Klassiker am Freitag gegen KemptenWölfe-Cup am Samstag und Sonntag

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Wenn am Freitag in der Memminger Eissporthalle der ECDC Memmingen und der ESC Kempten aufeinandertreffen, schwelgen viele Eishockeyfans in Nostalgie: Memmingen und Kempten lieferten sich viele Jahre packende Duelle in Bayern-, Regional- und Oberliga und pflegten eine große Rivalität. Man darf also gespannt sein auf die Neuauflage zwischen den Indians und den Sharks, die um 20 Uhr beginnt. Für den ECDC geht damit die Vorbereitung auf die Mission Bayernliga-Spitze mit Volldampf weiter. Am Samstag und Sonntag gastiert die Mannschaft dann beim Wölfe-Cup in Bad Wörishofen, hat also drei Spiele am Wochenende zu absolvieren.

Klarer Fokus liegt zunächst aber auf dem einzigen Heimspiel am Wochenende am Freitag. Benda und Co. wollen sich weiter einspielen, an Abstimmung und Torabschluss feilen und unnötige große Strafen vermeiden. Mit dem ESC Kempten treffen die Gefro-Indians erstmals in der Vorbereitungszeit auf einen klassenniederen Gegner. Der 2007 gegründete Verein spielt nun schon einige Jahre in der Landesliga und ist auf einem guten Weg, das Kemptner Eishockey wieder voran zu bringen. Viele Fans auf beiden Seiten können sich noch gut an die glorreichen Derbys Ende der 90er-Jahre mit ausverkauften Eisstadien erinnern. Beide Städte verbindet nicht nur auf dem Eis eine gewisse Rivalität, und so dürfte eine sicherlich hochmotivierte Sharks-Mannschaft am Hühnerberg erscheinen. In Kempten setzt man in der neuen Saison auf eine junge, ehrgeizige Mannschaft, die aber auch auf einige erfahrene und durchaus bekannte Spieler bauen kann. Die ersten beiden Testspiele konnte der ESC am letzten Wochenende bereits erfolgreich absolvieren, gewann gegen die Ligakonkurrenten aus Königsbrunn und Forst. Angeführt werden die Kemptner von Ex-Indianer und Goalgetter Nikolas Oppenberger, der als Spielertrainer fungiert. In der Saison 2008/09 lief er zusammen mit ECDC-Trainer Alexander Wedl am Hühnerberg auf. Mit tollen Vorlagen von Wedl avancierte Oppenberger damals zum Torjäger und schaffte anschließend den Sprung in die Oberliga. Nach einigen weiteren Stationen (u.a. Deggendorf und Lindau) spielt er nun seine zweite Saison bei seinem Heimatverein.

Im Tor kann man sich mit Markus Russler auf einen echten Kult-Torhüter verlassen, der einst schon für die damalige EA Kempten gefangen hat. Die Abwehr wurde mit Sebastian Schütze und Alexander Henkel (beide vom ERC Sonthofen) gut verstärkt. Mit Eugen Scheffer und Alessandro Feldmeier verteidigen auch zwei Ex-Indianer für Kempten. Für die nötige Routine soll Marcus Kubena sorgen, der auch schon lange Jahre in Kempten spielt. Im Angriff des ESC stehen mit Aaron Müller und Benedikt Stempfel zwei junge Memminger, die die komplette Nachwuchsabteilung des ECDC durchlaufen haben und sich im Sommer dem Landesligisten anschlossen. Bekanntester Angreifer dürfte Alexander von Sigriz sein, der auch schon vor vielen Jahren in der Oberliga für Kempten auflief.

Beim Wölfe-Cup in Bad Wörishofen am Samstag und Sonntag tritt der ECDC als Favorit an und trifft im ersten Halbfinale am Samstag (17 Uhr) auf den ambitionierten Landesligisten EA Schongau. Das zweite Halbfinale tragen Gastgeber EV Bad Wörishofen (Landesliga) und der ESV Buchloe (Bayernliga) aus. Auf eine dieser beiden Mannschaften werden die Memminger dann am Sonntag beim Finaltag treffen, entweder im Finale (18 Uhr) oder im Spiel um Platz drei (15 Uhr). Halbfinalgegner Schongau will nach Möglichkeit in dieser Saison wieder ans Tor zur Bayernliga klopfen und peilt die Spitzenplätze in der Landesliga an. Im Kader der Mammuts stehen viele Akteure, die ihre Wurzeln in Peißenberg oder Peiting haben und damit eine hervorragende Ausbildung genossen haben. Dazu steht mit Milan Kopecky ein Kontingentspieler zur Verfügung, der auch schon in der Bayernliga auflief. Die EAS wird sicherlich mit großen Einsatz versuchen, dem Favoriten Memmingen ein Bein zu stellen und sich ins Finale zu kämpfen.

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