Indians starten ins Derby-Play-off-ViertelfinaleECDC Memmingen

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Nun wird es also ernst in der Bayernliga: Ab Freitag ist „Crunch-Time“ – in den Play-offs zählt alles bisher Gewesene nicht mehr, es beginnt bei null. Wurde ein Derby wie das des ECDC gegen Landsberg schon in der Hauptrunde hart und nahe an der Schmerzgrenze geführt, nimmt die Intensität jetzt noch mal zu. Darauf müssen sich die Indians einstellen, die mit den Riverkings vom Lech zwar ihren Wunschgegner, aber alles andere als ein einfaches Los bekommen haben. Die Blau-Weißen kann man getrost als Überraschungsteam der Saison bezeichnen, als Aufsteiger wurde mit dem Erreichen des Viertelfinales das Ziel übererfüllt. Die Gäste, die für ihre harte und teils provokante Spielweise bekannt sind, dürften gegen die Memminger sicherlich doppelt motiviert sein. Viele HCL-Akteure pflegen eine Vergangenheit im ECDC-Trikot, Namen wie Mike Dolezal oder Markus Kerber sind jedem Eishockeyfan am Hühnerberg ein Begriff. „Die werden heiß sein“, warnt das Indians-Trainergespann Erwin Halusa und Werner Tenschert – und schickt hinterher: „Wir aber auch! Wir werden Landsberg ganz gewiss nicht unterschätzen, trotz der beiden Siege in der Hauptrunde (zweimal 6:3). Wir wissen, wie sie spielen und dass sie versuchen werden, uns aus dem Konzept zu bringen. Wir müssen den Kampf annehmen und trotzdem ruhig bleiben und unser Spiel machen“. Mit der Favoritenrolle hat man bei den Indians jedenfalls keine Probleme vor der anstehenden „Best-of-5“-Serie. „Wir wollten ja in diese Position und haben uns das verdient. Noch haben wir aber nichts erreicht“, weiß auch die ECDC-Vorstandschaft, die sich zusammen mit dem Team auf wahre Eishockeyfeste freut. „Am Freitag wird der Hühnerberg sprichwörtlich ‘brennen‘. Wenn uns dann unsere großartigen Fans nach vorne peitschen und für Play-off-Atmosphäre sorgen werden, kann es doch gar nichts Schöneres geben.“

Gegner Landsberg begann die Saison stark und konnte einige Favoriten niederringen. Unter anderem wurden Höchstadt, Miesbach und Lindau bezwungen! Frühzeitig fuhr der HCL viele Punkte ein und war sogar lange unter den Top-Fünf der Tabelle zu finden. Umso überraschender kam dann zur Mitte der Hauptrunde die Trennung von Trainer Alexander Wedl. Sein Nachfolger ist der bisherige Co-Trainer Andreas Zeck. Gegen Ende der Vorrunde schwächelte der starke Aufsteiger dann etwas und man schloss die Liga letztlich auf Platz neun ab. In der Zwischenrunde fanden die Riverkings aber wieder in die Spur, nach einer Auftaktniederlage konnten sie alle weiteren Spiele für sich entschieden und Lokalrivale Buchloe das Nachsehen im Kampf ums Play-off-Viertelfinale geben. Der Kader ist eine gute Mischung aus Jung und Alt und breit aufgestellt: Im Tor fängt mit Christoph Schedlbaur ein BEL-erprobter Torhüter, der ein verlässlicher Rückhalt ist. Die Abwehr wird angeführt von Kapitän Herbert Geisberger und Ex-Indianer Schmelcher, die beide über reichlich Erfahrung verfügen. Im Sturm gehen die beiden Ex-Profis Markus Rohde und Mike Dolezal voran. Mit Dennis Sturm hat der HCL einen jungen Stürmer mit starker Technik und gutem Torriecher. Sie alle und der Kerber-„Clan“ garantieren Alarm vor dem Indians-Gehäuse und werden für eine packende Play-off-Serie sorgen.

Die startet am Freitag um 20 Uhr am Hühnerberg, wo eine Saison-Rekordkulisse erwartet wird. Auch vom Lech werden sich zahlreiche Anhänger auf den Weg nach Memmingen machen und ihr Team unterstützen. Wegen des Zuschauerandrangs zum Play-off-Viertelfinale empfiehlt der ECDC Memmingen, den Vorverkauf zu nutzen. Tickets gibt es bei den bekannten Vorverkaufsstellen Dietzel‘s Hockeyshop, der Memminger Zeitung, Puck Sportsbar sowie die Agip-Tankstelle in Berkheim. Wie bereits angekündigt, haben normale ECDC-Dauerkarten in den Play-offs keine Gültigkeit mehr. Inhaber von Sitzplatz-Dauerkarten behalten aber das Vorverkaufsrecht auf ihren angestammten Platz. Dieser bleibt bis Freitagabend an der Abendkasse der Memminger Eissporthalle reserviert. Die Gefro-Indians empfehlen allen Besuchern, rechtzeitig vor Spielbeginn an den Hühnerberg zu kommen.


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