Großer Kampf bleibt ohne BelohnungERV Schweinfurt

Großer Kampf bleibt ohne BelohnungGroßer Kampf bleibt ohne Belohnung
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Mit lediglich vier Verteidigern waren die Vilshofener nach Schweinfurt gereist, die Dogs waren bis auf den gesperrten Jan Slivka komplett.

Das Spiel begann rasant. Nach nicht einmal zehn Sekunden lupfte Pascal Schäfer die Scheibe aus dem eigenen Drittel, Timo Ludwig brachte diese in der Nähe der Mittellinie technisch gekonnt unter Kontrolle und lief zur Überraschung Aller allein auf das Gästetor zu. Allerdings blieb diese Großchance ungenutzt. Das wäre ein Auftakt nach Maß gewesen. Doch die Dogs spielten weiter stark. So ergaben sich noch etliche klarste Gelegenheiten. Allerdings sollte es dann doch eine Überzahl-Situation in der elften Spielminute sein, in der durch Alex Funk auf Zuspiel von Andi Kleider der Führungstreffer der Dogs fiel. Verdient zu diesem Zeitpunkt. Die Schweinfurter hatten das Spiel weitestgehend im Griff und die Vilshofener, die das erste Drittel eher abwartend begannen, kamen zwar durchaus immer wieder gefällig in das Schweinfurter Drittel, doch die ganz großen Chancen hatten sie nicht. So ging es mit der 1:0-Führung in die Kabine.

Im zweiten Drittel änderte sich das Bild. Nach dem raschen Ausgleich durch Vladimir Gomow wurde es den Gästen trotz 3:5-Unterzahl der Dogs bei deren Führungstreffer durch Andreas Toth viel zu leicht gemacht. Der scheibenführende Gegner hinter dem Dog-Tor wurde zu ungestüm angegriffen, was es diesem leicht machte, den Schweinfurter stehen zu lassen und ohne weitere Gegenwehr vor das Tor zu laufen und einzunetzen. Somit war das Spiel gedreht und die Schweinfurter Jungs brauchten jetzt dringend die zweite Drittelpause, um sich neu zu sortieren.

Doch auch das letzte Drittel begann alles andere als optimal. Relativ schnell stellte der Vilshofener Andreas Maier das Ergebnis auf 1:3. Jetzt waren die Dogs endgültig gefordert. Aber zuerst galt es, eine doppelte Unterzahl ohne weiteren Gegentreffer zu überstehen. Das war Dramatik pur. Kaum war diese nach großem Kampf überstanden, gelang Fritz Geuder der viel umjubelte 2:3-Anschlusstreffer. Und auch die Fans wussten jetzt, dass hier noch nicht Feierabend war. Nun begann der Dauerdruck der Mighty Dogs. Diesem konnten sich die Vilshofener nur durch Fouls erwehren, so dass diese ab der 48. bis zur 59. Spielminute fast durchgehend mit einem Mann weniger auf dem Eis standen.

Allerdings wurden an diesem Abend die Überzahl-Situation nicht in der von den Dogs gewohnten, souveränen Art gespielt. Oft musste man aus Verlegenheit die Scheibe ohne Schärfe vor das Tor des Gegners spielen und auf das nötige Scheibenglück hoffen. Doch das hat meist die Mannschaft, die härter arbeitet. Und die harte Arbeit wurde gerade in dieser Phase von den erfahrenen Verteidigern der Wölfe geleistet. Diese räumten vor dem eigenen Kasten kompromisslos ab. Die frühzeitige Herausnahme des Dog-Keepers zu Gunsten eines sechsten Feldspielers blieb nicht nur erfolglos sondern die Wölfe verfehlten jetzt auch mehrfach nur knapp die endgültige Entscheidung. So ging der Sieg mit 2:3 aus Schweinfurter Sicht an die Wölfe aus Vilshofen.

Am nächsten Wochenende spielen die Dog-Konkurrenten um die ersten beiden Plätze mehrfach gegeneinander. Mit den Spielen in Pegnitz und in Bad Kissingen haben die Dogs das Heft des Handelns schließlich weiterhin selbst in der Hand.

Tore: 1:0 (10:54) Funk (Kleider/5-4), 1:1 (23:01) Gomow, 1:2 (28:00) Toth (Gomow, Simbeck/5-3), 1:3 (42:44) Maier (Gomow, Toth), 2:3 (46:24) Geuder (Amrhein, Ludwig). Strafen: Schweinfurt 12, Vilshofen 20. Zuschauer: 751.

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