Lukas Varecha stürmt für die Memminger IndiansKontingentstelle besetzt

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Erstmals seit vielen Jahren setzt man damit wieder auf einen tschechischen Importspieler und erhofft sich ordentlich Durchschlagskraft vor dem gegnerischen Tor: Varecha gilt als klassischer Torjäger und erzielte in der vergangenen Saison in 27 Spielen 31 Tore für die Oberbayern.

Zu weiteren 30 Treffern leistete er die Vorarbeit – mit 61 Scorerpunkten erzielte er damit einen Schnitt von 2,26 Punkten pro Spiel. Besser war nur noch Dorfens Import Lukas Miculka. Ähnliche Werte erhoffen sich natürlich auch die ECDC-Verantwortlichen und die vielen Fans vom schnellen, lauf- und schussstarken Varecha. Der 1,76 Meter große und 80 Kilogramm schwere Tscheche kann sowohl als Mittel- oder Außenstürmer eingesetzt werden und will in Memmingen seine starke Debütsaison in Deutschland bestätigen. „Lukas schlug in Moosburg letztes Jahr wie eine Bombe ein. Er ist ein klassischer Knipser, wie wir ihn gesucht haben und unseren Fans auch mal wieder bieten wollen“, so Indians-Obmann Sven Müller. „Außerdem kennt er die Liga bereits und kommt nicht völlig fremd in ein neues Land.“ Allesamt Gründe, weshalb sich die Gefro-Indians schon sehr frühzeitig auf Varecha festlegten. „Wir hatten auch andere Angebote, uns war aber klar, dass wir Lukas haben wollen“, so Müller.

Der 26-Jährige durchlief die komplette tschechische Eishockeyschule bei seinem Jugendteam von Bili Tygri Liberec. Für seinen Stammverein konnte er auch drei Einsätze in Tschechiens Eliteliga, der Extraliga verbuchen. Im weiteren Verlauf seiner noch jungen Karriere war er hauptsächlich in der 2. Liga seines Heimatlandes für den HC Benatky aktiv (rund 200 Einsätze). Zu Beginn der letzten Saison wechselte Varecha erstmals ins Ausland, um in Deutschland Fuß zu fassen. Ohne jegliche Eingewöhnungszeit arbeitete und schoss er sich durch starke Leistungen für den EV Moosburg sofort auf die Notizzettel vieler Vereine. Im Dezember wurde er zum Spieler des Monats in der Bayernliga gewählt und hatte maßgeblichen Anteil daran, dass die Moosburger eine der großen Überraschungen der Vorsaison waren.

Mit Jan Kouba trifft er bei den Indians auf einen ehemaligen Mitspieler – die beiden Freunde spielten einst zusammen bei der U18 und U20 des HC Liberec. Varecha weilte in dieser Woche bereits in Memmingen und wird im August endgültig seine Zelte hier aufschlagen. Außer seiner Rolle in der ersten Mannschaft wird er außerdem als Schlittschuhlauf-Trainer bei den jüngsten ECDC-Nachwuchsteams fungieren und sein Wissen an die kleinsten Indianer weitergeben.

Ab diesem Samstag (2. Juli) startet der ECDC Memmingen den Dauerkarten-Vorverkauf für die kommende Saison. Wie in den vergangenen Jahren hält der Verein an der bewährten Praxis der Frühbucher-Rabatte fest. Wer sich sein Saisonticket bis zum 31. Juli sichert, kann sich auf  Vergünstigungen freuen und Geld sparen. Die wichtigste Nachricht für alle Fans: Die Preise der Dauerkarten bleiben im Vergleich zum vergangenen Jahr unverändert – obwohl es nach Festlegung des neuen Modus definitiv zwei Heimspiele mehr am Hühnerberg geben wird.