Letztes Saisonspiel für den EHC Königsbrunn Duell mit der EA Schongau

Anton Zimmer ist einer der gefährlichsten Königsbrunner Stürmer, im letzten Spiel ist er aufgrund seiner Strafe gegen Peißenberg gesperrt. (Foto: EHC Königsbrunn)Anton Zimmer ist einer der gefährlichsten Königsbrunner Stürmer, im letzten Spiel ist er aufgrund seiner Strafe gegen Peißenberg gesperrt. (Foto: EHC Königsbrunn)
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Am 26. Januar erschütterte ein Ereignis die Mammuts tief ins Mark, als der Stürmer Milan Kopecký während des Spiels gegen Schweinfurt auf dem Eis zusammensackte und reanimiert werden musste. Fünf Tage später entschied die Mannschaft, trotz des Schocks in Königsbrunn anzutreten und wurde daraufhin mit 0:13 vom Eis gefegt. Danach hätte wohl kaum einer einen Pfifferling mehr auf die bis dahin punktlose EA Schongau gegeben, doch inzwischen haben sich die Mammuts gefangen. Nach der knappen Niederlage gegen Pfaffenhofen gab der Verein bekannt, dass sich Kopecký auf dem Weg der Besserung befindet. Schongau startete danach eine beeindruckende Serie. Nach den Heimsiegen gegen Peißenberg und Dorfen folgte ein 6:1 Triumph gegen den bis dato so starken ESC Geretsried. In Schweinfurt siegten die Mammuts dann mit 3:2 nach Penaltyschießen und sind jetzt seit vier Spielen ungeschlagen. Bei zwei Siegen am Wochenende könnte Schongau theoretisch noch am EHC vorbeiziehen und den vierten Tabellenrang erobern. Momentan belegen die Mammuts aber noch den vorletzten Platz, der einen möglichen Abstieg zur Folge haben könnte. Am letzten Wochenende der Qualifikationsrunde droht außer Schongau auch noch Schweinfurt und Dorfen auf den letzten beiden Rängen zu landen, der Druck auf die drei Mannschaften ist immens. Top-Scorer der Mammuts in der aktuellen Runde sind momentan Jeffrey Szwez mit 13 Punkten aus 10 Partien, gefolgt von Roland Dvonc mit 9 Zählern aus sechs Partien. Simon Maucher holte sich in nur 4 Spielen sogar neun Punkte. Im Gegensatz zum Hinspiel ist auch wieder Jakub Mužík im Kader, der gegen Königsbrunn immer gute Leistungen gezeigt hat. In der Partie gegen den EHC sollen die entscheidenden Punkte gemacht und die Siegesserie fortgesetzt werden.

Königsbrunn zeigte am letzten Wochenende wieder zwei Gesichter. Nach dem 5:4-Sieg am Freitag gegen Schweinfurt folgte sonntags eine unnötige Niederlage gegen Peißenberg. Dabei wurde den Königsbrunnern die Abschlussschwäche in spielentscheidenden Phasen zum Verhängnis. Nach einer 5:2 Führung vor dem letzten Drittel verpassten es die Brunnenstädter in Überzahl nachzulegen. Bezeichnend dafür ist auch die Topscorer-Statistik, in der Vorrunde war noch Jakub Šrámek mit 52 Punkten der gefährlichste Spieler der Bayernliga. In der jetzigen Qualifikationsrunde schaffte es kein einziger Spieler unter die Top Ten, und das bei nur sieben Mannschaften. Am Einsatz oder fehlender Kondition lag es jedenfalls nicht, für die Königsbrunner Trainer bleibt noch viel Arbeit. Gegen Schongau wollen die Spieler nochmal alles geben, auch um Spekulationen bezüglich Absprachen keinen Raum zu lassen. Doch gegen Schongau wird es im Gegensatz zum Hinspiel ein Kampf auf Augenhöhe werden, die zuletzt gezeigten Leistungen der Oberbayern sollten dem EHC eine Warnung sein.

Königsbrunns dritter Vorstand Tim Bertele nimmt die Begegnung jedenfalls nicht auf die leichte Schulter: „Am Sonntag steht das letzte Saisonspiel auf dem Programm. Wir wollen uns vernünftig mit einem Sieg von unseren Fans verabschieden. Dazu sind wir unter Umständen das Zünglein an der Waage, da es für die Schongauer noch um wichtige Punkte gegen den Abstieg geht. Da wollen wir uns nichts nachsagen lassen und reisen mit vollem Kader und Motivation an. Natürlich ist das frühe Saisonende trotz guter Leistungen und unglücklichen Niederlagen sehr schade. Auf der anderen Seite hat es den Vorteil, dass wir nun in aller Ruhe den Kader für die kommende Spielzeit planen können. Hier kann ich jetzt schon versprechen, dass wir auch in der Spielzeit 2020/21 einen tolle Mannschaft aufs Eis bringen werden.“

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