Füssen geht durch hart umkämpftes 4:3 in FührungSieg zum Halbfinal-Auftakt gegen Dingolfing

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Von Anfang an hatte der EVF diesmal aber Probleme ins Spiel zu kommen. Gerade die jungen Verteidiger wirkten überaus nervös. Die Gäste waren nicht nur auf dem Papier eine erfahrene und kompakte Mannschaft, die aus einer sicheren Abwehr heraus immer wieder mit schnellen Gegenstößen für Gefahr sorgen konnte. Die Füssener brachten dagegen zunächst durch viele Ungenauigkeiten nicht ihr gewohntes Tempo auf das Eis. Während Dingolfing in der Anfangsphase zwei gute Chancen vergab, hatten die Füssener bei einer doppelten Überzahl erste gute Möglichkeiten, ohne Zählbares zu erreichen. Eric Nadeau scheiterte danach bei einem Konter ebenso an Gästekeeper Vinzenz Hähnel wie Philipp Weinzierl mit seinem tollen Solo an Fabian Schütze. Ab der 17. Minute übten die Schwarz-Gelben dann endlich den bekannten Druck aus, und zwangen den EVD fast zu einem Eigentor. In Überzahl verletzte sich Eric Nadeau schwer, die Schiedsrichter zogen daher die Drittelpause um eine gute Minute vor, da eine Eisreinigung nötig war. Der Kapitän biss aber auf die Zähne und wirkte danach wieder mit.

Zurück aus der Kabine, aber noch in der 20. Spielminute, bediente Andrej Naumann den mitgelaufenen Marvin Schmid, dieser scheiterte aber frei am Torpfosten. Füssen wurde nun dominanter und zwang durch starke Laufarbeit den Gegner vermehrt zu Abwehrfehlern. Innerhalb von fünf Zeigerumdrehungen legte der EVF ein 2:0 vor, vergab durch Meier, Wiedemann und Seider weitere Chancen. Bei einem Konter verpasste Besl nur knapp, und bekam kurioserweise sogar noch eine Strafzeit. Nach toller Unterzahlarbeit von Simon tauchte Seider frei vor dem Tor von Hähnel auf, scheiterte aber. Oppenberger für Füssen und Koma für Dingolfing hatten im Anschluss gute Möglichkeiten, ehe ein Abwehrfehler des EVF einen Alleingang ermöglichte, der den zu diesem Zeitpunkt überraschenden Anschlusstreffer brachte. Und keine zwei Spielminuten später hieß es durch einen Überzahltreffer sogar 2:2. Vom Bully weg wurde Vincent Wiedemann danach unfair gestoppt, den fälligen Penalty setzte er jedoch über das Tor. Als die „Isar Rats“ bereits ihre siebte Strafzeit in der Begegnung nehmen mussten, ging der EVF in Überzahl wieder in Führung (38.). Kurz vor Ende des Abschnitts wurde Meier vor dem Torabschluss umgehauen, und es ging mit einem weiteren Powerplay in das letzte Drittel.

Hier nahm Dingolfing eine weitere Strafe, und diese Möglichkeit nutzten die Schwarz-gelben zum 4:2. Immer noch mit einem Mann mehr scheiterte Keller am Innenpfosten, ehe auch ein Füssener auf die Strafbank wanderte. Hier hatte der EVD zwei große Chancen, aber Schütze war auf dem Posten. Im Anschluss sahen die Zuschauer ein offenes Spiel mit Möglichkeiten auf beiden Seiten, es waren die Gäste mit einem Kunstschuss in den kurzen Torwinkel, die zum 4:3 trafen. Gespielt waren knapp 53 Minuten. Zu einer richtigen Ausgleichsmöglichkeit kamen die Niederbayern danach aber nicht mehr. Zweimal Newhook und Oppenberger waren nahe am fünften Treffer, und auch die Herausnahme des Torhüters brachte den Gästen nichts mehr ein, da sie sich ein Offensivfoul leisteten. Am Ende stand der verdiente Sieg der Füssener auf Grund der höheren Anzahl an Torchancen.

Trainer Florian Weitl (Dingolfing): „Wir haben dumme Strafzeiten gemacht, es ist aber auch schwierig gegen ein Team wie Füssen, das so gut besetzt ist. Wenn uns der Ausgleich gelungen wäre, hätte Füssen gebrannt. Das Niveau heute war sehr hoch, eigentlich schon wie Bayernliga.“

Trainer Thomas Zellhuber (Füssen): „Der Sieg war ein wichtiger Schritt, es wäre sehr schlecht gewesen, mit einer Niederlage nach Dingolfing zu fahren. Der Gegner trat wie erwartet auf, sehr kompakt und mit einer hohen Qualität. Wir sind heute nicht so gut ins Spiel gekommen, hatten erst nach dem 2:0 mehr Sicherheit. Wichtig war es nach dem Ausgleich, die Überzahlspiele zu nutzen. Dingolfing hat heute ein sehr gutes Auswärtsspiel gemacht, am Freitag wollen dann wir ein sehr gutes machen.“

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