Glanzloser Pflichtsieg gegen AugsburgAttacke gegen den Schiedsrichter

Glanzloser Pflichtsieg gegen AugsburgGlanzloser Pflichtsieg gegen Augsburg
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Gegen die Woodstocks Augsburg war es lange Zeit ein zähes Kampfspiel, an dessen Ende sich der ERC Lechbruck mit 4:2 (2:0, 1:2, 1:0) verdient drei weitere Punkte sicherte. Negativer Höhepunkt war eine Auseinandersetzung nach Spielende zwischen Zuschauern der Gäste und dem Schiedsrichter, die der ERC meldet.

Bei eisigen Temperaturen sahen die knapp über 100 Zuschauer im Lechparkstadion einen flotten Beginn der Flößer, die mit viel Druck auf das Gästetor begannen. In der achten Spielminute konnte dann der ERC-Anhang auch das erste Mal jubeln, denn Christoph Pfeiffer schoss den ERC auf Zuspiel von Christoph Hack und Florian Graml verdient mit 1:0 in Führung. Leider verflachte daraufhin die Partie, denn Augsburg konnte nicht und Lechbruck machte das was unbedingt notwendig war. Dennoch konnte Florian Böhm auf Zuspiel von Michael Mössmer und André Reiß in der 17. Minute auf 2:0 erhöhen.

Im zweiten Drittel spielte Ex-Flößer Pietro Vacca zweimal groß auf: In der 24. Minute erzielte er nach einem Alleingang durch die viel zu passiv agierenden Lecher, mit einem trockenen Schlagschuss den 1:2-Anschlusstreffer. Zwischenzeitlich erhöhte abermals Florian Böhm nach Pass von Marcus Köpf auf 3:1 für den ERC. Doch wiederum war es Pietro Vacca, der in der 38. Minute auf 2:3 verkürzte. Mit diesem knappen Vorsprung ging es in die zweite Pause.

Im letzten Abschnitt legte der ERC eine Schippe drauf und bei den Woodstocks ließ die Kondition merklich nach. Bereits in der 43. Minute konnte Kapitän Christoph Pfeiffer auf Zuspiel von Florian Graml auf 4:2 für den ERC Lechbruck erhöhen. Die Flößer spielten sich weiter einige vielversprechende Torchancen heraus, scheiterten aber entweder am Pfosten oder am glänzend haltenden Gästetorhüter Alexander Oertel. Kurz vor Ende des Spiels hatte dann der bis dahin beste Woodstocks-Spieler, Pietro Vacca, seinen Auftritt: Nach einem Allerwelts-Foul erhielt er zwei Strafminuten wegen Stockcheck zugesprochen, aufgrund dessen er aus Frust verbal dem Schiedsrichter seine Meinung geigte. Der Schiedsrichter reagierte mit einer Zehn-Minuten-Disziplinarstrafe und rempelte dann mit Pietro Vacca zusammen, was auch noch eine Matchstrafe nach sich zog. Nachdem sich die erste Aufregung hierüber gelegt hatte, konnte das Spiel zu Ende gebracht werden und die Flößer gingen als der verdiente Sieger vom Eis.

Den folgenden Zwischenfall schildert der ERC Lechbruck so: „Als die Mannschaften bereits das Eis verlassen hatten, wurden einige Zuschauer plötzlich gegen den Schiedsrichter handgreiflich, der die Matchstrafe gegen Vacca verhängt hatte. Der 34-jährige Schiedsrichter verletzte sich, nachdem er am Hals gepackt, geschlagen und zudem noch getreten wurde, als er am Boden lag. Herbei eilende Ordner konnten die Lage wieder beruhigen. Die Polizeiinspektion Füssen ermittelt nun wegen gefährlicher Körperverletzung gegen den Täter. Zeugen des Vorfalles werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 08362 / 91230 bei der Polizeiinspektion Füssen zu melden.“

Tore: 1:0 (8:02) Christoph Pfeiffer (Christoph Hack, Florian Graml), 2:0 (16:13) Florian Böhm (Michael Mössmer, André Reiß), 2:1 (23:02) Pietro Vacca, 3:1 (30:42) Florian Böhm (Marcus Köpf), 3:2 (37:36) Pietro Vacca (Martin Kettenberger, André Fischer), 4:2 (42:15) Christoph Pfeiffer (Florian Graml). Strafen: Lechbruck 2, Augsburg 8 + 10 + Matchstrafe (Pietro Vacca).

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