Passau Black Hawks: Spielabsage in der Eis-ArenaFehlende Lüftungsanlage ist das Problem

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Den Passau Black Hawks entstand durch die Spielabsage auch ein erheblicher finanzieller Schaden. Unmut machte sich nicht nur bei den Fans, sondern auch bei den Partnern und Sponsoren der Black Hawks breit. „Das ist für die Stadt Passau ein absolutes Armutszeugnis. Ein Spiel muss wegen Defiziten in der Passauer Eis-Arena ausfallen. Über 1000 Zuschauer mussten nach Hause geschickt werden und erlebten dieses Desaster mit. Heute Abend habe ich mich für die Stadt Passau geschämt“, so ein Sponsor in einem Statement an die Stadt Passau. Bitter war die Spielabsage vor allem für alle Fans und Sponsoren mit weiter Anreise. So hat zum Beispiel der Medienpartner der Passau Black Hawks seinen Weg aus Regensburg völlig umsonst angetreten. Ähnlich verärgert verließen die Gäste vom ESC Dorfen. „Wir sind heute hergekommen, um Eishockey zu spielen. Am Ende bleibt nur die Ernüchterung und die Gewissheit, wir bleiben auf den Kosten für die An- und Abreise sitzen. Dazu kommen die Kosten für das Wiederholungsspiel. Besonders bitter ist die Spielabsage für unsere Fans. Ein ganzer Bus ist umsonst angereist. Jeder einzelne Fan hat das Geld praktisch zum Fenster rausgeworfen. Es ist unverständlich, warum in einer Stadt wie Passau die Spielstätte so schlecht ausgestattet ist. Die Verantwortlichen der Stadt sind sich über den Imageschaden für Passau gar nicht bewusst. Das wird sich heute wie ein Lauffeuer in der Bayernliga verbreiten – von Füssen bis nach Bad Kissingen“, so die deutlichen Worte von Manfred Detterbeck, Abteilungsleiter der Eispiraten Dorfen.

In der Tat kämpfen die Passau Black Hawks bereits seit Jahren um eine Erweiterung der Passauer Eis-Arena. Eine Lüftungsanlage sowie eine komplette Schließung der bislang offenen Eis-Arena würden Abhilfe schaffen. „Die letzten Jahre hatten wir einige Male Glück mit dem Nebel und konnten trotz der schlechten Bedingungen spielen. Das Problem mit der Feuchtigkeit haben wir aber die komplette Saison. Die Plexiglasscheiben an der Bande sind so gut wie jede Woche beschlagen und die Sicht ist für die Zuschauer teilweise katastrophal. Da nützt auch mehrmaliges Saubermachen nichts mehr. Wir bitten noch mal eindringlich um die Unterstützung der Stadt Passau“, so der Appell von Pressesprecher Oliver Czapko.

Der Termin für das Nachholspiel gegen die Eispiraten Dorfen steht noch nicht fest. Der Verband und die beiden Vereine sind jetzt gefordert, einen Termin im dichten Terminkalender zu finden.

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