Lindau und Buchloe sollen auf Distanz gehalten werdenHöchstadter EC

Lindau und Buchloe sollen auf Distanz gehalten werdenLindau und Buchloe sollen auf Distanz gehalten werden
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Kein Wunder warum deshalb die Panzerechsen hochmotiviert gegen die beiden Teams aus dem Südwesten des Freistaates sind und „so viele Punkte wie möglich“ gegen die beiden Rivalen holen möchten. Vor allem das Heimspiel gegen die Buchloe Pirates am Freitag um 20 Uhr ist dabei richtungsweisend. Könnte man sich hier durchsetzen wäre es möglich, seinen Vorsprung auf Platz sechs, der der erste nicht sichere Play-off-Platz ist, weiter ausbauen. Hier hoffen die Verantwortlichen auf zusätzliche Unterstützung von den Rängen: „Die Jungs spielen eine grandiose Saison und die Stimmung in der Halle war die letzten Wochen jedes Mal Phänomenal. Ich hoffe, dass lockt in Zukunft noch mehr Fans an den Kieferndorfer Weg, damit die Zuschauer uns noch mehr puschen“, hofft HEC Sportvorstand Jörg Schobert. Und jeder Gast zusätzlich auf den Rängen kann helfen. Schließlich ist das Lazarett der Alligators am vergangenen Wochenende noch einmal etwas größer geworden. Zu den Langzeitverletzten Hiendlmeyer und Goblirsch gesellte sich nämlich auch Jiri Ryzuk. Der Defender fällt mit einem Bruch des Speichenknochens für die nächsten vier bis sechs Wochen aus, muss aber glücklicherweise nicht operiert werden, sondern kann konventionell behandelt werden. Wenigstens kehrt aber Daniel Sikorski wieder ins Team zurück, der seine Erkältung, die ihn an der Teilnahme im Spiel gegen Waldkraiburg hinderte, überwunden hat. Das Spiel gegen die Pirates wird aber auf jeden Fall ein heißer Tanz. Die Buchloer präsentieren sich in dieser Saison in einer ganz anderen Form als im vergangenen Jahr, als sie nur knapp dem Abstieg entgingen. Zwei Ihrer drei Auswärtsspiele konnten die Allgäuer für sich entscheiden und zu Hause mussten sie auch erst einmal das Eis als Verlierer verlassen. Besonders beeindruckte der deutliche 8:2 Derbysieg der Freibeuter gegen den HC Landsberg, in dem sie den Nachbarn zu keiner Zeit auch nur den Hauch einer Chance ließen.

Davon will sich das Team von Spielertrainer Jun allerdings nicht beeindrucken lassen. Nach dem Spiel gegen Waldkraiburg kündigte der 37-jährige bereits an, weiter mit Powereishockey zu versuchen, nicht nur attraktives Eishockey zu bieten, sondern diesmal auch die Punkte im Aischgrund behalten zu wollen. Allerdings ist er sich auch der Schwere der Aufgabe bewusst. Schon vor zwei Wochen warnte er nach dem Sieg gegen Moosburg, wie eng die Liga sei und dass jeder jeden Schlagen könne, weil Nuancen über Sieg und Niederlage entscheiden könnten. Dementsprechend wird es auch am Freitag heißen, keine Sekunde nachzulassen und zu versuchen den Gästen keinen Raum zu geben, während man vorne selber seine Chancen eiskalt nutzt.

Einen ähnlichen Kampf werden die Alligators auch am Sonntag annehmen müssen. Es steht die weiteste Reise zu einem Auswärtsspiel an. Es geht zum EV Lindau. Die Islanders sind in dieser Saison mit vier Siegen aus Sieben Spielen zwar ebenfalls gut dabei, aber sind mit ihrer Tabellensituation noch nicht ganz zufrieden. Die Marschroute lautet, wie bei den Alligators, unter die Top-Fünf zu kommen. Hierzu möchte der Inselclub vor allem seine Heimspiele für sich entscheiden. Allerdings musste der EVL einen personellen Rückschlag verkraften. Trainer Heinz Feilmeier, der vor der Saison aus Pfaffenhofen an den Bodensee wechselte konnte aus zeitlichen Gründen den Job an der Bande der Islanders nicht mehr weiter machen. Zu viel Aufwand war einfach die Pendelei zwischen seinem Wohnort und dem äußersten Südwestzipfel Bayerns. Zunächst haben sich die Lindauer deshalb für eine „interne Lösung“ an der Bande entschieden. Das Amt des Trainers übernimmt ab sofort Team Manager Sebastian Schwarzbart. Unterstützt wird er dabei von einem guten Bekannten in Höchstadt. Sebastian Buchwieser übernimmt das Amt des Co-Trainers und soll in dieser Position auch sein Team anführen. Am vergangenen Wochenende gegen die Wanderers Germering gelang das auch hervorragend. 7:1 schlug man das Team aus der Münchner Vorstadt. Bester Akteur war dabei der neue „Spieler-Co-Trainer“.

Aber auch auf der Bodenseeinsel rechnen sich die Höchstadter etwas aus. In den vergangenen Jahren waren die Begegnungen am Eichwald immer hart umkämpft mit zumeist dem besseren Ende für die Alligators. Die weite Reise nach Lindau könnte sich also auch für die Fans lohnen.

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