Geschwächte Löwen empfangen Moosburg am FreitagEHC Waldkraiburg

Geschwächte Löwen empfangen Moosburg am FreitagGeschwächte Löwen empfangen Moosburg am Freitag
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Hinter den Einsätzen vieler Löwen steht im Augenblick noch ein großes Fragezeichen: Die Ausfälle von Michael Höck (Kreuzbandriss), Timo Borrmann (Mittelfußbruch), Thomas Gabler (Bänderriss) und Raphael Tarkusch (Knochenödem) gelten als gesichert, Max Kaltenhauser ist krank, ob es bei Mario Sorsak, Thomas Rott und Lukas Wagner schon wieder für einen Einsatz reicht, darf bezweifelt werden. Sorsak und Rott fehlen bereits seit mehreren Wochen, Wagner und Kaltenhauser mussten zuletzt schon in Dorfen (6:7 nach Penaltyschießen) vorzeitig vom Eis. Für Waldkraiburgs Trainer Petr Vorisek eine mehr als unangenehme Situation: „Das ist Wahnsinn. Was wir in den letzten Wochen an Verletzten haben, ist schon schlimm. Darunter leidet dann natürlich auch das Training. Aber ich hoffe, die Jungs machen das Beste aus der Situation, verkaufen sich so gut wie möglich und zeigen den Fans auch im neuen Jahr gutes Hockey“ so der Coach der Löwen.

Doch auch sein Trainerkollege Klaus Feistl, der am Freitag ab 19.45 Uhr mit dem EV Moosburg in der Industriestadt antritt, hat ein Personalproblem. Mit Stürmer Eric Dylla verletzte sich am vergangenen Sonntag beim 7:4-Sieg über Pfaffenhofen nämlich einer seiner Leistungsträger schwer an der Schulter. Dylla, der von 2008 bis 2010 noch bei den Löwen auf dem Eis stand, spielte bislang eine starke Saison und kam in 22 Spielen auf 25 Punkte (10 Tore), in der internen Scorerwertung liegt er damit hinter Alexander Feistl (22 Spiele, 47 Punkte), und Tobias Gilg (22 Spiele, 30 Punkte) auf dem dritten Rang. Im Vergleich zum Vorjahr, als Moosburg als Aufsteiger am Ende der Hauptrunde den vierten Platz belegte, spielen die Dreirosenstädter in diesem Winter eine eher durchwachsene Saison. 12 Siegen (drei davon nach Penaltyschießen) stehen 10 Niederlagen (drei davon nach Penaltyschießen) gegenüber, das bedeutet derzeit Tabellenplatz 10. Mit 36 Punkten aus den 22 Spielen ist die Aufstiegszwischenrunde aber noch immer drin, im Augenblick hat der EVM drei Zähler Rückstand auf Rang acht. Im Hinspiel konnten sich die Löwen in Moosburg mit 5:2 durchsetzen, mit der richtigen Unterstützung des Anhangs wollen die Waldkraiburger auch am Freitag im Rückspiel erfolgreich sein: „Wir hoffen auf viele Fans, gerade bei der personellen Lage sind die jetzt umso wichtiger für uns“ erklärte auch EHC-Kapitän Daniel Hämmerle.

Zwei Tage später tritt der EHC dann beim Aufsteiger ERC Regen an. Im Hinspiel in Waldkraiburg mühten sich die Industriestädter ziemlich ab gegen die tiefstehenden „Red Dragons“, gewannen am Ende dank der Tore von Andreas Paderhuber, Alex Piskunov, Max Kaltenhauser und Marc Lenczyk aber trotzdem mit 4:0. Auswärts im Bayerischen Wald wird es sicher nicht leichter werden, auch wenn der Tabellen-Vierzehnte zuletzt vier Mal ohne Punkte vom Eis ging. Gegen Lindau unterlag man 0:6, gegen Höchstadt 1:7, Memmingen (2:4) und Buchloe (1:4) konnten ebenfalls nicht bezwungen werden. Trotz der recht klaren Resultate taten sich die meisten Teams gegen die Mannschaft von Norbert Weber lange Zeit aber schwer, Regen kommt nämlich über den Kampfgeist und stellt seine Gegner damit vor mehr Probleme als man glauben könnte. Dennoch, für den EHC Waldkraiburg, der mit 46 Punkten aus 22 Spielen weiter auf dem dritten Platz des Bayerischen Eishoockey-Oberhauses steht, zählen am Sonntag nur drei Punkte, egal wie es personell auch aussehen mag. Tabellenführer Memmingen (53 Punkte) und der Zweite aus Sonthofen (52) können ihren Vorsprung sonst weiter ausbauen, während man selbst im dichten oberen Drittel der Tabelle zu versinken droht. Noch stehen in der Hauptrunde acht Spiele auf dem Programm, auch diese gilt es für den EHC so erfolgreich wie nur möglich zu gestalten.

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