Letztes Derby für den EVL gegen Sonthofen? EV Lindau

Letztes Derby für den EVL gegen Sonthofen? Letztes Derby für den EVL gegen Sonthofen?
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Der EVL möchte sich gegen den Favoriten so gut wie möglich verkaufen, während der ERC schon das Halbfinale fest im Blick hat. Dies soll aber nur eine Zwischenstation auf dem Weg zurück in die Oberliga sein.  Da offenbar kein anderer Verein einen möglichen Aufstieg wahrnehmen möchte, dürfte es diesmal das wirklich letzte Bayernliga- Derby gegen den „Nachbarn“ aus dem Allgäu sein. Nach dem die Bulls letztes Jahr noch im Finale an Bayreuth scheiterten, scheint sie diesmal nichts und niemand aufhalten zu können. Das haben die ersten Spiele der Zwischenrunde gezeigt.

„Es ist ein Unterschied zwischen Vorrunde und Endrunde“, sagt Team- Manager Sebastian Schwarzbart. Während die Islanders lange Zeit am oberen Limit gespielt haben, kann sich ein Team mit der personellen Besetzung der Bulls in der entscheidenden Phase noch einmal steigern. Dafür stehen allein schon Ex- Profis wie Michael Waginger und Ron Newhook, die in ihrer Karriere schon alles erlebt haben und wissen, was man tun muss, um erfolgreich zu sein. Alleine die Offensivkraft des ERC ist erdrückend: Sechs Spieler trafen in den ersten beiden Spielen schon doppelt. Dies ist bei den Islanders nach dem Ausfall von Michal Mlynek natürlich etwas anders.

Sonthofen ist haushoher Favorit – aber das ist der ERC immer, wenn er in Lindau antritt. Die gute Nachricht für die Islanders ist: Sie haben aus dieser Position des Underdogs bisher immer das Beste gemacht und alles aus sich herausgeholt. Kaum ein anderer Gegner hat den Oberallgäuern auswärts das Leben in den letzten Jahren so schwer gemacht, wie der EVL. Man denke nur an die Sternstunde im Hinspiel, als die Lindauer durch einen sensationellen 4:3- Sieg sogar erstmals die Tabellenführung der Bayernliga eroberten. „Es ist klar, dass wir unser bestes Eishockey spielen müssen, um bestehen zu können, denn der ERC wird uns nicht unterschätzen“, sagt der sportliche Leiter Bernd Wucher.

„Aber niemand geht ja auf das Eis, um zu verlieren. Wer weiß, was in so einem Spiel alles möglich ist?“ Wichtig sei für die Islanders wieder die erneute Unterstützung des Publikums, da niemand einen Grund habe, das Team vorab aufzugeben. „Ich kann verstehen, dass nach dem ersten Heimspiel einige Zuschauer enttäuscht waren. Das waren wir auch. In erster Linie aber wegen der Niederlage. Denn wir haben ja nicht schlecht gespielt.“ Vor allem sollte man nicht vergessen, dass es für die Islanders die erste glatte Heimniederlage der ganzen Saison war. „Wenn alles passt, sind wir im Eichwald für jeden ein unangenehmer Gegner. Vor allem jetzt, wo für uns der Druck komplett weg ist. Die Jungs sollen dieses Erlebnis einfach noch einmal genießen.“

Denn stimmungsvoll wird es auf jeden Fall wieder in der Eissportarena. Der Vorverkauf, der auch heute noch in der Arena läuft, verlief ordentlich, aus Sonthofen werden dazu über 300 ERC-Fans anreisen. Ein wahrscheinlich letztes Sonntags-Heimspiel der Saison vor stattlicher Kulisse, ein Außenseiter der alles geben wird, ein Favorit, der für Spitzeneishockey bürgt. Die Grundlagen für ein letztes großes Derby sind wahrlich gelegt.

Jetzt die Hockeyweb-App laden!