Landsberger Riverkings punkten auch gegen Pegnitz und HöchstadtSpitzenspiel ging ins Penaltyschießen

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Der Donnerstag der vergangenen Woche wurde hektisch für die Verantwortlichen des HC Landsberg. Da es fraglich war, ob im Freiluftstadion in Pegnitz überhaupt am Freitag gespielt werden kann, überlegten die Verantwortlichen der beiden Vereine, ob ein Heimspieltausch möglich wäre. Die HCL-Vorstände Markus Haschka und Joachim Simon hatten alle Hände voll zu tun, um ein kurzfristiges Heimspiel in Landsberg zu organisieren. Als soweit alles geklärt war, erhielt man am Abend dann den Anruf aus Pegnitz, mit der Information, dass dort doch am Freitag gespielt werden könne. Allerdings müsste der Spielbeginn auf 20.30 Uhr verschoben werden.  Tatsächlich konnte die Partie sogar er erst um 21 Uhr eröffnet werden und es sollte noch ein langer Abend für die Riverkings werden. 

Im ersten Abschnitt erzielten Mika Reuter (3.) und Markus Kerber (10.) zunächst die Treffer zur 2:0-Führung. Die erste Pause verzögerte sich dann aufgrund einer defekten Eismaschine. Die Mannschaft von Randy Neal brachte auch diese Verzögerung nicht aus dem Konzept. Bohumil Slavicek (23.) und Thomas Fischer (32.) erzielten die beiden Treffer in diesem Abschnitt. Vor dem letzten Drittel wurde dann auf die Eisaufbereitung komplett verzichtet. Daniel Menge (53.), erneut Markus Keber (54.) und Andreas Geisberger sorgten für den 7:0-Auswärtssieg. Sorgenfalten bereiteten Trainer Randy Neal allerdings die beiden Verletzungen von Marcel Juhasz und Thomas Zeck. „Marcel hat sich am Knie verletzt, wie lange er ausfällt, wird sich erst nach einer Untersuchung in dieser Woche ergeben. Thomas Zeck hat sich das Wadenbein gebrochen und wird uns voraussichtlich gute acht Wochen nicht zur Verfügung stehen.“

Zum Topspiel der Bayernliga zwischen den Tabellenführer aus Landsberg und seinem Verfolger aus Höchstadt kamen knapp 1000 Zuschauer in das Eisstadion am Hungerbachweg. Die Partie war vor allem von Taktik und kleinen Nickligkeiten geprägt, hatte nach Ansicht der beiden Trainer, die Bezeichnung Spitzenspiel zu Recht verdient. Keine der beiden Mannschaften wollte der jeweiligen gegnerischen Offensive viele Torchancen gewähren. Nach den ersten 20 Minuten ging es deshalb auch torlos in die Pause.  Auch im zweiten Drittel ändert sich zunächst daran nichts. In der 36. Minute nutzten die Gäste während einer 4:4-Situation den Platz auf dem Eis zur 1:0-Führung. Nach einem Zuspiel des ehemaligen Nationalspieler Vitalij Aab vollstreckte Michal Petrak eiskalt. Die Partie war weiter ausgeglichen, dem HC Landsberg wollte jedoch einfach nicht der Ausgleich gelingen. Gut fünf Minuten vor dem Ende der Partie erzielte Höchstadt das 2:0. Ein Befreiungsschlag aus der eigenen Hälfte  versprang so unglücklich vor Christoph Schedlbauer, dass trotz aller Rettungsversuche am Ende die Scheibe im Landsberger Tor lag. Viele dachten bereits, dass dies die Vorentscheidung gewesen wäre. Doch die Riverkings zeigten wieder einmal Ihre tolle Moral. In der 57. Minuten wurde Bohumil Slavicek kurz vor dem Tor gefoult und der Schiedsrichter entschied auf Penalty. Diesen verwandelte „Bobby“  eiskalt zum 1:2. Und nur Sekunden später war wieder Salvicek zur Stelle. Er fälschte einen Schuss von der blauen Linie unhaltbar ab und verwandelte das Stadion in ein Tollhaus. Die Riverkings überstanden dann sogar noch eine Unterzahlsituation, bevor es in die Verlängerung ging. Die erste gute Torchance hatten auch die Hausherren, ließen diese allerdings liegen und fast im Gegenzug erzielten die Gäste den Siegtreffer. Trainer Randy Neal zeigte sich daher nach der Partie trotzdem zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft: „Auch wenn wir heute nach Verlängerung verloren haben, sind wir mit dem absoluten Topfavoriten in der Bayernliga auf Augenhöhe. Meine Mannschaft hat heute wieder Moral und Charakter bewiesen.“

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