Niederbayernderbysieg geht erneut nach Passau Black Hawks Passau

Niederbayernderbysieg geht erneut nach Passau Niederbayernderbysieg geht erneut nach Passau
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„Ich bin stolz auf meine Mannschaft, dass sie sich nach dem Schweinfurt-Spiel  so gezeigt hat; den Kampf angenommen und sich am Ende auch belohnt hat!“, sagte Hawks-Trainer Sebastiano Lo Castro. Er bekam dafür auch viel Applaus in der Pressekonferenz nach dem Spiel.

Geschwächt durch den Ausfall von Topscorer Daniel Huber (gesperrt) musste Lo Castro erneut die Reihen komplett umstellen. Die fehlende Abstimmung war zunächst auch deutlich erkennbar. Auch die Dingolfinger zeigten sich zunächst sehr verhalten. Zu viel stand auf dem Spiel, denn eines war klar, der Verlierer der Partie wird es sehr schwer haben bei der Vergabe der vorderen Ränge weiter mitzureden. In der 18. Minute war es aber dann soweit. Adrian Geiss passt mustergültig auf Jürgen Lederer, der den Puck unhaltbar in den Maschen versenkte. Mit 1:0 ging es in die erste Pause, denn ein Treffer des EVD fand keine Anerkennung, er wurde mit dem Schlittschuh erzielt.

Das Spiel wurde im Mitteldrittel intensiver, schneller und immer wieder brannte es vor den Toren von Vinzenz Hähnel und auch Christian Hamberger. Das Spiel nahm jetzt so richtig Fahrt auf. Dominik Persch durfte in der 30. Minute mit den Fans jubeln. Patrick Geiger passte von rechts scharf auf das Tor, der junge Verteidiger hielt den Schläger goldrichtig hin und es stand 2:0! Wer glaubte das Spiel würde jetzt ruhiger sah sich getäuscht. Immer wieder brachte das junge Schiedsrichtergespann die Trainer und Spieler beider Mannschaften mit „zweifelhaften“ Entscheidungen auf die Palme. Zwischen der 31. Minute und 40. Minute wurden allein insgesamt fünf Passauer auf die Strafbank geschickt. Das nützte der EVD aus und kam mit Treffern von Sascha Haschberger und Andreas Hermann sogar zum Ausgleich. „Wenn ich meiner Mannschaft einen Vorwurf machen muss, dann den, dass sie nicht wach nach der zweiten Pause aus der Kabine kam“, so EVD-Coach Michael Dippold nach dem Spiel.

Richtig, denn nach nur acht Sekunden nahm sich Tim Hirtreiter ein Herz, zog ab und der Puck wackelte im Tordreieck. Nur 26 Sekunden später mogelte Waldemar Detterer den Puck durch die Schoner des Dingolfinger Goalies. Die Halle tobte! Nur knapp zwei Minuten später brachte zwar erneut Hermann die Gäste wieder heran, doch Rok Jakopic zog seine Farben mit ganzer Routine wieder auf 5:3 nach vorne. Dingolfing gab nicht auf, machte weiter Druck und kam neun Minuten vor Spielende nochmals auf 4:5 heran. Kurz davor schickte das Schiedsrichtergespann Waldemar Detterer zum Duschen. Fakt ist, dass Detterer im nächsten schweren Auswärtsspiel am Freitag in Trostberg fehlen wird und die Strafen im Verhältnis 53 Minuten (Passau) zu 26 Minuten (Dingolfing) verteilt wurden. Auch in einer nochmals zweiminütigen 4:5-Unterzahlsituation ließen die Hawks nichts mehr anbrennen, spätestens bei Christian Hamberger, der ein hervorragendes Spiel machte, war Endstation. Kurz vor Ende konnten es sich die Black Hawks sogar noch leisten, am leeren Tor vorbei zu zielen, es blieb am Ende beim jederzeit verdienten 5:4-Sieg. Mit diesem Sieg zogen die Black Hawks an Dingolfing in der Tabelle vorbei. Am Freitag geht es für die Passauer zu den heimstarken Trostberg Chiefs, am Sonntag kommt der DEC Inzell um 18.30 Uhr in die Passauer Eis-Arena. 

Tore: 1:0 (18.) Lederer, 2:0 (30.) Persch, 2:1 (35.) Haschberger, 2:2 (40.) Hermann, 3:2 (41.) Hirtreiter,  4:2 (41.) Detterer, 4:3 (43.) Hermann, 5:3 (44.) Jakopic, 5:4 (51.) Schindlbeck. Strafen: Passau 18 + 10 (Ackermann) + 5 + Spieldauer (Detterer), Dingolfing 16 + 10 (Hermann). Zuschauer: 657.

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