Indians starten mit Topspiel in die MeisterrundeECDC Memmingen

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Mit riesiger Vorfreude blickt man am Hühnerberg auf die kommenden Wochen: In der im Play-off-Modus (Hin- und Rückspiel an einem Wochenende) ausgetragenen Meisterrunde gibt es für die Indians ab jetzt nur noch Spitzenspiele. Die Topteams werden sich einen Kampf auf Biegen und Brechen liefern, die Meisterrunde garantiert Play-off-„Feeling“ pur: Ab sofort kämpfen die Cracks noch entschlossener um jeden Zentimeter Eis, gehen noch mehr Sache. Auch die Indians wollen im Kräftemessen mit den besten Mannschaften noch mal eine Schippe drauflegen, dann kann das Team von Trainer Erwin Halusa und „Co“ Werner Tenschert selbstbewusst in die kommenden Wochen gehen. In der Rückserie der Bayernliga-Hauptrunde wussten die Rot-Weißen zu überzeugen, gewannen 10 der letzten 13 Spiele! Ab Freitag freilich beginnt es bei Null. Wie eng es dann zugehen wird, demonstrierte schon das vergangene Auftaktwochenende der Meisterrunde, an dem die Memminger spielfrei waren: Topfavorit Waldkraiburg setzte sich zweimal mit nur einem Tor Unterschied gegen den EV Lindau durch (5:4-Sieg nach Penaltyschießen am Bodensee, 5:4 im Heimspiel), führt nun die Tabelle der Gruppe mit fünf Punkten an. In der Vorrunde unterlagen die Indianer den Löwen zweimal unglücklich ebenfalls nur mit einem Tor Unterschied. EHC-Trainer Rainer Zerwesz attestierte seiner Truppe im Dezember nach dem 2:1-Sieg in Memmingen etwas mehr Entschlossenheit vor dem Tor – und genau da wollen die Indians nun ansetzen. Wenn die Chancen konsequent genutzt werden, hat man beim ECDC allemal den Anspruch, das Heimspiel vor erneut großartiger Kulisse am Hühnerberg siegreich zu gestalten. „Die Marschroute ist klar: Wir wollen vor allem gegen eine so schnörkellose und konterstarke Mannschaft wie Waldkraiburg sicher stehen und wenig zulassen. Wenn wir dann im Abschluss konzentriert zu Werke gehen, wird es für jeden Gegner am Hühnerberg schwer“, so die Indians-Verantwortlichen. Personell kann man bei den Memmingern bis auf die Langzeitverletzten Andi Neumann und Martin Schweiger aller Voraussicht nach aus dem Vollen schöpfen. Neuzugang Max Piotrowski wird am Freitag sein Debüt in der ECDC-Verteidigung geben. Nach Milan Vanek und Frank Kozlovsky ist er, wie berichtet, der dritte Spieler, der im Januar neu zum Vorjahres-Vize kam.

Wochenend-Gegner Waldkraiburg war mit stolzen 63 Punkten Spitzenreiter nach der Vorrunde und stellte zudem die beste Abwehr und den stärksten Angriff. Seit es auf dem Eis rund läuft, zieht auch der Anhang der Industriestädter mit: Am Freitag wird ein vollbesetzter Gäste-Fanbus und rund 100 Löwen-Anhänger am Hühnerberg erwartet. Der sportliche Erfolg des EHC ist eng mit Trainer Rainer Zerwesz verbunden. Der 46-Jährige übernahm im Sommer das Kommando in seiner Wahlheimat und formte eine ganz schwer zu bespielende Mannschaft mit klarem System. Als Spieler feierte Zerwesz einst drei deutsche Meistertitel mit der Düsseldorfer EG. In seinem Kader ist in der Maustadt zu allererst Torhüter Patrick Vetter ein Begriff. Der 27-Jährige durchlief den Memminger Nachwuchs und fing auch schon für die Erste Mannschaft, ehe er über Königsbrunn in Krefeld landete. Hier konnte er sogar einen DEL-Einsatz feiern und wechselte schließlich vor der Saison 2013/14 nach Waldkraiburg. Die Abwehr führt der 36-jährige Andreas Paderhuber an. Er verfügt über reichlich Profi-Erfahrung aus seinen Stationen in Riessersee und Rosenheim. Mit Andreas Andrä wurde im Sommer ein weiterer starker Abwehrmann verpflichtet, der nun aber schon länger verletzt ausfällt. Auch Oleg Tokarev und Johannes Pfeiffer können Oberliga-Erfahrung vorweisen. Im Angriff überstrahlt die überragende erste Sturmreihe der Löwen alles. Das Trio Marek-Kaltenhauser-Wagner brachte es in der Vorrunde auf herausragende 121 Scorerpunkte. Jakub Marek ist zugleich der tschechische Kontingentspieler des EHC. Als Kopf der Reihe gilt aber der erfahrene Kapitän Max Kaltenhauser. Auch in den weiteren Reihen ist jede Menge an Erfahrung vertreten. Daniel Hämmerle, Martin Führmann, Philipp Spindler, Martin Hagemeister und Rückkehrer Harald Nuss sind ebenfalls gute Teamplayer und Scorer.

Mit diesem Team kommt zum Auftakt am Freitag der Topfavorit auf den Titel nach Memmingen, wo die Indians einmal mehr den Ruf ihrer uneinnehmbaren „Festung Hühnerberg“ untermauern wollen. Spielbeginn ist um 20 Uhr, wegen des erwarteten Andrangs an den Kassen wird empfohlen, rechtzeitig an der Eissporthalle zu sein. ECDC-Dauerkarten behalten in der Meisterrunde weiterhin ihre Gültigkeit.

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