coach der Landsberger, brachte es in der Pressekonferenz nach dem Spiel auf den Punkt: „Der Eishockeygott war heute auf unserer Seite.“

Platz vier nach zehn Spieltagen, das ist für die Passauer aktuell immer noch eine sehr gute Ausgangsposition. In den nächsten Spielen geht es wieder gegen Mannschaften, die mehr auf Augenhöhe liegen dürften. Punkte sammeln ist dann nicht mehr Kür, sondern Pflicht will man weiterhin im Rennen um die Zwischenrunde (mindestens Platz 8) bleiben. Am kommenden Wochenende haben die Hawks nur ein Spiel. Am Freitag um 20 Uhr geht es zum TSV Peißenberg. Die Eishackler stehen nur mit zwei Punkten weniger auf Platz sechs der Tabelle. Keine leichte, aber ein lösbare Aufgabe möchte man meinen. Das nächste Heimspiel steht für die Black Hawks erst am Freitag, 17. November, an. Gegner ist dann um 20 Uhr der EC Pfaffenhofen.

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