HC Landsberg gewinnen gegen Erding und beim SC RiesserseeRiverkings kündigen Trainerwechsel zur neuen Saison an

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Am vergangenen Freitag waren die Erding Gladiators zum vorletzten Heimspiel der Oberliga-Relegation im Landsberger Eisstadion zu Gast. Traditionell ist der Tag nach dem „lumpigen Donnerstag“ nicht immer der erfolgreichste Tag in der Heimspielgeschichte Landsberger Eishockeyvereine gewesen. Ganz anders allerdings dieses Jahr: Die Riverkings erarbeiteten sich von Beginn an zahlreiche gute Chancen, allerdings dauerte es bis zur siebten Minute, bis Tobias Wedl die Lücke in der tiefstehenden Erdinger Abwehr fand und mit einem Distanzschuss Erdings Torwart zum 1:0 überwinden konnte. Landsberger spielte weiter gut nach vorne und vereitelte hinten die wenigen Erdinger Möglichkeiten ruhig und souverän, einzige die Chancenverwertung lies etwas zu wünschen übrig. In der 29. Minute zog Sven Curmann von der blauen Linie ab und traf endlich, sehr zum Jubel der 735 Fans, zum 2:0. Sechs Minuten später erhöhte Dejan Vogl zum 3:0 – er nutzte einen Abpraller nach einem Schuss von Kapitän Andreas Geisberger. Mit dieser eigentlich beruhigenden Führung ging es in die zweite Drittelpause. Zu Beginn des letzten Drittels machten die Gäste nochmals erheblichen Druck und der HCL ging auch nicht mehr ganz so konsequent zur Sache wie das im bisherigen Spiel der Fall war. Daniel Rossi traf als Folge daraus zum 1:3-Anschlusstreffer und Trainer Randy Neal sah sich zu einer Auszeit gezwungen. Die Ansprache an seine Spieler zeigte dann auch die gewünschte Wirkung und Landsberg verteidigte wieder besser. In der 52. Minute traf dann Michael Fischer zum Endstand von 4:1.

Am Sonntag trafen die Riverkings auf den Tabellenführer SC Riessersee. Im Garmischer Olympiaeisstadion zeigten die Riverkings eine sehr starke Abwehrleistung und erarbeiteten sich auch immer wieder gute Chancen, deshalb sahen die 1512 Zuschauer ein Spiel auf Augenhöhe zweier wirklich gut agierender Mannschaften. In der 18. Minute nutzte allerdings Silvan Heiß eine etwas unglücklich Situation bei einem Landsberger Wechsel aus und schloss einen Konter zur 1:0-Führung für die Hausherrn ab. Im zweiten Drittel kam der HCL immer wieder zu guten Chancen, so tauchte zum Beispiel Dennis Sturm zwei Mal stark vor dem Garmischer Tor auf, beide Chancen wurden aber durch Rettungstaten des SCR Goalies vereitelt. Auf der Landsberger Seite rettete der überragend aufspielende Christoph Schedlbauer bei einigen guten Chancen der Hausherren. In der 32. Minute traf Tobias Eder in Überzahl zur 2:0 Führung für das Heimteam. Landsberg spielte weiter konzentriert in der Abwehr übte in der Folge immer wieder guten Druck auf das gegnerische Tor aus, trotzdem dauerte es bis zu 42. Minute bis Michael Fischer zum 1:2-Anschlusstreffer stellen konnte. Beide Mannschaften kamen in der Folge immer wieder zu guten Chancen. In der 58. Minute konnten dann die ca. 150 mitgereisten Landsberger Fans den Ausgleich durch Markus Kerber bejubeln. Nachdem bis zum Ablauf des letzten Drittels und in der darauffolgenden Verlängerung kein Tor fiel, kam es zum abschließenden Penaltyschiessen. Auf Landsberger Seite trafen Dennis Sturm, Tyler Wiseman und Daniel Menge, Christoph Schedlbauer hielt bei zwei Garmischer Versuchen und so konnten die Riverkings zwei Punkte aus dem Werdenfels entführen. Dies bedeutete gleichzeitig die vorzeitige Qualifikation für die Playoffs um den Bayernligameister. In den verbleibenden zwei Spielen der Zwischenrunde geht es jetzt darum sich eventuell noch das Heimrecht für die Play-off-Serie zu sichern.

In der kommenden Saison gehen die Riverkings und Trainer Randy Neal nach zwei erfolgreichen Jahren getrennte Wege. Ein neuer Trainer soll demnächst präsentiert werden. Zu den Gründen, den Vertrag auslaufen zu lassen, äußerte sich Präsident Frank Kurz: „Zunächst sind wir Randy Neal extrem dankbar für die vergangenen zwei Jahre. Er hat uns mit seiner Arbeit in der Entwicklung unseres Vereins sehr weitergeholfen. Mit ihm konnten wir im taktischen Bereich die nächsten Schritte nach vorne machen. Er ist ein toller Trainer und wir wünschen ihm von ganzen Herzen alles Gute und viel Erfolg bei den nächsten Trainerstationen. Wir freuen uns alle auf die letzten Spiele mit Randy und hoffen die Saison noch möglichst lange durch das Erreichen der Play-offs zu verlängern. Nichtsdestotrotz wollen wir in der nächsten Saison mit neuen Trainern und neuen Konzepten die Verzahnung zwischen erster Mannschaft und unserem DNL-Team intensivieren. Die Entscheidung fiel dabei keinesfalls gegen Randy, sondern für diesen neuen Weg. Alles weitere dazu wird es in den kommenden Wochen zu erfahren geben.“

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