Nachlassen verbotenECDC Memmingen

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Gegen jenen Gegner behielten die Memminger erst am vergangenen Sonntag mit 4:1 am heimischen Hühnerberg die Oberhand. In der Hallertau erwartet den ECDC am Freitagabend ab 20 Uhr deshalb ein Team, das auf Revanche sinnen wird.

Eigentlich hätte die Begegnung Icehogs gegen Indians schon am 24. November 2013 noch in der Bayernliga-Hinrunde stattfinden sollen. Damals mussten die Gastgeber aufgrund  zahlreicher verletzter und erkrankter Spieler allerdings passen. Nun, zwei Monate später, steht also der Nachholtermin an – und die etwas seltsame Konstellation, dass das Hinrundenspiel zeitlich nach dem Rückspiel stattfindet. Durch das zweite Aufeinandertreffen beider Teams innerhalb von nur fünf Tagen entsteht bereits eine Art „Play-off“-Atmosphäre – und das genau zwei Wochen vor dem Start der Meisterrunde. Für die sind die Gefro-Indians längst qualifiziert, ebenso wie nun feststeht, dass der Gegner aus Oberbayern den bitteren Gang in die Abstiegsrunde antreten muss. Von einem Spiel mit reinem „Test- und Einspiel-Charakter“ zu sprechen, wäre dennoch gänzlich falsch. Für die Memminger geht es in den verbleibenden drei Hauptrundenspielen immerhin um den Titel des „Vorrundenmeisters“. Ein riesiger Erfolg, mit dem vor der Saison kaum einer gerechnet hätte, weiß auch ECDC-Co-Trainer Topias Dollhofer: „Wenn man die Chance hat, Erster von 16 Mannschaften nach der Hauptrunde zu sein, dann muss man alles dafür geben.“

Und so wollen die Indians erst gar nicht zulassen, dass sich nun gewisse Nachlässigkeiten einschleichen. „Wir werden die Spannung im Team hochhalten“, so Dollhofer. „Jetzt mal nur Halbgas zu gehen und dann auf Knopfdruck in zwei Wochen wieder bei 100 Prozent zu sein, das funktioniert nicht.“ Ins selbe Horn stößt auch Cheftrainer Jogi Koch, der von seinem Team – anders als im Spiel am Sonntag gezeigt – diesmal „vollste Konzentration und Entschlossenheit über 60 Minuten“ fordert. Beim 4:1-Sieg vor Wochenfrist hatte der Tabellenführer den Gegner 20 Minuten lang im eigenen Drittel beschäftigt, dann den ECP aber leichtsinnig zurück ins Spiel finden lassen. Dass am Ende dennoch der deutliche Erfolg stand, hatten die Rot-Weißen unter anderem dem seit Wochen sehr guten Torhüter Martin Niemz zu verdanken. Kein Wunder also, dass sich Pfaffenhofens Cheftrainer Heinz Feilmeier im zweiten Aufeinandertreffen gegen den Spitzenreiter durchaus Chancen ausrechnet und auf Revanche brennt: „Jetzt haben wir gesehen, dass wir auch gegen Memmingen zu Möglichkeiten kommen und wollen die am Freitag nutzen.“ Umso wichtiger wird es für die Indians also sein, die von Koch geforderten 60 Minuten Volldampf und Konzentration zu zeigen. Mit einem weiteren Sieg würde der ECDC vor dem letzten Hauptrunden-Wochenende Platz eins wahren und hätte aus eigener Kraft die Chance, in den letzten beiden Spielen am kommenden Freitag (31.1.) in Waldkraiburg und am Sonntag, 2. Februar, gegen Aufsteiger Haßfurt (18 Uhr) Dauerrivale Sonthofen hinter sich zu lassen.


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