Löwen holen Derbysieg gegen DorfenEHC Waldkraiburg

Löwen holen Derbysieg gegen DorfenLöwen holen Derbysieg gegen Dorfen
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Die Mannen um Trainer Rainer Zerwesz mussten jedoch nach dem Tor von Max Kaltenhauser sechs Sekunden vor dem Ende noch den Ausgleich hinnehmen und konnten somit erst im Penalty-Schießen den Sieg erringen, den Jakub Marek mit seinem Schuss sicherte.

Es war mal wieder Derbyzeit im Waldkraiburger Eisstadion und weil es sich inzwischen herumgesprochen hat, dass die Löwen seit Monaten Sport der Spitzenklasse liefern und der Gegner noch dazu Dorfen hieß, kamen die Fans des Vorrundenmeisters in rauen Mengen: 1342 Zuschauer durften am Ende begrüßt werden und die sahen von der ersten Minuten an ein rassiges Derby zweier Mannschaften, die sich nur wenig schenkten. Dorfen machte den Löwen mit aggressivem Forchecking zwar das Leben schwer, doch kamen die Spieler von Coach Zerwesz zu guten Chancen. Jakub Marek (7.Minute) traf aber wie Mario Sorsak (8.) nur den Pfosten, Johannes Pfeiffer (9.), Max Kaltenhauser (10.), erneut Sorsak (11.) und Daniel Hämmerle (12.) schossen dagegen nur den ohnehin starken ESC-Keeper Andreas Tanzer warm. Insgesamt eine Partie auf Augenhöhe also, denn auch die Gäste tauchten immer wieder gefährlich vor EHC-Schlussmann Patrick Vetter auf. Im zweiten Spielabschnitt war das Spiel beider Mannschaften mehr vom Kampf geprägt: der ESC spielte mit hartem Einsatz, machte den technisch stärkeren Löwen damit das Leben schwer und es wurde ruppiger. In der 32.Minute gerieten zunächst Richard Hipetinger und Dorfens Alexander Rauscher aneinander, sechs Minuten später wurde Löwen-Stürmer Philipp Spindler nach einem Check vorzeitig zum Duschen geschickt. Sein Team verlor aber nicht nur einen Angreifer, sondern musste sich zudem noch fünf Minuten in Unterzahl dem Dorfener Sturmlauf erwehren. Die Löwen machten ihrem Namen nun alle Ehre, kämpften gegen das Gäste-Powerplay an und überstanden wegen einer zuvor verhängten weiteren Strafe sogar ein 90-sekündiges doppeltes Unterzahlspiel. „Dass wir das 3 gegen 5 überstanden haben, war, denke ich, der Knackpunkt. Wobei man sagen muss, dass auch Dorfen mal vier Minuten in Unterzahl war und wir auch kein Tor schießen konnten“ analysierte Coach Rainer Zerwesz nach der Partie. Nach knapp 45 Minuten war es dann aber so weit: Lukas Wagner behauptete die Scheibe, sah Jakub Marek und der hatte das Auge für den heranrauschenden Max Kaltenhauser: Tanzer im ESC-Tor war geschlagen (44:53) und der Paradesturm der Waldkraiburger hatte wieder zugeschlagen. 72 Sekunden vor dem Ende setzte Gästecoach Thomas Vogl dann alles auf eine Karte, nahm Tanzer vom Eis und ersetzte ihn durch einen sechsten Feldspieler. Seine Taktik ging auf, denn sechs Sekunden vor dem Ende erzielte der ehemalige Waldkraiburger Topscorer Lukas Miculka den Ausgleich (59:54) und das obwohl die Löwen sich zuvor zwei Mal befreien konnten. „Natürlich ist es ärgerlich, wenn man 1:0 führt und zwei Gelegenheiten leichtsinnig vergibt – aber Dorfen hat sich auch nie aufgegeben und deshalb war es verdient, dass sie den Ausgleich gemacht haben“, so Zerwesz im Anschluss an die Partie. Im Penaltyschießen standen beide Torhüter somit im Fokus. Patrick Vetter ließ sich bei keinem der drei Dorfener Versuche überwinden, bei den Gastgebern machte Jakub Marek mit dem insgesamt sechsten Penalty alles klar und sorgte für den 2:1-Endstand. „Im Augenblick läuft das noch für uns, wir finden immer einen Weg, auch die knappen Spiele zu gewinnen. Aber jetzt geht die Saison erst richtig los und da hoffe ich natürlich, dass wir noch stabiler werden können, um auch weit zu kommen“, resümierte EHC-Coach Zerwesz und hofft, dass auch in den nächsten Heimspielen die „Festung“ in Waldkraiburg bestehen bleibt und sich noch mehr Zuschauer von den Löwen begeistern lassen.

Tore: 1:0 (44:53) Kaltenhauser M. (Marek J., Wagner L.), 1:1 (59:54) Miculka L. (Vogl Th., Rauscher A.), 2:1 (60:00) Marek J. (entscheidender Penalty). Strafen: Waldkraiburg 12 + 10 (Kaltenhauser M.) + 5 + Spieldauer (Spindler Ph.), Dorfen 18 + Spieldauer (Betreuer). Zuschauer: 1342.


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