Können die Alligators Waldkraiburg diesmal stoppen?Höchstadter EC

Können die Alligators Waldkraiburg diesmal stoppen?Können die Alligators Waldkraiburg diesmal stoppen?
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In der Vorrunde konnten die Mittelfranken einen Punkt aus der Industriestadt entführen mussten aber das Heimspiel an die Löwen abgeben. Jetzt in der Zwischenrunde soll die Ausbeute besser werden.

Daniel Jun hat es nach dem knappen Erfolg gegen Memmingen schon gesagt: „Jedes Spiel ist extrem eng und man kann gegen jeden verlieren. Wir werden alles tun, um in der Zwischenrunde alle Heimspiele zu gewinnen, aber dafür müssen wir hart arbeiten.“ Dementsprechend fällt wohl auch die Maßgabe für das Spiel am Freitag um 20 Uhr am Kieferndorfer Weg gegen Waldkraiburg aus. Dem Spitzenreiter der Gruppe A soll an der Aisch mit Kampf und Cleverness ein Bein gestellt werden und die drei Punkte in Höchstadt bleiben. Wie es klappen kann, gegen die Löwen auf eigenem Eis die Oberhand zu behalten haben in der Vorwoche bereits die Mannen des TEV Miesbach gezeigt. Mit 5:3 bezwangen sie den oberbayerischen Nachbarn.

Ähnliches wollen die Alligators an diesem Wochenende schaffen. Schon im Vorjahr lag ihnen das Team aus der Industriestadt in der Zwischenrunde besonders gut, nachdem in der Vorrunde die Löwen die Oberhand behielten. Allerdings ist das Team nicht mehr mit dem des Vorjahres zu Vergleichen. Trainer Rainer Zerwesz hat aus der Truppe, die sich im letzten Jahr ausgerechnet am Saisonhöhepunkt als vogelwilder Haufen präsentierte eine echte Einheit geschaffen und glänzt mit ähnlichen Werten wie die Höchstadter: Teamgeist, Kampf und großer Siegeswille führen dazu, dass Bayernliga-Topspieler wie Max Kaltenhauser, Daniel Hämmerle oder Philipp Spindler zu absoluten Spitzenleistungen gebracht werden. Hinzu kommt, dass mit Jakub Marek auf der Ausländerposition ein absoluter Glücksgriff gelungen ist. Der 23-Jährige kam zwar mit Vorschusslorbeeren aber auch ein wenig als große Unbekannte zum EHC, schlug aber voll ein und ist in dieser Saison erfolgreichster Kontingentspieler der Liga. Gegen Miesbach zeigten sich die Löwen aber als verwundbar. Nur knapp gewannen sie das Heimspiel gegen den TEV und bei den Oberländern vergaßen sie sogar eine Zeitlang, sich auf ihre Tugenden zu besinnen und zogen mit 3:5 den Kürzeren.

Die Panzerechsen brennen darauf den Vorrundenmeister ihrerseits endlich in dieser Saison zu schlagen. Wie zuletzt gegen Memmingen setzt Daniel Jun deshalb auf die disziplinierte Leistung seiner eingeschworenen Truppe. Erleichtern sollte die Aufgabe die Rückkehr von Ronny Glaser und Simon Knaup, die beide beim Spiel in Memmingen beruflich verhindert waren. Allerdings muss der ohnehin knapp besetzte Kader einen neuen Rückschlag hinstecken. Markus Babinsky muss nach seiner Matchstrafe gegen die Indians für zwei Spiele – also beide Partien gegen den EHC – aussetzen. Daniel Jun muss also weiter mit vier Verteidigern auskommen, was von allen Mitspielern höchste Konzentration und Motivation erfordert. Dass das für die Höchstadter ein konditionelles Problem werden könnte, glaubt aber inzwischen fast niemand mehr. Bereits im Heimspiel gegen den ECDC war ausgerechnet das letzte Drittel das stärkste, während die Südwest-Bayern sichtlich versuchten ihre Kräfte zu schonen. Auch im Spiel am Hühnerberg gewann der schmale Kader der Mittelfranken ausgerechnet das Schlussdrittel. Ob Andre Lenk, der das Spiel in Memmingen verletzungsbedingt verpasste wieder mitwirken kann, war dagegen noch offen. Sein Einsatz wird sich kurzfristig entscheiden. Aber egal wie die personelle Situation aussieht, Kreuzer, Urban und Co. sind bereit für das Spiel Erster gegen Zweiter und möchten ihren Zuschauern zeigen, dass der aktuelle Meisterschaftsfavorit hart arbeiten muss, um den Titel am Ende zu bekommen. Die Alligators möchten nämlich ihrerseits den Thron erklimmen.

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