Moral bewiesen – das Spiel in Fürstenfeldbruck gedrehtEA Schongau

Moral bewiesen – das Spiel in Fürstenfeldbruck gedrehtMoral bewiesen – das Spiel in Fürstenfeldbruck gedreht
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Ohne die Junioren musste Trainer Reiner Lohr auskommen (diese gewannen zeitgleich in Deggendorf mit 8:2), somit kam der eigentlich noch nicht fitte Kapitän Norbert Löw notgedrungen zu einem vorgezogenen Comeback, um mit den Verteidigern Stefan Schäller und Christoph Barnsteiner einen dritte Angriffsreihe zu bilden. Der Vorsatz hatte jedoch nur knapp drei Minuten Bestand. Bei der Spielzeit von 2:48 Minuten geriet die EAS nicht nur mit :1 in Rückstand, sondern verlor auch Verteidiger Ron Zinner wegen einer Spieldauerstrafe. Eine harte Entscheidung für den Check. Aber so galt es für die EAS nach dem frühen Rückstand nicht noch mehr Boden zu verlieren, jedoch die fünf Minuten Unterzahl wurden auch Dank Goalie Niklas Marschall schadlos überstanden. Jedoch die Rotation in den Sturmreihen nach dem Ausfall von Ron Zinner ging nicht spurlos am Team vorbei. Ihrerseits hatten sie im Überzahlspiel nicht das zwingen Abschlussglück. Ganz bitter sah es zur ersten Pause aus, denn kurz zuvor hatten die Gastgeber die fehlende Zuordnung zu einem erfolgreichen Vorstoß zum 2:0 abgeschlossen (20.).

Jedoch die Pausenansprache hatte scheinbar Wirkung gezeigt. Nach nur 30 Sekunden hämmerte Mathias Erhard die Scheibe zum 1:2-Anschluss unter die Latte. Die EAS drückte auf den Ausgleich, die Gastgeber gerieten dadurch in Unterzahl, als  sie sich zweimal nur unter zu Hilfenahme unkorrekter Mittel retten konnten. Das Powerplay der Schongauer war nicht schlecht, aber hier konnte sich „Brucks“ Torhüter Andreas Fischer mehrfach auszeichnen und sein Team im Spiel halten. In der 38. Minute war er aber dann machtlos – im schnellen Angriff über Mario Kögler und Milan Kopecky  hämmerte Matthias Brahmer aus vollen Lauf die Scheibe zum nun längst überfälligen Ausgleich in die Maschen. Und nur eine Minute die fast identische Situation – diesmal war der Torschütze Milan Kopecky – die EAS drehte im Mittelabschnitt die Partie – 3:2 (39.) auch im Ergebnis.

Nur noch mit zwei Reihen, aber voll energisch kamen die Mammuts auch aus der zweiten Pause. Von seinen Sturmpartnern Matthias Brahmer und Milan Kopecky freigespielt, konnte Matthias Erhard nur noch mit unfairen Mitteln am Abschluss gehindert werden. Mit dem fälligen Penalty  holte der  Gefoulte nach, woran er zuvor gehindert wurde – abgeklärt verwandelte er zum 4:2 (43.). Und die Gunst des Moments nutzend, legten die Mammuts nur 33 Sekunden später das 5:2 nach. Nach Vorarbeit von Stefan Schäller und Nico Bentenrieder traf Alexander Schönberger (43.).  Jedoch das Arbeiten mit nur zwei Reihen hatte viel Kraft gekostet. Die Warnung von der Bank, als sich die EAS in Überzahl befand „Nur noch fünf Minuten, keine Kunststücke“ verhallte ungehört – ein riskanter Pass wurde abgefangen und Fürstenfeldbruck konnte 4 Minuten vor Spielende auf 3:5 verkürzen. Und so kam es, was so ein Spiel bis zum Schluss spannend  macht. Ein klarer und harter Stockschlag gegen Milan Kopecky blieb ohne Konsequenz, auf der anderen Seite musste Matthias Erhard wegen Haltens vom Eis. Aber auch mit 6 gegen 4 Feldspieler – die Mammuts ließen sich der Erfolg nicht mehr nehmen und wurden von den rund 20 mitgereisten Fans unter den 80 Zuschauern gebührend gefeiert.

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