Hinein ins Abenteuer für die Islanders EV Lindau

Hinein ins Abenteuer für die Islanders Hinein ins Abenteuer für die Islanders
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In mindestens drei, maximal fünf Spielen messen sich die Islanders mit dem nach Waldkraiburg zweitbesten Team der Saison, das ohne Niederlage förmlich durch die Play-offs gerauscht ist. Peißenberg im Viertelfinale in drei Spielen, der alte Rivale Memmingen im Halbfinale in zwei Spielen – Höchstadt gewann all seine Play-Off Spiele reichlich souverän, das letzte auswärts sogar mit 5:0 bei den Indians vor über 3000 Zuschauern. Ein Zeichen von Qualität und Nervenstärke.

Diese Qualität der Alligators ist bundesweit bekannt. So wurde Spielertrainer (und Liga- Topscorer) Daniel Jun vom Expertengremium der Fachzeitschrift Eishockey- News zum Spieler des Jahres in der Bayernliga gewählt, Keeper Philipp Schnierstein zum besten Torhüter der Saison. Und zum Thema Erfahrung: 2006 wurden die Franken zuletzt Bayrischer Meister – aus diesem Team sind mit Kapitän Daniel Sikorski und Stephan Hiendlmeyer sogar noch zwei Mann dabei. Play- Off Erfahrung pur.

Wären diese Faktoren nicht schon ausreichend, um Vorteile beim HEC zu sehen, so kommt noch das Heimrecht in Spiel Eins, Drei und eventuell fünf dazu. „Wenn wir Meister werden wollen, müssen wir mindestens einmal auswärts gewinnen. Das ist Fakt“, sagt Spielertrainer Sebastian Buchwieser, der in den letzten Tagen im Training viel Detailarbeit aufgewandt hat, um sein Team auf den Gegner einzustellen. „Es geht überwiegend um Kleinigkeiten, denn wir werden weiterhin unseren Stärken vertrauen.“

Wichtig werde allerdings sein, dass die Islanders von Anfang an bereit sind. Höchstadt ist dafür bekannt, vom ersten Bully weg Druck zu machen, da müssen die Lindauer sofort dagegen halten. „In Waldkraiburg haben wir zweimal im ersten Drittel nicht so gut ausgesehen. Das ist aber das einzige, was man kritisieren kann“, sagt der sportliche Leiter Bernd Wucher. Ansonsten sind Euphorie und Zuversicht, den Gegner bezwingen zu können im Lindauer Lager vorhanden. „Warum auch nicht. Wenn man im Finale steht, will man es auch gewinnen“, sagt Wucher. 

Denn auch die Lindauer haben Spieler, die Partien entscheiden können. Torhüter Varian Kirst steigert sich von Spiel zu Spiel, die Abwehr um Kapitän Fuchs steht und vorne ist nicht nur auf Martin Sekera und Zdenek Cech Verlass. „Es ist unsere Mischung, und dass sich jeder für den anderen einsetzt, die uns stark machen. Der Teamgeist ist überragend“, sagt Team-Manager Sebastian Schwarzbart.

Wie nah beide Mannschaften leistungsmäßig sind, zeigen die Ergebnisse aus der Vor- und Zwischenrunde. Hier siegten die Lindauer einmal 6:5 nach Penaltyschießen unterlagen aber auch im Shoot- Out zweimal mit 2:3 und einmal in regulärer Spielzeit mit 1:2. Viel enger geht es nicht. Es werden Kleinigkeiten entscheiden, Tagesform, Überzahl, Unterzahl und vor allem: das Vermeiden von Fehlern. „Höchstadt spielt ganz anders als Waldkraiburg, das müssen wir schnell adaptieren“, sagt Buchwieser.

Für die Zuschauer dürften es jedenfalls wieder hochwertige und spannende Spiele werden, bauen doch beide Vereine auf eine Vielzahl von Cracks mit tschechischen Wurzeln – was natürlich auch zusätzlich für Rivalität und Emotionen sorgt. Für das Heimspiel rechnen die Islanders wie schon im Halbfinale mit einem restlos ausverkauften Haus- der Kartenvorverkauf läuft entsprechend.

Wie sollte es auch anders sein, im ersten Bayernliga-Finale der 39-jährigen Lindauer Eishockey- Geschichte. Ein großes Abenteuer für die Islanders. Vielleicht sogar noch etwas mehr.

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