Indians siegen nach kuriosem Spielverlauf Nichts für schwache Nerven

Indians siegen nach kuriosem Spielverlauf Indians siegen nach kuriosem Spielverlauf
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Das letzte Heimspiel der diesjährigen Bayerlniga-Meisterrunde konnten die Gefro Indians mit 5:4 (4:1, 0:3, 1:0) für sich entscheiden. Der Großteil der 1586 Zuschauer am Hühnerberg  konnte sich damit über drei wichtige Punkte und einen Sieg für die Moral freuen. Durch den Heimsieg ist für die Memminger vor dem letzten Gruppenspiel vor den Play-offs am Sonntag in Landsberg (17.15 Uhr) sogar noch Platz drei in der Tabelle drin.

Das Spiel begann aus ECDC-Sicht optimal und nach exakt 39 Sekunden konnte Antti-Jussi Miettienen einen Abpraller von Gästetorhüter Güßbacher zum 1:0 einschieben. Diese frühe Führung schien das Team zu beflügeln und so entwickelte sich ein echtes Offensivfeuerwerk der Gastgeber. In der dritten Spielminute konnte Ville Eskelinen nur durch ein Foul gestoppt werden und der Schiedsrichter entschied auf Penalty. Memmingens Finne ließ sich nicht bitten und verwandelte souverän zur 2:0 Führung. Von den Riverkings war in den ersten Minuten nichts zu sehen. Die Indians wie im Rausch und erzielten nur wenige Momente später sogar das 3:0, diesmal entschied der Schiedsrichter jedoch auf Torraumabseits. Dieser nicht gegebene Treffer schien die Gäste aufzuwecken, so konnte ihr Kanadier Craig Gallo (6.) den zu diesem Zeitpunkt völlig überraschenden Anschlusstreffer erzielen. Das Spiel wurde nun etwas offener und so dauerte es bis zur 17. Minute bis Januar-Neuzugang Pavel Vit die 3:1-Führung erzielte. Das fast perfekte Drittel veredelte Routinier Petr Sikora, der mit seinem Treffer zum 4:1 (18.) den ersten Pausenstand herstellte.

Auch in das zweiten Drittel starteten die Tenschert-Schützling eigentlich gut, leider schlichen sich aber vermehrt grobe Schnitzer ins Spiel ein. Einen dieser Patzer nutzte erneut Gallo zum 4:2 (22.). Die Landsberger bekamen durch die zahlreichen Geschenke der Indians-Defensive mehr und mehr Selbstvertrauen, während die Memminger nicht mehr zwingend genug in ihren Aktionen waren. Spätestens nach dem Anschlusstreffer durch Reuter (27.) war der HCL wieder in der Partie. Nach einer unglücklichen Bully-Entscheidung kamen die Gäste schließlich sogar zum Ausgleich. Stefan Kerber zog ab(33.) und die Partie war komplett ausgeglichen und viele Zuschauer rieben sich verwundert die Augen über den kuriosen Spielverlauf. Mit dem Spielstand von 4:4 ging es dann zum zweiten Mal in die Kabinen.

Im letzten Spielabschnitt wurde die Partie immer zerfahrener und beide Teams wollten unter allen Umständen einen Rückstand vermeiden. Der große spielerische Leckerbissen war es nun nicht mehr, aber beide Teams hängten sich voll rein um ihren Fans einen Derbysieg zu bescheren. Eine Schrecksekunde erlebten die Zuschauer und Teams in der 48. Minute, als sich ECDC-Spieler Jan Kouba nach unglücklichem Zusammenprall mit Ex-Indianer Markus Kerber und der Bande verletzte. Kouba konnte nicht mehr weiterspielen, der Schiedsrichter verhängte nach Foul mit Verletzungsfolge eine Spieldauer und so durften die Indians sich einige Minuten in Überzahl probieren. Ausgerechnet in dieser Phase gelang fast gar nichts, damit blieb es weiter spannend. Die Schlussphase läutete Kapitän Jan Benda ein, der mit einem Schuss am Kreuzeck scheiterte. Spätestens als Benda erneut nur den Pfosten traf schien es kein gutes Ende zu nehmen, doch Ville Eskelinen setzte gut nach und den Abpraller verwandelte Miettinen 180 Sekunden vor Schluss zum umjubelten 5:4-Siegtreffer. Die Gäste warfen nochmal alles nach vorne, wurden jedoch nicht mehr richtig gefährlich. Indians Trainer Werner Tenschert sprach im Anschluss auf der Pressekonferenz von einem aufgrund des starken Auftaktdrittels nicht unverdienten Erfolg. Die spielerische Linie und die vielen Fehler die letzten 40 Minuten gefielen ihm jedoch nicht, am Ende hätte aber die Moral gepasst und dadurch gelang auch noch der Siegtreffer.

Weiter geht es für die Memminger mit dem Rückspiel in Landsberg am Sonntag, ehe dann der Viertelfinalgegner der Indians feststeht. Die erste Play-off-Runde startet am Sonntag, 21. Februar, mit einem Auswärtsspiel, ehe am 26. Februar das erste Heimspiel der Best-of-Five-Serie ansteht.

Tore: 1:0 (1.) Miettinen (Eskelinen, Vit); 2:0 (3.) Eskelinen (PEN); 2:1 (6.) Gallo (Schmelcher, Kerber S.); 3:1 (17.) Vit (Miettinen, Benda); 4:1 (18.) Sikora (Kouba, Hoffmann); 4:2 (22.) Gallo (Barnsteiner); 4:3 (27.) Reuter (Barnsteiner); 4:4 (33.) Kerber S. (Geisberger, Gallo); 5:4 (58.) Miettinen (Eskelinen, Benda; 5-4). Strafen: Memmingen 8, Landsberg 8 + 5 Spieldauer (Kerber). Zuschauer: 1586.

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