Kämpfen und punktenECDC Memmingen

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Den Auftakt macht am Freitagabend um 20 Uhr das Heimspiel am Hühnerberg gegen die IceHogs. Am Sonntag geht es zum Start in die Rückserie dann nach Pfaffenhofen, wo um 17.30 Uhr angespielt wird. Fehlen wird den Indians wohl Verteidiger Sven Schirrmacher, der sich unter der Woche einem Eingriff an den Zähnen unterzog.

Für Durchhalteparolen ist es sicherlich noch zu früh, dennoch war man sich bei den Gefro-Indians unter der Woche über den Ernst der Lage bewusst. „Keiner im Verein ist zufrieden mit dem Verlauf der Hinrunde“, gab Vorstand Helge Pramschüfer in einem Interview unumwunden zu und appellierte an die zahlreichen Memminger Fans und Zuschauer: „Unterstützt das Team und die neuen Trainer Erwin Halusa und Werner Tenschert. Sie tun alles dafür, um wieder in die Spur zu kommen. Der Hühnerberg muss eine Festung bleiben, wo kaum ein Gegner gewinnen kann.“

Die Aufgaben für die Indianer werden freilich nicht leichter. Freitags-Gast Pfaffenhofen kann getrost als positive Überraschung der bisherigen Saison bezeichnet werden. Aktuell befinden sich die Hallertauer – Gegner des ECDC im kleinen BEL-Finale vor zwei Jahren – auf dem starken vierten Tabellenplatz (20 Punkte) und sind zudem das zweitbeste Auswärtsteam der Liga. Letzten Sonntag ließ man aufhorchen, als das Team eine eigentlich verlorene Partie gegen Meisterschaftsfavorit Höchstadt zu Hause noch drehte und in der 60. Minute mit großem Kampfgeist und Moral aus einem 3:4 einen 5:4-Sieg gegen konsternierte Alligators machte.

Trotz relativ bescheidener Mitteln und einem in die Jahre gekommenen Stadion schaffen es die Verantwortlichen immer wieder, eine Mannschaft an den Start zu bringen, die es auch mit den vermeintlich großen Teams der Liga aufnehmen kann. Wichtigste Änderung vor der Saison war sicher die Besetzung der Trainerstelle. Hier konnte man sich die Dienste vom Jüngsten aller Bayernligatrainer sichern: Topias Dollhofer (33), letzte Saison noch Co-Trainer bei den Indians, wurde Nachfolger von Heinz Feilmeier. Die unumstrittene Nummer eins im Tor ist Andreas Banzer. Seine Stellvertreter sind Patrick Weiner und die junge Torfrau Franziska Albl, die mit Dollhofer vom ECDC nach Pfaffenhofen gewechselt ist. Die Problemzone der Oberbayern war meist die anfällige Defensive. Hier setzte der neue Trainer offenbar erfolgreich an und so hat der ECP erst 29 Gegentreffer hinnehmen müssen, was der drittbeste Wert aller Vereine ist. Abwehrchef ist Patrick Landstorfer, der über reichlich Erfahrung aus seiner Zeit in Regensburg verfügt. Eine weitere Abwehrsäule ist der robuste Matthias Schuster. Im Angriff fällt natürlich sofort der Name David Vokaty ins Auge. Der inzwischen 37-jährige Dauerbrenner ist auch weiterhin ein gefürchteter Torjäger. Die Kontingentstelle wurde etwas überraschend erstmals mit einem Schweizer besetzt: Alain Sägesser erfüllt alle Erwartungen und ist Top-Scorer des ECP. Starke Neuzuänge sind auch die beiden vom Süd-Oberligisten Regensburg gekommenen Andreas Tahedl und Mario Dörfler. Ebenfalls brandgefährlich sind Thomas Gabler und Routinier Markus Welz.

Doch gemessen an den eigenen Erwartungen und an der Qualität im Kader dürfen sich die ECDC-Cracks auch vor dem Tabellenvierten nicht verstecken. „Heimspiele am Hühnerberg müssen gewonnen werden“, lautet die nicht ganz neue Forderung von Clubchef Pramschüfer. Und sollte mit einer konzentrierten Leistung und der Unterstützung der Fans auch am Sonntag in Pfaffenhofen etwas Zählbares gelingen, sähe die rot-weiße Indianer-Welt schon wieder etwas besser aus.

Zum Spiel am Sonntag setzt der ECDC auch wieder einen Fanbus ein. Anmeldungen sind unter der Handynummer 0160/7856269 oder beim Heimspiel am Freitagabend in der Memminger Eissporthalle noch möglich.

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