Löwen gelingt Befreiungsschlag7:1-Erfolg gegen Landsberg

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Der EHC Waldkraiburg hat sich im Rennen um Platz zehn eindrucksvoll zurückgemeldet. Nach fünf Niederlagen am Stück gewannen die Mannen von Trainer Rainer Zerwesz am Freitagabend mit 7:1 (5:0, 2:0, 0:1) gegen den HC Landsberg. Martin Führmann war mit drei Toren Mann des Spiels, die weiteren Treffer erzielten Andreas Paderhuber, Daniel Hämmerle, Lukas Wagner und Max Kaltenhauser.

Es sah vor dem Spiel nicht wirklich danach aus, als könnten die Löwen das Ruder rumreißen- zumindest bei einem Blick auf die nackten Zahlen: Der EHC seit fünf Spielen ohne Sieg, mit einem Zwei-Spiele-Wochenende zuletzt, an dem nicht ein einziges Tor erzielt werden konnte und die hinzu gekommenen Verletzten Timo Borrmann und Christian Mitternacht, die sich auf die Kranken- bzw. Verletztenstation zu Peter Richter, Michael Trox, Jakub Marek und Martin Hagemeister gesellten. Gleichzeitig der HC Landsberg als Gegner zu Gast, der nach Tabellenführer Dorfen die beste Auswärtsbilanz der Liga aufzuweisen hatte und erst am letzten Wochenende Meister Lindau geschlagen hatte. Doch Zahlen sind nur Schall und Rauch- selbst im Eishockey, dem Sport der Statistik-Liebhaber- wenn man das zu sehen bekommt, was EHC-Coach Rainer Zerwesz gestern sah: „Da war wieder eine richtige Mannschaft am Eis, es war eine ganz andere Körpersprache zu erkennen und es war wieder richtig Zug drin. Man hat schon beim Aufwärmen gesehen, dass sie das Spiel unbedingt gewinnen wollten“, so der 46-Jährige. Die Gründe dafür sind laut Zerwesz viele kleine Faktoren, im Endeffekt habe man den klaren Sieg über Landsberg erzwungen, so der Trainer der Löwen.

Nach einer guten Anfangsphase beider Teams zeigte zunächst Andreas Paderhuber seine Stürmerqualitäten: Von der Strafbank kommend wurde der 37-Jährige Chef der EHC-Defensive von Nico Vogl perfekt in Szene gesetzt und traf per Direktschuss gegen Christoph Schedlbauer zum 1:0 (7:33). Nur wenige Minuten später zeigte Daniel Hämmerle, dass er die Verletzung, die ihn sechs Wochen zum Zuschauen verdammt hatte, komplett überstanden hat und stellte auf 2:0 (11:03). Damit war aber noch nicht Schluss, denn nur gut vier Minuten später traf mit Martin Führmann (15:19) ein weiterer dieser Angriffsreihe, der zuletzt nicht dabei war. „Das war jetzt das dritte Spiel für die beiden seit ihrer Rückkehr – an merkt, dass sie wieder da sind“, freute sich auch Trainer Zerwesz. Gerade Führmann war wieder richtig da, doch sollte sich das erst im zweiten Drittel zeigen- wenn er auch bereits gut mit Hämmerle und dem wieder mal stark spielenden Christof Hradek harmonierte. Schon das erste Tor hatte zu einem inneren Befreiungsschlag der Löwen geführt und so spielten sie plötzlich wieder so auf, wie man es im letzten Jahr so oft von ihnen gesehen hatte. Lukas Wagner traf nur 32 Sekunden nach Führmanns Tor zum vierten Mal für die Hausherren (15:51), Kapitän Max Kaltenhauser keine drei Minuten vor dem Ende des ersten Drittels zum fünften Mal (17:41). Damit beendete er auch gleich den Arbeitstag von Landsberg-Keeper Christoph Schedlbauer, für den Maximilian Güßbacher kam. Doch sollte er auch noch hinter sich greifen müssen.

Martin Führmann hatte durch den ersten Treffer nämlich wieder richtig Lust bekommen und traf im zweiten Drittel weitere zwei Mal zum 6:0 (29:09) und 7:0 (33:13). Beide Male rieben sich die Zuschauer leicht verdutzt die Augen, denn es waren zwei Überzahltore und solche sind in dieser Saison bislang Fehlanzeige gewesen. Doch das kann sich in den nächsten Wochen ja noch ändern, denn auch wenn Dennis Sturm 47 Sekunden vor dem Ende (59:17) den Shutout von Keeper Patrick Vetter verhinderte- in Sachen Selbstvertrauen haben die Löwen jetzt wieder ein paar Liter mehr im Tank. Und das macht neben der guten Nachricht, dass Kontingentspieler Jakub Marek schon wieder auf dem Eis war und so vielleicht noch eine Rückkehr im November möglich wird, Hoffnung für die kommenden Wochen.

Tore: 1:0 (7:33) Paderhuber A. (Vogl N., Kanzelsberger F.), 2:0 (11:03) Hämmerle D. (Führmann M., Hradek Ch.), 3:0 (15:19) Führmann M. (Hämmerle D., Hradek Ch.), 4:0 (15:51) Wagner L. (Paderhuber A., Kaltenhauser M.), 5:0 (17:41) Kaltenhauser M. (Wagner L., Paderhuber A.), 6:0 (29:09) Führmann M. (Paderhuber A. Wagner L. PP2), 7:0 (33:13) Führmann M. (Hradek Ch., Andrä A. PP1), 7:1 (59:13) Sturm D. (Lachner S.). Strafen: Waldkraiburg 14, Landsberg 18. Zuschauer: 398.

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