Löwen siegen deutlich und verlieren die nächsten SpielerEHC Waldkraiburg

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Die Sorgenfalten von Coach Vorisek waren bereits vor der Partie gegen den Tabellensechsten deutlich zu erkennen- schließlich musste er mit Michael Höck, Raphael Tarkusch, Mario Sorsak, Thomas Rott, Martin Führmann und Lukas Wagner sechs Ausfälle hinnehmen. Nach dem Spiel sollten die Falten aber noch tiefer sein. Der EHC erwischte einen Auftakt nach Maß und führte bereits nach sechs Minuten mit 3:0. Die Eishackler und Keeper Michael Resch wussten nicht wirklich, wie ihnen geschah, schließlich ließen sie Nico Vogl, der nicht nur sein erstes Bayernligator, sondern gleichzeitig den 100.Treffer der Saison erzielte (1:42), Daniel Hämmerle (2:44) und Lukas Miculka (6:00) ohne große Gegenwehr ihre Treffer markieren. Keeper Resch verließ frustriert das Eis, doch auch seinem Torkollegen Felix Barth sollte es nicht viel besser ergehen. Bastian Rosenkranz traf zunächst zum 4:0 (13:18), Timo Borrmann nutzte wenig später die erste Waldkraiburger Überzahl zum 5:0 (14:19). Die Freude über Borrmanns Treffer währte aber nur kurz, denn wenig später musste er das Eis mit schmerzverzehrtem Blick verlassen. Ein Schlagschuss hatte ihn böse auf der Schlittschuhnaht getroffen, nach dem Spiel war bereits klar, dass er sich den Mittelfuß gebrochen hat und mindestens sechs Wochen nicht spielen kann. Eine Schreckensnachricht für die Verantwortlichen des EHC, bedenkt man die ohnehin schon angespannte Personaldecke. Peißenberg verkürzte dann zwischenzeitlich mit Matthias Müller auf 5:1 (14:47), doch stellte Miculka mit seinem zweiten Tor des Spiels noch kurz vor der Pause den alten Abstand wieder her (19:51). Allerdings war die Freude über diesen Treffer erneut nur kurz, denn auch Stürmer Thomas Gabler musste im Anschluss daran vom Eis getragen werden. Auch er wurde ins Krankenhaus gebracht, auch er wird mit einer schweren Sprunggelenksverletzung auf unbestimmte Zeit fehlen.

Das Spiel selbst war nach dem ersten Drittel nahezu entschieden, das musste auch Peißenbergs Trainer Rudi Sternkopf nach der Partie zugeben. „Wenn man bei einem Team der Top drei oder vier die ersten Minuten so spielt, muss man sich nicht wundern. Wir waren im ersten Drittel überhaupt nicht im Spiel“ so der Eishackler-Coach. Ab dem zweiten Drittel war die Begegnung dann ausgeglichener, allerdings lag dies auch daran, dass Vorisek bedingt durch die Verletzungen umstellen musste und plötzlich einige Verteidiger als Stürmer agierten. So auch Oleg Tokarev, der mit dem 7:1 das einzige Tor des mittleren Durchgangs erzielte (31:04).

Im Schlussdrittel schwanden bei den dezimierten Löwen zwar etwas die Kräfte, trotzdem kämpften sie aufopferungsvoll weiter und versuchten die nächsten Tore zu erzielen. Lukas Miculka, der im Anschluss den Titel „Spieler des Spiels“ verdient gehabt hätte, stellte mit seinem dritten Tor auf 8:1 (42:50), Max Kaltenhauser sorgte für den neunten Treffer für die Industriestädter (45:01). Den Schlusspunkt setzte zwar Peißenberg mit Martin Weckerles Treffer zum 9:2-Endstand, doch war dieser nur noch zweitrangig. Die Gedanken der meisten EHC-Spieler waren da bereits bei ihren verletzten Mitspielern. Umso bitterer, dass sich die schlimmsten Befürchtungen nach dem Spiel bestätigten und das ausgerechnet vor dem Derby am kommenden Sonntag um 17:00 Uhr beim ESC Dorfen.

Tore: 1:0 (1:42) Vogl N. (Piskunov A., Piskunov S.), 2:0 (2:44) Hämmerle D. (Rosenkranz B., Miculka L.), 3:0 (6:00) Miculka L. (Borrmann T., Kaltenhauser M.), 4:0 (13:18) Rosenkranz B. (Miculka L.), 5:0 (14:19) Borrmann T. (Miculka L., Kaltenhauser M. PP1), 5:1 (14:47) Müller M. (Weindl T.), 6:1 (19:51) Miculka L. (Piskunov A.), 7:1 (31:04) Tokarev O. (Piskunov S., Paderhuber A.), 8:1 (42:50) Miculka L. (Kaltenhauser M., Hämmerle D.), 9:1 (45:01) Kaltenhauser M. (Miculka L., Paderhuber A.), 9:2 (46:45) Weckerle M. (Barth F.). Strafen: Waldkraiburg 6, Peißenberg 4. Zuschauer: 337.

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