Indians wollen im Endspurt weit nach vorn Freitagsgegner Moosburg kommt mit Bayernliga-Topscorer

Indians wollen im Endspurt weit nach vorn Indians wollen im Endspurt weit nach vorn
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Von wegen besinnliche Zeit! Für die Memminger Indians beginnen am Freitag, 18. Dezember, die „heißen“ Tage im Hauptrunden-Endspurt der Bayernliga. Neun Spiele stehen für den ECDC bis zum 10. Januar noch an – und die werden mit großem Selbstbewusstsein angegangen: „Jetzt beginnt die Jagd“, sagt man im Indianer-Lager nicht ohne Grund. Zwar steht das Team derzeit nur auf Rang neun in der Tabelle, hat aber zwei Spiele weniger absolviert als die meisten Konkurrenten. Und weil der Rückstand nach ganz vorn nur wenige Punkte beträgt, wird zum Angriff geblasen. Los geht’s mit der Unterstützung der Fans am Hühnerberg am Freitag um 20 Uhr gegen den Tabellenfünften EV Moosburg.

Das Nachholspiel gegen Lindau (am kommenden Mittwoch, 23. Dezember, am Hühnerberg) und die abgebrochene Partie in Pegnitz haben dafür gesorgt, dass die Memminger Indians sich aktuell in der Tabelle etwas unter Wert geschlagen sehen. Ein paar Pünktchen mehr und man wäre unter den Top-5, dort wo Team und Fans definitiv hin wollen. Noch ist also alles drin und so lautet das Ziel für das kommenden Wochenende mit dem Heimspiel am Hühnerberg gegen Moosburg und der Partie am Sonntag in Pfaffenhofen: „Mission größtmögliche Punkteausbeute“. Im Indianer-Lager will man dabei keine starken Töne spucken, sondern mit der gleichen konzentrierten und guten Leistung wie zuletzt zu Werke gehen, dann sollte es klappen. „Nach unserer knappen Niederlage am Sonntag in Waldkraiburg haben beide Trainer von der besten Saisonleistung ihrer Teams gesprochen. Die müssen wir nun in den kommenden Spielen gegen Moosburg, Pfaffenhofen und Lindau auch zeigen und Punkte holen, dann werden wir am Ende in der Tabelle viel weiter oben stehen“, gibt Obmann Sven Müller die Marschroute vor. Der Anfang soll dabei am Freitag gemacht werden, wenn der EV Moosburg (20 Uhr) am Hühnerberg gastiert. Chefcoach Alexander Wedl und seine Mannen peilen gegen die Oberbayern den siebten Heimsieg in Serie an.

Mit dem EV Moosburg kommt am Freitagabend eine der positiven Überraschungen der bisherigen Saison an den Hühnerberg. Die Dreirosenstädter waren letzte Spielzeit eigentlich sportlich in die Landesliga abgestiegen, profitierten aber letztlich vom freiwilligen Rückzug des EHC 80 Nürnberg. Um nicht noch mal in so eine prekäre Situation zu kommen, wurden im Verein und Kader einige Veränderungen vorgenommen. Diese Veränderungen scheinen bisher bestens zu fruchten: Die Oberbayern konnten schon 33 Punkte einfahren und stehen auf einem hervorragenden 5. Platz der Tabelle. Vor allem die Auswärtsbilanz mit bisher 17 Punkten lässt aufhorchen und sollte den Memmingern Warnung genug sein. Das Hinspiel in Moosburg konnte der ECDC nach hartem Kampf im Penaltyschießen für sich entscheiden.

Trotz einer wenig erfreulichen letzten Saison hielt man beim EVM am tschechischen Trainer Petr Kankovsky fest und beweist damit eine gewisse Kontinuität. Auf dem Spielersektor wurde während der Sommerpause jedoch kräftig durchgemischt und so konnte man einen schlagkräftigen Kader an den Start bringen. Zwischen den Pfosten baut man weiterhin auf den jungen Thomas Hingel, der als unumstrittene Nummer eins gilt. Er durchlief die bekannte Landshuter Eishockeyschule und gilt als einer der besten Keeper der Liga. Die Abwehr wurde mit den beiden letztjährigen Erdingern Rudolf Lorenz und Kevin Steiger gezielt verstärkt. Beide erwiesen sich sofort als große Verstärkungen und Lorenz gilt als heimlicher Abwehrchef. Kevin Steiger fällt momentan schon längere Zeit aus, ein Comeback steht aber wohl in Reichweite. Ein weiterer Eckpfeiler in der Defensive ist der Oberliga-erfahrene Bastian Krämmer und Rückkehrer Florian Mayer.

Im Angriff konnte man durch die guten Kontakte von Trainer Kankovsky einen herausragenden Kontingentspieler nach Moosburg holen. Der 25-jährige Tscheche Lukas Varecha steht aktuell sogar ligaweit auf Platz eins der Scorerwertung. Im Schnitt unglaubliche 2,69 Punkte gehen auf die Punkte des Tschechen (23 Tore/20 Vorlagen). Varecha profitiert aber natürlich auch von starken Mitspielern in seiner Reihe. Hier ist natürlich der langjährige Oberligaspieler Daniel Möhle zu nennen, der aus Deggendorf kam. Der dritte im Bunde ist zumeist der erst 19-jährige Dominik Schindlbeck, der aus der Landesliga von Dingolfing kam und sich stark in der Bayernliga etablieren konnte. Weitere Leistungsträger sind Patrik Samanski (neu/Erding) und die beiden Routiniers Tobias Hanöffner und Patrice Dlugos. Für die Memminger gilt es, den Abstand auf Moosburg in der Tabelle auf einen Punkt zu minimieren und durch die noch zwei ausstehenden Nachholspiele vorbeizuziehen. Los geht es wieder um 20 Uhr, Karten gibt es an allen Vorverkaufsstellen (Memminger Zeitung, Dietzel’s Hockeyshop, Puck Sportsbar sowie die Agip-Tankstelle in Berkheim) und natürlich an den Abendkassen der Memminger Eissporthalle.

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