Keine Beute für die Piraten ESV Buchloe

Keine Beute für die Piraten Keine Beute für die Piraten
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Die Gäste vom Bodensee präsentierten sich vor 550 Zuschauern ab dem Mitteldrittel als echte Spitzenmannschaft, dominierten über weite Strecken die temporeiche Partie und nahmen völlig verdient alle drei Punkte mit nach Hause. Da auch die direkte Konkurrenz aus Peißenberg, Höchstadt und Dorfen an diesem Spieltag Federn lassen musste, konnten die Freibeuter trotz der Heimpleite zumindest aber den sechsten Tabellenplatz halten. Allerdings wird nun die Luft für den Buchloer Bayernligisten in Richtung angepeilte Meisterrunde (Platz 8) immer dünner, auch angesichts des enorm schweren Restprogramms der Piraten in den nun verbleibenden fünf Spielen.

„Wir können natürlich nicht zufrieden sein, denn Lindau war uns heute vor allem im Spielaufbau klar überlegen. Ohne ein Tor kann man natürlich auch nicht gewinnen“, war das kurze Resümee von ESV Coach Bohdan Kozacka, der nach der Rückkehr von Andreas Morhardt in die Startaufstellung seine Sturmreihen kräftig umgebaut hatte. Zunächst sah es für seine Truppe auch gar nicht so schlecht aus, denn die Pirates hatten zumindest im Startdrittel etwas mehr vom Spiel und brachten das Lindauer Tor immer wieder in Bedrängnis. „Wenn wir bei den Großchancen von Christian Warkus und Tobias Riefler in Führung gegangen wären, dann hätte das Spiel auch einen ganz anderen Verlauf nehmen können“, trauerte Kozacka vor allem den verpassten Gelegenheiten nach einer Viertelstunde nach. Doch der starke Varian Kirst im Tor der Lindauer Islanders hielt seinen Kasten sauber, so dass die ersten zwanzig Minuten torlos blieben.

Nach dem ersten Wechsel aber verstärkte der EVL vor allem mit seiner Paradereihe den Druck in Richtung Buchloer Tor, so dass die Gästeführung durch André Martini fast schon zwangsläufig fallen musste (24.). Erst nach einer halben Stunde konnte sich der ESV wieder etwas befreien und hätte in dieser Phase auch zum Ausgleich kommen können, doch Kapitän Daniel Huhn scheiterte knapp. Ausgerechnet mit einem Spieler weniger auf dem Eis bauten die Islanders dann ihre Führung aus, als Michal Mlynek einen Konter mit einem platzierten Schuss zum 0:2 unhaltbar abschloss (33.). Die heimischen Piraten zeigten sich geschockt und die Gäste übernahmen klar das Kommando auf dem Eis. Beim ESVB lief nun nicht mehr allzu viel zusammen, auch in Überzahl taten sich die Freibeuter schwer zum Abschluss zu kommen. Dazu musste Andreas Morhardt, wegen eines Checks gegen den Kopf seines Gegenspielers, mit einer Spieldauerstrafe belegt, vorzeitig zum Duschen (36.). 27 Sekunden vor der zweiten Drittelpause nutzten die Lindauer dann ihre Überzahl mit dem Treffer zum 0:3 durch Philip Haug, der ESV Schlussmann Stefan Horneber mit einem knallharten Schuss in den Winkel überwand (40.). „Wir haben im ersten Drittel dem Buchloer Ansturm standgehalten und dann unsere Tore immer genau zum richtigen Zeitpunkt geschossen. Das hat uns natürlich in die Karten gespielt“, freute sich EVL-Teammanager Sebastian Schwarzbart über den überzeugenden Auftritt seiner Mannschaft.

Nicht ganz eine Minute war dann im Schlussabschnitt gespielt, als EVL Verteidiger Bernhard Leiprecht mit einem Schuss von der blauen Linie zum 0:4 traf und damit auch die allerletzten Buchloer Hoffnungen zunichtemachte (41.). Die Gäste ließen nun fortan nichts mehr anbrennen und spielten die verbleibende Zeit routiniert und clever herunter. Auf der anderen Seite mühten sich die Pirates noch darum zumindest den Ehrentreffer zu erzielen, doch dies wollte an diesem Abend einfach nicht gelingen, so dass der ESV erstmals in dieser Saison vor eigenem Anhang ohne Torerfolg blieb.

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