Neuauflage des VorjahresfinalsLindau erwartet Höchstadt

Neuauflage des VorjahresfinalsNeuauflage des Vorjahresfinals
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Am Sonntag (17.30 Uhr) gibt es ein Highlight in der Eissportarena Lindau: Die Neuauflage des Bayernliga-Finals 2015: EV Lindau Islanders – Höchstadter EC.

206 Tage ist das denkwürdige fünfte Spiel der Finalserie her, das Kapitän Tobi Fuchs kurz vor Schluss mit seinem legendären Schuss von der blauen Linie zugunsten der Islanders entschied. Jetzt treffen die Kontrahenten erneut aufeinander.

Dabei mag es eine Laune des Schicksals sein, dass eben jeder Tobi Fuchs mit einer Kopie seines goldenen Schusses vom Aischgrund das vergangene Heimspiel des EVL gegen Waldkraiburg mit dem 5:4 entschied. Viele sehen es als Zeichen dafür, dass die Lindauer wieder da sind. Um eine Großwetterlage daraus abzuleiten, mag es noch zu früh sein. Aber Trainer Sebastian Buchwieser glaubt schon zu erkennen, „dass die Mannschaft verstanden hat, was zu tun ist, um Spiele zu gewinnen. Spielerisch sind wir zweifellos gut. Aber das kommt nur dann zum Tragen, wenn jeder seine Arbeit zu 100 Prozent erledigt.“ Dies tat das Team gegen Waldkraiburg und Buchloe – gegen Pegnitz waren sich die Islanders angesichts des Raketenstarts gegen die Pirates wohl zu sicher. „Dass wir das Spiel gegen Waldkraiburg gedreht haben, sollte uns Auftrieb geben.“

Für die Lindauer wie für die Alligators hat es das Wochenende in sich. Die Islanders spielten am Freitag beim ungeschlagenen Überraschungstabellenführer Moosburg. Höchstadt hatte das Frankenderby gegen Aufsteiger Pegnitz zu absolvieren. Spiele, die es in sich haben und möglicherweise auch Einfluss auf die Sonntagspartie, in der grundsätzlich alte Bekannte aufeinandertreffen.

Denn die Kader der beiden Finalisten haben sich zur neuen Saison hin nur minimal verändert. So sind beim HEC die größten Unterschieds im Tor zu suchen, wo das bewährte Gespann Glaser/Schnierstein durch Martin Fous (inaktiv) und Carsten Metz (Nürnberg) ausgetauscht wurde. Auch an der Bande hat es einen kleinen Umbruch gegeben, da Topscorer Daniel Jun den Job als Spielertrainer gegen den des spielenden Team- Managers eingetauscht. Aber auch wenn der Tscheche Stanislav Mikulenka (54) nun als Cheftrainer fungiert, geht bei den Mittelfranken nichts ohne Zustimmung des 38jährigen Altstars, der ebenso wie Kapitän Daniel Sikorski (37) weiter zu den Leistungsträgern zählt.

Frisches Blut gibt’s an der Aisch aber auch. Gerade Marco Pronath (22) vom Oberligisten Weiden ist wertvolle Verstärkung und hat schon 7 Punkte (3 Tore) in 4 Spielen erreicht. So ist die Offensive auch nicht das Problem des HEC, der zusammen mit Moosburg aktuell mit 22 Treffern schon wieder die meisten der Liga erzielt hat – bei den überraschenden Niederlagen in Pfaffenhofen und gegen Geretsried allerdings im Abwehrbereich anfällig schien. Der Abgang von Simon Knaup (Schweinfurt) scheint doch schwerer zu wiegen.

Auch wenn es diesmal nicht um den Pokal geht, sondern „nur“ um drei Punkte, dürfen sich die Lindauer Eishockey- Fans am Sonntag aber wieder auf eine spielerisch hochstehende und emotionale Begegnung der beiden Rivalen freuen. In der Vergangenheit waren die Spiele bis auf wenige Ausnahmen immer eng und sind nicht selten nur durch ein Tor Unterschied entschieden worden – oft im Penaltyschießen. Bevor es dazu kommt würde diesmal aber die Liga- Neuerung zum Tragen kommen, nach der es bei Unentschieden nach regulärer Spielzeit fünf Minuten Verlängerung mit vier gegen vier Mann gibt, bevor es in den Shoot- Out geht. Aber zunächst einmal stehen 60 spannende Minuten bevor.  

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