Geduldige Rockets gewinnen in Dinslaken4:1-Erfolg für die EG Diez-Limburg

Rockets-Keeper Steve Themm.  ((Foto: fischkoppMedien/EGDL))Rockets-Keeper Steve Themm. ((Foto: fischkoppMedien/EGDL))
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35 Minuten und 28 Sekunden lang kein Gegentor - das sah richtig stark aus, was die Rockets in Dinslaken defensiv boten. Das Problem: 35 Minuten und 28 Sekunden lang gelang es auch nicht, selbst ein Tor zu schießen. Ein Regionalliga-Spiel ohne einen einzigen Treffer in knapp 36 Minuten - es hatte durchaus Seltenheitswert, was da in der Schlangengrube über weite Strecken passierte.

Und als sei Dinslaken nicht ohnehin schon die Mannschaft, an der man sich seit der Rückkehr in die vierthöchste Liga vermehrt die Zähne ausgebissen hatte, so gingen die Gastgeber auch in diesem Duell in Führung: Nikolai Tsvetkov traf nach ... richtig ... 35 Minuten und 28 Sekunden. Dass Rockets-Trainer Arno Lörsch dennoch völlig ruhig blieb, lag an der Art und Weise, wie seine Mannschaft auftrat. Und natürlich auch am Ausgleich durch Matt Fischer, der Kanadier traf 42 Sekunden vor der zweiten Pause zum 1:1.

Vorausgegangen war ein torloses erstes Drittel, in dem die Rockets stark begannen, dann aber auch zu oft auf der Strafbank saßen. Gleich vier Mal schickte Schiedsrichter Fabian Dimmers einen Gästespieler in die Kühlbox, was nicht dem Matchplan des Trainer entsprach. Einmal gingen eine Rakete und eine Kobra gemeinsam auf die Strafbank, eine weitere Strafe der Gastgeber blieb von der EGDL ungenutzt. Lörsch war dennoch schon da zufrieden: „Wir wussten, dass hier Geduld gefragt sein würde“, sagte der Trainer. „Hier werden noch ganz andere Teams Probleme bekommen. Wir haben phasenweise großartig gespielt. Defensiv ganz stark, Steve Themm in toller Form, dazu offensiv mit vielen Chancen, wenn auch da noch nicht mit eigenen Toren.“

Die Geduld aber sollte sich dann im letzten Drittel auszahlen. „Nicht ungeduldig werden, die Lücken werden kommen“, gab Lörsch seinen Mannen mit auf den Weg. Und in der Tat: Matt Fischer (49.), Julian Grund (55.) und Joey Davies (60.) mit einer ganz starken Einzelaktion schossen den verdienten 4:1-Erfolg heraus.

„Ein Lob an die gesamte Mannschaft für diese Leistung“, sagte der Trainer. „Wir nehmen aus diesem Spiel unheimlich viel mit. Wir können auch auswärts gewinnen. Uns reichen auch mal vier Tore zum Sieg. Und wir können auch mal nur mit einem Gegentor aus einem Spiel gehen.“ All dies gelang am Sonntagabend ohne Konstantin Firsanov, Roman Löwing, Dominik Hülskopf und Dominik Kail, die aus unterschiedlichen Gründen beim Spiel in Dinslaken fehlten.

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