Indians besiegen HC Landsberg deutlich mit 7:3Gelungener Start in das Play-off-Viertelfinale

(Foto: Verein)(Foto: Verein)
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Rund 2600 Zuschauer sollten ein weiteres aufregendes und hochklassiges Spiel am Hühnerberg verfolgen, denn das Derby hielt, was es versprach. Verzichten musste das Trainergespann Dietrich/Vorderbrüggen auf die weiterhin verletzten Jan Benda und Patrick Weigant.

Das erste Drittel verlief alles andere als nach Maß, denn den Indianern war zunächst eine gewisse Nervosität anzumerken. Fehler im Aufbauspiel und Abstimmungsprobleme ließen die Gäste aus Landsberg zu brandgefährlichen Chancen kommen, die ebenfalls von rund 300 Fans aus der Lechstadt unterstützt wurden. Nach einer starken Druckphase waren es die Riverkings, die erstmals in Führung gingen. Nach einem Schuss von der blauen Linie, fälschte Landsbergs Maier zum 0:1 für die Gäste ab (4.). Trotz des kurzeitigen Schocks tauchten auch die Indians vor dem Tor der Gäste auf und hatten durch Jan Kouba, oder auch Tim Tenschert, gute Möglichkeiten den Ausgleich zu erzielen. Doch die Gäste machten es besser und durch einen Abwehrfehler konnte Dennis Sturm auf 0:2 für den HCL erhöhen (16.). Trotz des Schocks kämpften sich die Indianer zurück in die Partie und kamen zum Anschluss. So war es Timo Schirrmacher, der kurz vor dem Ende des ersten Drittels das eminent wichtige 1:2 für den ECDC markierte (20.).

Im zweiten Drittel traten die Hausherren mit einer völlig anderen Körpersprache auf, was auch den sofortigen Ausgleich zur Folge hatte. Nach drei gespielten Minuten war es Milan Pfalzer, der aus spitzem Winkel die Scheibe im Tor versenkte und somit den 2:2-Ausgleich besorgte. Nach diesem Treffer war den Indianern die erstmalige Befreiung anzumerken und sie nahmen fortan das Heft in die Hand. Auch der HC Landsberg hatte seine Möglichkeiten und sorgte für viel Wirbel vor dem Tor von Indians-Goalie Joey Vollmer. Durch weitere Gelegenheiten und Kombinationen sollte die erstmalige Führung des ECDC hergestellt werden, die jedoch erst kurz vor dem Ende des zweiten Drittels fiel. In der 38.Minute erzielte Sven Schirmmacher das 3:2 in Überzahl, nachdem zuvor eine Unterzahlsituation überstanden wurde. Doch damit nicht genug: Jan Jarabek hämmerte exakt zwei Sekunden vor der Pause die Scheibe in die Maschen und sorgte für die 4:2 Führung an einem nun restlos begeisterten Hühnerberg.

Im letzten Drittel drehten die Indianer nochmals auf und verpassten, durch Miettinen und Piskor, die Führung in den Anfangsminuten auszubauen und somit eine Vorentscheidung herbeizuführen. Diese sollte dann in der 51.Minute fallen als Tim Tenschert, nach Querpass von Lukas Varecha, zum komfortablen 5:2 einschob. Nichtsdestotrotz machte auch der HC Landsberg nochmals auf sich aufmerksam und erzielte durch Sven Curmann den Anschluss zum 3:5 aus Sicht der Gäste (56.Minute). Doch anstatt das Spiel nochmals spannend werden zu lassen, machten es die GEFRO-Indians souverän und abgezockt. Ruppige Szenen, Strafzeiten und ein zugunsten der Indians ausgesprochener Penalty sollten in der Endphase dieser Partie noch folgen. Den fälligen Penalty verwandelte Jan Kouba eiskalt zum 6:3 (58.). Keine Minute später durfte sich auch Routinier Martin Jainz bejubeln lassen, der mit dem 7:3 für den Schlusspunkt sorgte.

Ein gelungener Start und der erste Sieg des Viertelfinalkrachers gegen den HC Landsberg konnten also gefeiert werden. Doch nun richtet sich der Blick in Richtung Lechstadt, denn bereits am Sonntag wartet das nächste Knallerspiel, zu dem auch zahlreiche Anhänger aus der Maustadt erwartet werden. Am Hühnerberg geht es schon am nächsten Freitag weiter, wenn dann Spiel drei des Viertelfinales, zur gewohnten Zeit von 20 Uhr, steigt. Im Falle eines Auswärtssieges könnten die Indianer hier bereits ein Entscheidungsspiel vor eigener Kulisse austragen. Der Vorverkauf für diese Partie hat bereits begonnen, es wird erneut mit einer großen Kulisse gerechnet.

Tore: 0:1 (4.) Maier (Geisberger, Menge), 0:2 (16.) Sturm (M. Kerber, Schweiger), 1:2 (20.) T. Schirrmacher (Piskor, Pfalzer), 2:2 (23.) Pfalzer (Jainz), 3:2 (38.) S. Schirrmacher (Miettinen/5-4), 4:2 (40.) Jarabek (Kouba, Huhn/5-4), 5:2 (51.) Tenschert (Miettinen, Varecha/5-4), 5:3 (56.) Curmann (Menge, Schmelcher), 6:3 (58.) Kouba (Penalty), 7:3 (60.) Jainz (Miettinen, Tenschert/5-3). Strafen: Memmingen 6, Landsberg 20 + 10 (Geisberger). Zuschauer: 2571.