Haßfurt im DoppelpackESC Haßfurt

Haßfurt im DoppelpackHaßfurt im Doppelpack
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Am Freitagabend ab 20 Uhr steht zunächst das Heimspiel gegen den Aufsteiger an, ehe die Freibeuter am Sonntag schließlich die über 330 Kilometer lange Reise zum Rückspiel nach Unterfranken in Angriff nehmen (Spielbeginn: 18.30 Uhr). Die in dieser Saison weiteste Auswärtsfahrt zum Tabellenvorletzten ist dann auch gleichzeitig schon die erste Rückrundenpartie des ESVB.

Für die Mannen von Trainer Bohdan Kozacka lautet die Devise an diesem Wochenende vor allem, den so begehrten achten Tabellenrang nicht vorschnell aus den Augen zu verlieren. In wie weit sich dabei die zuletzt doch sehr angespannte personelle Lage im Lager der Piraten normalisiert, bleibt abzuwarten. Sicher fehlen werden in jedem Fall die beiden verletzten Angreifer Andreas Morhardt und Peter Westerkamp. Zudem sind die Einsätze von Moritz Lieb und Patrick Weigant weiter fraglich.

Der ESC Haßfurt hat als Aufsteiger bisher die erwartet schwere Vorrunde hinter sich. Mit gerade einmal vier Punkten rangieren die Schützlinge von Trainer Douglas Kacharvich  aktuell auf dem 15. Rang der Tabelle. Damit weißt einzig Schlusslicht und Mitaufsteiger Regen eine noch schlechter Bilanz. Dennoch konnte der Liganeuling in dieser Saison schon die ein oder andere Mannschaft gehörig ärgern. So gingen beispielsweise die Duelle gegen Germering, Moosburg und auch gegen die Indians aus Memmingen am vergangenen Sonntag nur denkbar knapp mit jeweils einem Tor Unterschied verloren. Die aber wohl größte Überraschung gelang dem ESC vor gut zwei Wochen. Denn am 12. Spieltag besiegten die Hawks vor eigenem Anhang fast schon sensationell den damals zweitplatzierten EV Lindau. In einem wahren Penalty-Krimi schlugen die Haßfurter vollkommen unerwartet die Truppe vom Bodensee mit 4:3 n.P. und fuhren damit ihren zweiten Sieg in dieser Spielzeit ein. Die ersten Zähler erbeuteten die Unterfranken bereits im Kellerduell gegen Regen, dass die Falken ebenfalls nach Penaltyschießen mit 6:5 für sich entscheiden konnten.

In Reihen der Rot-Weißen spielen einige durchaus bekannte Gesichter der Bayernliga. So verstärkte man sich vor der Saison unter anderem mit gleich drei Spielern vom Ligakonkurrenten aus Höchstadt. Neben Verteidiger Pavel Weiß wechselten auch die zwei Angreifer Jan Michalek und Ales Stribny von der Aisch an den Main. Zusammen mit der "Höchstadter-Fraktion" haben vor allem die beiden Stürmer Eugen Nold und Martin Oertel voll eingeschlagen, die gemeinsam vom EC Bad Kissingen aus der Landesliga kamen. Der erst 23 Jahre alte Eugen Nold führt nämlich mit 7 Toren die teaminterne Torjägerliste an, wohingegen sein Sturmkollege Martin Oertel mit 16 Punkten (3 Tore und 13 Assists) bester Scorer seiner Mannschaft ist. Auf der Kontingentposition vertrauen die Verantwortlichen auf den Ungarn Zoltán Revák, der vom ungarischen Verein Ferencvaros TC aus Budapest nach Haßfurt kam. Mit zuletzt vier Treffern in den vergangenen drei Spielen kam der 30-Jährige immer besser in Fahrt.

Das letzte Duell gegen die Hawks gab es für den ESV übrigens 2008: Damals trafen beide Teams in der Aufstiegsrunde zur Bayernliga aufeinander. Nachdem die Piraten zuvor bereits den BEL-Aufstieg in einem packenden Spiel gegen Burgkirchen perfekt gemacht hatten, feierte man abschließend mit dem 7:2 Heimsieg gegen Haßfurt auch noch die Landesligameisterschaft.

Auch die 1b-Mannschaft des ESV Buchloe ist am Wochenende wieder im Einsatz. Die Young Pirates empfangen am Samstag ab 17.30 Uhr in eigener Halle die SG Denklingen/Landsberg.

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