Gladiators empfangen den TabellendrittenBad Kissingen zu Gast in Erding

(Foto: Fengler/Gladiators)(Foto: Fengler/Gladiators)
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Das Spitzenspiel der bayrischen Landesliga (Gruppe 1) steigt am Sonntag in der Erdinger Eissporthalle. Um 18 Uhr beginnt die Partie zwischen den Gladiators, die auf Platz eins liegen, und dem Tabellendritten EC Bad Kissingen. Doch es ist nicht nur Sportliches geboten.

Das Rahmenprogramm beginn schon ab 14 Uhr bei einem kleinen Weihnachtsmarkt, der vor der Halle aufgebaut ist. Die Nachwuchsabteilung bietet selbst gebastelte Fanartikel an, es gibt kostenlos die neuen Mannschaftsposter, die Gladiators verkaufen Glühwein, Feuerzangenbowle und Kinderpusch für die Aktion „Licht in die Herzen“ des Erdinger/Dorfener Anzeiger. Auch Gladiators-Fanartikel werden angeboten.

Ab 18 Uhr geht es dann in der Halle rund, wenn zwei der Landesliga Top-Teams die Schläger kreuzen. Die Wölfe aus Bad Kissingen, sind vor der Saison zu engeren Favoritenkreis gezählt worden und sind dieser Rolle auch absolut gerecht geworden. Die Unterfranken sind eine Mannschaft, die einen sehr kleinen, aber ausgesprochen feinen Kader haben. Der Anführer im „Wolfsrudel“ ist Mikhail Nemirovsky, in Erding bestens bekannt aus seiner Schweinfurter Zeit, als sich die Gladiators mit den Mighty Dogs packende Duelle geliefert haben. Der Deutsch-Kanadier mit russischen Wurzeln ist Spielertrainer bei den Unterfranken. Für die Landesliga eigentlich überqualifiziert sind außerdem Stürmer wie Alexander Andrusovich, Konstantin Firsanow, Viktor Ledin oder der lettische Allrounder Toms Tilla.

Die „Lebensversicherung“ ist aber Torwart Michael Gundlach. Nicht umsonst weisen die Kissinger die zweitbeste Defensive nach Erding auf. Keeper Gundlach hat sicherlich gute Erinnerungen an seinen letzten Besuch in Erding, ist er doch im Jahr 2004 mit seinem Heimatverein Kassel Deutscher Jugendmeister geworden. Die letzte Partie der Endrunde fand damals in Erding statt, der TSV-Nachwuchs wurde Dritter. Einige seiner Widersacher von damals stehen ihm auch am Sonntag gegenüber. Über die Stationen Essen, Lindau und Wedemark ist Gundlach nun in Bad Kissingen gelandet. Vor allem er will sich am Sonntag als Spielverderber erweisen und will sein Tor möglichst lang sauber halten, damit die Stofftiere beim „Teddy Bear Toss“ erst so spät wie möglich fliegen.

Der „Teddy Bear Toss“ ist eine Wohltätigkeits-Aktion, die im nordamerikanischen Eishockey erfunden wurde und nun auch erstmals im Landkreis Erding stattfindet. Dabei geht es darum, dass die Zuschauer zu einem bestimmten Zeitpunkt Plüschtiere aufs Eis werfen. Diese werden dann aufgesammelt und an eine soziale Einrichtung gespendet, die die Stofftiere dann an bedürftige Kinder weitergeben.

Aus den Reihen der Gladiators kam nun die Idee, den „Teddy Bear Toss“ zu Gunsten der Flüchtlingshilfe Erding zu veranstalten. Deren Sprecher Martin Orthuber ist begeistert von der Aktion und wird zusammen mit einigen Helfern am Sonntag in der Eishalle sein. Im Warteraum Asyl in Erding kommen täglich viele Familien mit kleinen Kindern an, denen wollen die Erdinger Eishackler zusammen mit ihren Fans kurz vor Weihnachten zumindest eine kleine Freude bereiten. Wann die Tiere am Sonntag geworfen werden dürfen, ist ganz einfach: In dem Moment, wenn die Gladiators das erste Tor schießen, heißt es sofort „Feuer frei“.

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