Islanders machen es Germering spannendEV Lindau

Islanders machen es Germering spannendIslanders machen es Germering spannend
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„Wir wussten was auf uns zukommt und waren darauf vorbereitet“, bewertete Team- Manager Sebastian Schwarzbart den ersten Teil des Lindauer Auftritts. Hochkonzentriert, druckvoll und spielerisch bärenstark begann der EVL und ließ den Wanderers nur Gelegenheit zu reagieren. Es dauerte aber bis zur zehnten Minute, ehe Zdenek Cech eine Vorlage von Tobias Feilmeier zum 1:0 verwertete. Anschließend setzten die Lindauer gleich nach und nutzten innerhalb von 46 Sekunden zwei Überzahlsituationen um durch Martin Sekera und Michal Mlynek in der zwölften und 13. Minute auf 0:3 zu erhöhen. Mlynek schnürte zwei Minuten später dann sogar einen Doppelpack. Auch der erste Germeringer Treffer durch Martin Dürr bremste die Spielfreude der Gäste wenig, denn exakt eine Sekunde vor der Drittelpause erhöhte Sascha Paul auf 1:5.

„Bei uns lief im ersten Drittel alles perfekt“, sagte Schwarzbart, der für das was folgte – wie alle Lindauer - wenig Erklärungen hatte. In Gefahr gerieten die Islanders aber zunächst nicht. Im Gegenteil, sie hätten durch Lubos Sekula und Bernhard Leiprecht die Führung in der 26. und 29. Minute sogar noch weiter ausbauen können, scheiterten aber am Pfosten. Während es die Gäste nicht mehr verstanden, den eingewechselten Wanderers Keeper Sebastian Reisinger zu überwinden, trafen die Gäste aus dem Nichts durch Christopher Ott zum 2:5. Das gab Germering einen Schub, so dass EVL-Goalie Varian Kirst

So richtig ungemütlich wurde es für die Islanders aber erst im letzten Drittel. Lange agierten die Lindauer nicht mehr so konsequent wir zuvor und gaben die Partie in eigener Überzahl fast noch aus der Hand. Nach einer Spieldauer- Disziplinarstrafe gegen Germerings Dürr (Stockschlag) agierten sie zunächst in doppelter Überzahl, erzielten aber nicht das beruhigende sechste Tor. Im Gegenteil, Wanderers Kontingentspieler Max Grassi tankte sich in der 49. Minute sehenswert durch die EVL-Reihen hindurch und traf zum 3:5. „Wie so oft im Eishockey bekommt das Spiel dann eine Eigendynamik, die schwer zu bremsen ist“, sagte Schwarzbart. Im selben Maße wie Germering Mut schöpfte, wirkten die Islanders verunsichert. Obwohl immer noch in Überzahl servierten sie den Hausherren sogar noch den Anschlusstreffer. Wieder war es Grassi, der mit einem Alleingang erfolgreich war. Acht Minuten vor dem Ende wackelte die Lindauer Führung mehr bedenklich. Dennoch schafften es die Gäste mit großem Kampfgeist, den Vorsprung ins Ziel zu bringen. Zwei Sekunden vor dem Ende manifestierte Jiri Mikesz mit einem Schuss ins leere Wanderers-Gehäuse den wichtigen Auswärtssieg der EV Lindau Islanders.


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