Indians unterliegen Lindau mit 9:11Tag der offenen Tür

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Der ECDC Memmingen und der EV Lindau haben sich am Sonntagabend am Bodensee ein torreiches und streckenweise kurioses Vorbereitungsspiel auf die neue Bayernliga-Saison geliefert. Am Ende gewannen die Islanders mit 11:9 (3:2, 5:2, 3:5) gegen die Gefro-Indians. Während die Zuschauer dank der 20 Tore zufrieden nach Hause gehen konnten, hatten die Trainer beider Teams wenig Freude am Defensivverhalten ihrer Cracks. Schon am Freitag, 2. Oktober, um 20 Uhr gibt es für die Indianer Gelegenheit zur Revanche, wenn der EVL zum letzten Test vor Memminger Publikum in die Eissporthalle an den Hühnerberg kommt.

Eines muss man den neuformierten Memminger Indians lassen: Fast immer, wenn sie in der Testphase auf die neue Spielzeit der Bayernliga das Eis betreten, „hagelt“ es Tore – die Zuschauer werden bestens unterhalten: 10:1 gegen Kempten, 8:1 gegen Buchloe und 14:1 gegen Ulm/Neu-Ulm lauten die letzten Ergebnisse. Was sich am Sonntagabend am Bodensee abspielte, war „des Guten“ dann vielleicht doch etwas zu viel. Sowohl der BEL-Meister aus Lindau als auch die Memminger lieferten sich ein Offensivspektakel, vergaßen dabei aber ein ums andere Mal die geordnete Defensivarbeit. Dabei hatte es im ersten Drittel noch halbwegs „normal“ begonnen, Lindau ging durch Treffer in der vierten und siebten Spielminute mit 2:0 in Führung, doch die Indians antworteten mit Toren von Jan Kouba und Antti Miettinen. Drei Minuten vor der Pause stellte Zdenek Cech die EVL-Führung wieder her.

Zu Beginn des zweiten Abschnitts dominierten zunächst die Gefro-Indians und konnten sogar erstmalig in Führung gehen. Erneut Jan Kouba und Patrick Zimmermann stellten das Ergebnis auf 4:3 aus Memminger Sicht. Danach leistete sich das Team aber wiederholt Nachlässigkeiten in der Defensivarbeit, die der Bayernliga-Meister gnadenlos ausnutzte. Fabian Sing, Michal Mlynek, Zdenek Cech und Sascha Paul sorgten bis zur zweiten Pause für eine 8:4-Führung der Islanders.

Doch das sollte noch nicht alles sein, das muntere Scheibenschießen ging im letzten Drittel weiter: Jan Benda verkürzte, Lindau wusste eine Antwort, doch die Memminger gaben nicht auf und kamen durch Tore von Zimmermann und Kouba auf 9:7 ran. Das nächste Tor gehörte wieder dem EVL, ehe Ex-Islander Mike Dolezal fünf Minuten vor dem Ende den achten Memminger Treffer erzielte. Doch nur eine Minute später war auf Lindauer Seite erneut Cech erfolgreich. Der Schlusspunkt in dieser für die Zuschauer äußerst unterhaltsamen Partie gehörte den Indians: Ville Eskelinen traf in der 59. Minute noch zum 9:11, danach war der „Tag der offenen Tür“ beendet.

Für die Mannschaft gilt es nun, die richtigen Schlüsse aus der kuriosen, aber auch lehrreichen Partie zu ziehen. Bereits am Freitag kommt der BEL-Meister aus Lindau zum „Rückspiel“ nach Memmingen. Für die Rot-Weißen ist dies gleichzeitig der letzte Test vor heimischem Publikum, ehe am 9. Oktober (20 Uhr) schließlich der EV Pegnitz zum Bayernliga-Auftakt am Hühnerberg aufkreuzt. Nach den bisherigen Eindrücken dürfen sich die Zuschauer jedenfalls auf weitere spektakuläre Spiele freuen.

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