Islanders siegen im Derby-KrimiEV Lindau

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1175 Zuschauer sorgten für eine fast ausverkaufte Eissportarena und für eine prickelnde und friedliche Eishockey-Atmosphäre. Davon beflügelt zeigten beide Teams von Anfang an ein engagiertes Spiel, in dem es hin- und herging und die beiden Torhüter Beppi Mayer und Martin Niemz Vollbeschäftigung hatten. Im ersten Durchgang hatte der Gästekeeper mehr zu tun, denn die Islanders erspielten sich leichte Vorteile und die besseren Möglichkeiten. Den Unterschied machte dann ein Powerplaytreffer aus, bei dem die Lindauer ihre Entschlossenheit deutlich unterstrichen. Zweimal konnte Niemz parieren – erst einen Schuss von Tobias Fuchs, dann den Nachschuss von Tobias Feilmeier, ehe Jiri Mikesz nach zehn Minuten die Scheibe dann doch zur vielbejubelten Führung über die Linie drückte.

„In so einem engen Spiel ist es enorm wichtig, in Führung zu gehen“, sagte EVL-Trainer Sebastian Buchwieser, der vor allem die taktische Disziplin seines Teams lobte, das 60 Minuten konsequent in der Defensive arbeitete. Das war vor allem im zweiten Durchgang wichtig, als Memmingen den Druck erhöhte und viele Strafen den Spielfluss störten. Aber auch hier hatten die Islanders Antworten auf die Problemstellungen der Partie. Allein im Mitteldrittel überstanden sie vier Unterzahlsituationen. „Unser Penaltykilling gerade bei drei gegen fünf war herausragend“, lobte Teammanager Sebastian Schwarzbart den Kampfgeist der Islanders. Was doch zum Tor durchkam, war dann wiederum eine Beute von Beppi Mayer, der an diesem Abend mehrere Arme zu haben schien und mehrfach den möglichen Ausgleich verhinderte.

Im Schlussabschnitt blieb es weiterhin ein Spiel auf des Messers Schneide. Die Islanders hielten den Vorsprung dank konsequenter Abwehrarbeit und machten dem Vize-Meister das Leben weiter schwer. Die Indians drückten, der EVL nutzte die Räume zu gefährlichen Gegenstößen. Einmal hatten die Gastgeber dabei Pech, als Tobias Feilmeier in der 45. Minute nur den Pfosten traf. Den Treffer holten die Lindauer aber bald nach. Bei einem weiteren schnellen Gegenzug wurde ein Pass von Sascha Paul abgeblockt, die Scheibe sprang hoch in die Luft, von wo sie Paul mit dem Handschuh stoppte und handlungsschnell abzog. Gegen den präzisen Handgelenksschuss hatte Niemz keine Abwehr-chance. Das 2:0 brachte dieIslanders nun zwölf Minuten vor dem Ende ganz nah an den zweiten Derby-sieg heran. Gefährdet war er noch einmal kurz vor Schluss, als die Gäste Mayer einmal überwunden hatten, aber nun selbst am Pfosten scheiterten.

Bis in die Schlusssekunden blieb die Partie umkämpf und fair – mit einer Ausnahme. EVL-Verteidiger Lubos Sekula „bettelte“ eine Sekunde vor dem Ende um seine zweite Zehn-Minuten-Strafe und bekam sie dann auch. „Eine dumme und unnötige Aktion. Darüber wird noch zu reden sein“, sagte der sportliche Leiter Bernd Wucher zur Undiszipliniertheit des Slowaken. Sekulas Blackout brachte ihm eine Sperre für das schwere nächste Auswärtsspiel am Freitag in Höchstadt ein. Den Jubel über den zweiten Derbysieg konnte das aber nur minimal trüben, zu wichtig war dieser Dreier im Kampf um Platz Fünf, den die Islanders mit drei Punkten auf Landsberg und inzwischen fünf Zählern Vorsprung auf Memmingen weiter innehaben.


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