Gladiators setzen sich im offenen Vilshofener Eisstadion durch6:3-Erfolg gegen die Wölfe

(Foto: Baumann/Gladiators)(Foto: Baumann/Gladiators)
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Dank eines furiosen Schlussdrittels haben die Erding Gladiators heute Abend bei den Vilshofener Wölfen 6:3 (0:0, 2:3, 4:0) gewonnen und die Tabellenführung verteidigt. Mann des Spiels war Florian Zimmermann mit drei Treffern.

Die Partie stand für die Gladiators unter keinem guten Stern. Zum einen wurde das Wetter pünktlich zum Spielwochenende winterlich, was den Gastgebern im offenen Stadion in die Karten spielte. Zum anderen fehlten wegen Erkrankung oder Verletzung Borrmann, Dichtl, Fengler, Mitternacht, Peipe und Spindler.

Gladiators-Coach Vorisek schickt Andreas Gerlspeck zwischen die Pfosten, Louis Albrecht saß auf der Bank. Und nach der ersten Erdinger Chance durch Zimmermann (5.) rückte Gerlspeck auch mehrfach in den Mittelpunkt. In der 13. Minute war er geschlagen, doch annullierten die Schiedsrichter den mit dem Schlittschuh erzielten Vilshofener Treffer.

Erst ab dem Mitteldrittel wurde die Partie etwas munterer. Zweimal brachte Zimmermann die Gladiators in Front (28., 35.), zweimal glichen die Wölfe aus. Patrick Geiger traf in Unterzahl zum 1:1 (34.), wobei sich die Erdinger beschwerten, dass Torwart Gerlspeck behindert worden sei, und Markus Ruderer zum 2:2 (37.). Wenige Sekunden vor Drittelschluss landete eine Bogenlampe von Vladimir Gomow zum 3:2 für Vilshofen im Tor.

Im Schlussdrittel stellte Coach Vorisek um. Er schickte Albrecht ins Tor, beorderte Simon Pfeiffer in den Sturm und agierte über weite Strecken nur noch mit zwei Reihen. Das sollte sich auszahlen, denn Zimmermann (46.), Alex Gantschnig (47.) und Simon Pfeiffer (49.) drehten innerhalb von nur drei Minuten die Partie. Den letztlich nicht unverdienten 6:3-Endstand besorgte Gantschnig zwei Minuten vor Schluss.

Die „Ochsentour“ für die Erding Gladiators geht mit vollem Tempo weiter: Vier Begegnungen in einer Woche stehen für die Truppe von Trainer Petr Vorisek auf dem Programm, darunter drei Auswärtsspiele in Serie. Am Sonntag waren die Gladiators noch im niederbayerischen Vilshofen, bereits am Dienstag geht es ins unterfränkische Schweinfurt, wo um 20 Uhr das Spitzenspiel der Landesliga-Zwischenrunde angepfiffen wird.

Beide Teams wurden vor Beginn der Zwischenrunde zu den großen Favoriten in der Gruppe A gezählt und sind dieser Rolle schon zu Beginn der Runde gerecht geworden. Erding ist makellos gestartet, hat in den drei Spielen gegen Vilshofen (9:0, 6:3) und Fürstenfeldbruck (6:4) drei Siege eingefahren. Die Mighty Dogs Schweinfurt haben zwei Begegnungen absolviert und zweimal gewonnen, mussten aber nach dem 4:1 gegen Bad Kissingen zuletzt in Amberg „nachsitzen“. 0:3 lagen die Schweinfurter hinten, glichen aber im letzten Drittel zum 3:3 aus und setzten sich im Penaltyschießen durch. Das allein zeigt schon, dass Kraft und Moral in der Schweinfurter Truppe stimmen. Allerdings auch bei den Erdingern, die in Vilshofen aus einem 2:3-Rückstand im letzten Drittel einen 6:3-Sieg gemacht haben.

Dabei waren die Gladiators ziemlich ersatzgeschwächt nach Vilshofen gefahren. Neben den verletzten Lorenz Dichtl und Tobias Fengler fehlten die erkrankten Timo Borrmann, Christian Mitternacht, Stefan Peipe und Philipp Spindler. Coach Vorisek hofft, dass sich der eine oder andere Akteur zurückmelden kann, was vor allem dem Sturm ein wenig Entlastung geben würde.

Dass die Schweinfurter mit den Gladiators auf Augenhöhe sind, das war schon in der Punktrunde deutlich zu sehen, als sie zum Auftakt in Erding gewannen, dann allerdings im Rückspiel eine Heimniederlage einstecken mussten. Das wurmt die Unterfranken natürlich noch gewaltig, die nicht nur dafür Revanche wollen, sondern in der Tabelle unbedingt ganz vorne landen wollen, um eine möglichst gute Ausgangsposition für die Playoffs zu haben. Aber das wollen die Gladiators auch.

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