Füssener Offensivkraft beim 8:4 gegen LandsbergKlarer Sieg für den EVF

(Foto: EV Füssen)(Foto: EV Füssen)
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Durch den Erfolg im Duell der Lechstädte überholten die Ostallgäuer ihren Gegner in der Tabelle und liegen nun vor dem Auswärtsspiel in Erding auf dem vierten Platz. Dabei musste das Heimteam neben den Langzeitverletzten Moritz Kircher und Marius Keller auch auf Florian Simon und Vincent Wiedemann verzichten.

Gerade 42 Sekunden waren gespielt, da tauchte Ron Newhook frei vor dem Landsberger Kasten auf und markierte das 1:0. Der EVF machte Druck, vergab aber gute Gelegenheiten zum zweiten Treffer. Im Gegenteil luden die Füssener den HCL trotz eigener Unterzahl zu einem Konter ein, welchen dieser zum 1:1 ausspielte. Wurde kurz darauf eine Riesenchance zur erneuten Führung vergeben, so war Landsberg die nächsten Minuten spielbestimmend, zielte jedoch mehrmals knapp vorbei oder scheiterte am bestens aufgelegten Benedikt Hötzinger im Füssener Tor. In die Drangphase der Gäste führte ein Konter des EVF dagegen zum 2:1 durch Samuel Payeur. Bei einem Überzahlspiel und zwei anschließenden Alleingängen lag bereits der dritte Treffer der Heimmannschaft in der Luft.

Dieser fiel dann fast zur Hälfte der Partie durch Markus Vaitl, der lange verzögerte, ehe er die Scheibe in die Maschen setzte. Zuvor waren die River Kings in diesem zweiten Abschnitt spielbestimmend gewesen. Doch das Tor gab wieder dem EVF Auftrieb, es folgten einige gute Möglichkeiten, ehe der HCL wieder den Druck erhöhte. Bei einem Powerplay der Gäste herrschte Alarm im Füssener Drittel, doch mit Glück und viel Einsatz konnte diese Phase unbeschadet überstanden werden. Als sich dann Landsberg eine Strafzeit abholte, traf Lubos Velebny mit einem verdeckten Schuss zum 4:1. Ärgerlich, dass der EVF kurz darauf einen 3:1-Konter nicht konsequent zu Ende spielte.

Das Resultat gab aber Sicherheit für das Schlussdrittel, auch wenn Landsberg hier nochmals richtig mit Tempo kam, das eröffnete jedoch auch sofort Konterchancen. Pech für den EVF in der 43. Minute, als nach so einem Konter die Scheibe frei vor dem gegnerischen Tor lag, der einschussbereite Füssener von hinten niedergestreckt wurde, ein Pfiff aber ausblieb. Im direkten Gegenzug landete ein abgefälschter Pass zum 4:2 im EVF-Kasten. Der HCL konnte danach aber nicht mehr richtig zusetzen, im Gegenteil antwortete der EVF sofort mit dem fünften Treffer durch Tyler Wood, dem Marc Besl und Ron Newhook zwei weitere Tore folgen ließen. Als nochmals Wood gute drei Minuten vor Ende gar auf 8:2 stellte und der EVF danach auch noch in Überzahl kam, schien es richtig bitter zu werden für die Gäste. Die nach der Erkrankung von Trainer Andi Becherer von Max Holzmann und Thomas Zellhuber betreuten Füssener nahmen aber einen Gang raus, und so konnte Landsberg in der Schlussminute durch zwei Schüsse in Unterzahl noch Ergebniskosmetik betreiben. Am Ende gewinnt der EVF verdient dank einer starken Leistung von Torhüter Benedikt Hötzinger, einer gefährlichen Offensive und dem längeren Atem in der Schlussphase.

Trainer Randy Neal (Landsberg): „Auswärts waren wir auch heute wieder nicht gut. Füssen hat uns gezeigt wie es geht. Keiner hat richtig gearbeitet und gekämpft, die Jungs hatten keine Eier. Ich erwarte da viel mehr, wir haben heute verdient eins auf den Deckel bekommen. Alle müssen bereit sein zu kämpfen und dem anderen zu helfen. In der Liga nimmt man Spiele oft zu locker, dabei sind alle wie Playoff-Hockey.“

Trainer Max Holzmann (Füssen): „Unser Ziel war es, nach dem letzten Spiel eine Reaktion zu zeigen, uns zurück zu kämpfen. Ich glaube, das haben wir geschafft, für die Zuschauer war es eine tolle Partie. Das war heute eine Teamleistung, nicht nur auf dem Eis. Thomas Zellhuber und ich haben uns natürlich mit Andi Becherer abgesprochen, wir hoffen, der Erfolg trägt zur schnelleren Genesung bei. Jetzt wollen wir Konstanz zeigen, auch wenn es in Erding sehr schwer werden wird. “

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