Kissinger Wölfe fordern die MammutsStart der Play-offs

Kissinger Wölfe fordern die MammutsKissinger Wölfe fordern die Mammuts
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Fasching wird für die Mammuts ausgesetzt – ausgerechnet in der Hochphase der närrischen Zeit sind die Mammuts zu den Play-offs gefordert. Gegner im Viertelfinale sind die Kissinger Wölfe. Los geht es in der Best-of-Three-Serie am Freitag, 5. Februar, um 20 Uhr in Schongaz. Spiel zwei steht am Sonntag um 18 Uhr in Bad Kissingen an.

Die Kissinger haben sich nach schlechten Start in die Zwischenrunde Punkt für Punkt hochgearbeitet und unter anderem Topfavorit Erding in deren Stadion mit einem 3:2 nach Penaltyschießen zwei Punkte entführt.

Das Team von Spielertrainer Mikhail Nemirovsky ist der krasse Gegensatz zur EAS. Während man bei den Mammuts verstärkt auf Nachwuchsspieler aus der Region baut, besteht das Team der Wölfe hauptsächlich aus ehemaligen Profis. Trainer Nemirovsky sieht das in einem Interview so: „Unser Kader ist klein, hat aber viel Qualität. Das ist in dieser Liga wichtiger als drei oder vier Reihen mit durchschnittlichen Spielern".

Vereinspräsident Wassili Ledin hat die Talfahrt der Unterfranken, die sich vor ein paar Jahren noch fast aus der Liga verabschiedet hätten, gestoppt und nach und nach den Kader qualitativ kräftig aufgerüstet. Mit auffällig vielen Spielern russischer Abstammung wie unter anderem Verteidiger Jewgenij Prochorow, Angreifer Alexander Andrusovich, Konstantin Firsanov, Eugen Nold, Pavel Savchenko und Viktor Ledin. Dazu der Spielertrainer Nemirovsky, gebürtiger Ukrainer mit Nordamerikaerfahrung, der vom Status Deutsch-Kanadier ist.

Neuzugang Oliver Dam (Weiden) ist Deutsch-Däne – als Luxus leisten sich die Wölfe zudem zwei Kontingentspieler aus Lettland. Einer ist der erfahrene Ex-Nationalspieler Romans Nikitins, der andere ist Toms Tilla, der sowohl offensiv, als auch defensiv eingesetzt werden kann. Im Tor steht als Nummer eins Michael Gundlach aus Kassel, bekannt als Torhüter beim EV Lindau. Da ist der letztjährige EAS-Spieler Simon Eirenschmalz als Bayer ein regelrechter Exot im Kader der Nordbayern.

Außer den Kontingentspielern gelten Ex-DEL-Spieler Firsanov (über 100 DEL-Spiele unter anderem für Augsburg und Nürnberg), der Ex-Weidener Alexander Andrusovich und auch Spielertrainer Nemirovsky, der ebenfalls schon ein paar DEL-Spiele und lange Zeit in der 2. Bundesliga in seiner Vita stehen hat, als die Führungsspieler im hochkarätig besetzen Wölfe-Kader.

Während der Zwischenrunde kamen zudem Eugen Nold aus Haßfurt, Oliver Dam aus Weiden und kürzlich Dennis Tausend aus Landsberg als Verstärkung ins Team.

Bei der EA Schongau soll das bewährte Team der Zwischenrunde komplett sein, lediglich Norbert Löw befindet sich noch im Aufbauprogramm und könnte demnächst wieder zum Einsatz kommen. Am Freitag ist allerdings noch Verteidiger Mario Kögler nach seiner Spieldauer in Pfronten gesperrt.