Markus Schneider mit doppeltem NasenbeinbruchNature Boyz unterliegen in Kempten

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Mit einem Schiedsrichter-Dreiergespann wurde die Partie in Kempten eröffnet. Nach einer kurzen Angriffswelle der Gastgeber wurde ein Kemptener hinausgestellt. Diese erste Überzahl nutzten die Gäste in der 2. Spielminute bereits zur etwas überraschenden 0:1-Führung. Michael Krönauer schloss einen Angriff auf Pass von Matthias Reil und Manfred Guggemos ab.  Die Gastgeber reagierten mit vermehrten Angriffsbemühungen. Der wieder gut aufgelegte Mathias Zink hatte einiges zu tun. Lohn der Angriffsbemühungen war in der 3. Spielminute der 1:1-Ausgleich durch den Dreifachtorschützen Alexander von Sigriz. Bereits in der 5. Spielminute die 2:1-Führung durch einen Nachschuß von Andre Aschenbrenner.  Die Gäste ließen sich jedoch nicht beeindrucken und befreiten sich mit großem Kampfgeist immer wieder vor der lauernden Gefahr der Sharks. Kurz vor der Drittelpause, wieder war ein Kemptener auf der Strafbank, umkurvte Manuel Weninger den Torhüter und überwand diesen in der 20. Spielminute zum 2:2-Ausgleich per Rückhandschlenzer.

Im Mitteldrittel waren die Einheimischen bemüht, das Zepter in die Hand zu nehmen, doch die Kampfbereitschaft und das Forechecking der Forster schmeckte den Hausherren gar nicht. Als dann Michael Kölbl bei einem Konter zur 2:3-Führung in der 29. Spielminute ins Kreuzeck einnetzte, wurden die Gesichter der Kemptener Fans immer länger. Bei eigener Überzahl der Nature Boyz wurde die Scheibe im Angriffsdrittel vertendelt, per Alleingang erzielte Corey Pawley den 3:3-Ausgleich in der 34. Spielminute. Es ergaben sich noch einige Chancen für beide Teams, die Torhüter hatten jedoch Einwände gegen weitere Gegentreffer.

Mot dem Zwischenstand von 3:3 begann das letzte Spieldrittel. Die Gastgeber spulten ihre Angriffe herab, die Schüsse aufs Forster Tor waren zu ungenau, um Zink zu überwinden. Die Vorentscheidung fiel in der 49. Spielminute, als die Sharks mit zwei Spielern mehr auf dem Eis zur 4:3-Führung durch wiederum Corey Pawley kamen. Die Nature Boyz versuchten dann nochmals, den Ausgleich zu erzielen, doch konnten die sich bietenden Chancen nicht genutzt werden. In der 55. Spielminute dann die Entscheidung, als Alexander von Sigriz per Nachschuss auf 5:3 erhöhte. Allerdings trat dann ein Spieler der Kemptener unerfreulich in Erscheinung, als er bei einem Forster Angriff den Schläger in Markus Schneiders Gesicht rammte, und diesem das Nasenbein doppelt brach. Das Blut musste nach einer Behandlungspause vom Eis entfernt werden. „Die sechs Augen der Schiedsrichter waren nicht auf Höhe des Spielgeschenens, denn ein Pfiff und die logische Bestrafung des Spielers blieb aus“, erklärten die Forster. Irritiert von dieser Aktion waren die letzten beiden Treffer der Gastgeber lediglich Ergebniskosmetik. In der 58. und 60. Spielminute erhöhten die Sharks noch auf 7:3.

Die Mannschaft hat in diesem Spiel kämpferisch, wie auch spielerisch absolut überzeugt. Trotz fehlender fünf Spieler konnten sie die Gastgeber lange in Schach halten. Hoffen wir, dass nach der schweren Verletzung von Markus Schneider nicht noch weitere Spieler verletzen und länger ausfallen.

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