Löwen führen die Bayernliga weiter anEHC Waldkraiburg

Löwen führen die Bayernliga weiter anLöwen führen die Bayernliga weiter an
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Schönheitspreise hatten die Spiele zwischen Germering und Waldkraiburg noch nie verdient- mit der kampfstarken Spielweise der Wanderers haben die Löwen nämlich schon fast traditionell ihre Probleme. So sollte es auch am fünften Spieltag vor nur 172 Zuschauern sein. Die zuhause Gebliebenen wussten wohl, dass diese Begegnungen alles andere als sehenswerte Leckerbissen sind und der ein oder andere dürfte sie vielleicht sogar darum beneidet haben. Beim EHC Waldkraiburg hütete Fabian Birk das Tor, die Verteidiger Oleg Tokarev und Tim Paschedag kamen nach überstandenen Verletzungen wie erwartet zurück. Lediglich Philipp Spindler und Patric Schkade mussten passen, während bei den Langzeitverletzten Eric Schkade und Bastian Rosenkranz eine Rückkehr noch nicht abzusehen ist. Die Partie begann wie zu erwarten war: Germering kämpfte und hinderte die Gäste geschickt im Spielaufbau, für die Waldkraiburger sprang dementsprechend wenig verwertbares in der Offensive heraus. Fanden sie doch einmal ein Durchkommen, wie Nico Vogl (3.Minute), Richard Hipetinger (9.) oder Fabian Kanzelsberger (9.), dann war der starke Germeringer Schlussmann Sebastian Reisinger da. Nach gut zehn Minuten war Reisingers Sicht jedoch gut versperrt und Andreas Andrä zog von der blauen Linie einfach ab – unhaltbar schlug die Scheibe im linken Kreuzeck ein und der EHC feierte die Führung (10:09). Wenig später drückte dann Germering in Überzahl aufs Gas und Fabian Birk bekam gleich mehrfach die Gelegenheit, sich auszuzeichnen. Kopfschüttelnd und bedient, ob der schwachen läuferischen Leistung seiner Mannschaft, verschwand EHC-Coach Rainer Zerwesz wenig später in der Kabine zur ersten Drittelpause.

Auch im zweiten Durchgang hatten die Löwen, die sich nun läuferisch nur leicht verbessert zeigten, zahlreiche Chancen. Doch weder Andreas Paderhuber (26.), noch der verbissen kämpfende Kapitän Max Kaltenhauser im Nachschuss, oder Daniel Hämmerle (28.), Philipp Seifert (29.) oder Jakub Marek (29.)- keinem wollte etwas gelingen, allen fehlte das notwendige Zielwasser. Nach einer knappen halben Stunde kassierte der EHC schließlich innerhalb von 26 Sekunden zwei unnötige Strafzeiten und die Hausherren nutzten diese in Person von Benedikt May zum Ausgleich (31:14). Keeper Birk hatte den Schuss von Mathias Jeske zunächst noch entschärft, doch die Scheibe rutschte unter ihm durch, May stand goldrichtig und drückte sie über die Linie.

Im Schlussdrittel flachte die Partie wieder ab, zu verbissen und wenig kreativ zeigten sich die Gäste, auch wenn man erneut einige Chancen herausspiel konnte. In Waldkraiburger Unterzahl fiel schließlich das zweite Gegentor durch Benedikt May, der die Scheibe unhaltbar abfälschte (50:55). Gerade rechtzeitig erzielte Jakub Marek dann aber mit seinem ersten Saisontor noch den erneuten Ausgleich (52:01), belohnte sich für seine erneut starke Leistung und rettete sein Team ins Penalty-Schießen. Hier sorgte Daniel Hämmerle mit seinem Treffer für die Entscheidung und sicherte den Löwen den Sieg. Wirklich freuen wollte sich beim EHC nach dem Spiel in den Katakomben aber keiner; die große Unzufriedenheit war in den Gesichtern deutlich erkennbar. Doch der Punktverlust ist kein Beinbruch: die Industriestädter führen die Bayernliga weiterhin an und für die anstehenden Aufgaben wird dieses „Krampfspiel“ gegen stark kämpfende Germeringer, die sich den Punkt redlich verdienten, vielleicht ja zusätzlich motivierend sein.

Tore: 0:1 (10:09) Andrä A. (Führmann M., Hämmerle D.), 1:1 (31:14) May B. (Jeske M., Koch M. PP2), 1:2 (50:55) Ott Ch. (Dürr M., Czaika Ch. PP1), 2:2 (52:01) Marek J. (Paderhuber A. PP1), 2:3 (60:00) Hämmerle D. (entscheidender Penalty). Strafen: Germering 14 + 10 (Dürr M.), Waldkraiburg 14. Zuschauer: 172.