Keine Verschnaufpause für die AlligatorsZwei dicke Brocken für Höchstadt

Keine Verschnaufpause für die AlligatorsKeine Verschnaufpause für die Alligators
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In diesen Tagen geht es Schlag auf Schlag für die Höchstadt Alligators. Nachdem es bereits am letzten Wochenende zwei Mal gegen Topteams ging, warten auf die Mittelfranken auch an diesem Spieltag zwei ganz dicke Brocken. Am Freitag geht es zunächst zum Klassiker auf den Memminger Hühnerberg, am Sonntag um 18 Uhr gastiert der ambitionierte TEV Miesbach an der Aisch.

Fünf Tage nach der unglücklichen Pleite zu Hause gegen das Überraschungsteam des EV Moosburg möchten die Panzerechsen die dort verlorenen Punkte beim alten Rivalen ECDC Memmingen holen. Die Trauben am Hühnerberg hingen in den letzten Jahren steht hoch für die Panzerechsen – zuletzt gelang aber für Daniel Jun und Co. in der Zwischenrunde der Vorsaison ein grandioser Sieg im Hexenkessel der Liga. Die Indians sind wie schon im Vorjahr schwer in die neue Saison gekommen. Zum Auftakt gab es zwar einen Sieg gegen Pegnitz, die Niederlagen nach Verlängerung gegen Germering, Peißenberg und Landsberg dürften aber wohl gegen den Geschmack der Rothäute gewesen sein. Am härtesten traf die Allgäuer aber wohl die Heimspielniederlage gegen den ebenfalls strauchelnden EHC Waldkraiburg – ohne eigenes Tor musste man sich den Löwen geschlagen geben. Zuletzt fing sich das Team aber: beim Tabellenzweiten Moosburg siegte man nach Penaltyschießen und gegen Pfaffenhofen gab es einen deutlichen 7:2-Sieg. Die Alligators, bei denen nach wie vor Vojcak und Ryzuk in der Verteidigung ausfallen, wollen prüfen, ob das Fünfpunktewochenende der Memminger nur ein Zwischenhoch war, oder ob das mit den Altstars Jan Benda, Mike Dolezal und Petr Sikora gespickte Team tatsächlich Fahrt aufnimmt. Dabei wartet auf Fans und Mannschaft wahrscheinlich wieder eine grandiose Kulisse von deutlich über 1000 Zuschauern, denn obwohl das hochgehandelte Team von Trainer Alexander Wedl im Moment „nur“ auf Rang neun steht ist der ECDC nicht nur der Publikumsmagnet der Liga sondern natürlich sind auch die Fans heiß auf das ewig junge Duell Höchstadt gegen Memmingen.

Am Sonntag wartet dann auf die Eishockeyfans im Aischgrund der nächste Kracher. Um 18 Uhr gastiert der TEV Miesbach am Kieferndorfer Weg. Der TEV verpflichtete, nach den enttäuschend verlaufenen Playoffs im Frühjar, Tainer John Samanski von den Erding Gladiators, der die Oberländer wieder in die Erfolgsspur führte. Die Miesbacher sind – neben dem ESC Dorfen, das einzige Team der Eishockeybayernliga, das in regulärer Spielzeit noch nicht als Verlierer vom Eis musste. Allerdings ging es für die Kreisstädter schon drei Mal in Verlängerung bzw. Penaltyschießen, die man allesamt verlor. Wie schon in den Vorjahren glänzt das Team von der Schlierach mit seiner Geschlossenheit. Kein Spieler sticht hinsichtlich punkten besonders hervor, keiner fällt besonders ab. Mit vier Reihen, die zum großen Teil aus dem eigenen Nachwuchs stammen spielt man druckvolles Eishockey und steht hinten Kompakt. Ein Rezept mit dem man Titel holen kann – und das möchten die Oberländer auch endlich. In den letzten Jahren galten sie immer als einer der Anwärter auf ganz oben, scheiterten aber dann kurz vor dem Ziel, entweder an einem übermächtigen Gegner, oder – wie in der letzten Saison – an sich selbst. In diesem Jahr könnte es aber klappen, denn die Mischung stimmt im Alpenvorland.

Im eigenen Stadion möchten sich die Alligators aber natürlich von den Miesbachern die Stimmung nicht vermiesen lassen und die eigenen Fans wie schon in den Vorwochen mit tollem und kämpferischen Eishockey begeistern, diesmal aber die zahlreichen Chancen besser nutzen als zuletzt gegen Moosburg und so als Sieger vom Eis zu gehen. Schließlich möchte man auch weiter in den Top-Vier der Liga bleiben.