Freising Black Bears zu Hause gegen Selb und in Trostberg„Wir haben alles selber in der Hand – und packen das auch“

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„Das Team ist top drauf, wir haben hart und intensiv trainiert, weil wir wissen, dass wir alles selber in der Hand halten“, ist Trainer Markus Knallinger trotz dreier Niederlagen in vier Spielen zuversichtlich. Am Freitag (20.15 Uhr) kommt der VER Selb 1b, ehe es am Sonntag zum vermeintlich entscheidenden Spiel beim punktgleichen Tabellenletzten Trostberg geht.

Das mit dem Lichten des Lazaretts hat allerdings nicht geklappt, „wir gehen weiterhin am Krückstock“, sagt Knallinger mit Galgenhumor. Mit Martin Dürr, Manuel Kühnl und André Oesterreich werden aller Voraussicht nach drei ganz wichtige Spieler am Wochenende nicht auflaufen können, weil sie ihre Verletzungen nicht auskuriert haben. Für Kämpfer Kevin Rentsch ist die Saison sogar bereits beendet: Nach einem unglücklichen Foul gegen Dingolfing fehlte er seinem Team auf Grund einer Sperre bereits für fünf Spiele. Jetzt hat er sich im Training schwer an der Schulter verletzt und wurde bereits operiert. „So viel Pech eine komplette Saison durch – das ist einfach unglaublich“, schüttelt Knallinger den Kopf. „Aber wir haben noch sechs Spiele, können also theoretisch 18 Punkte holen – gewinnen wir am Wochenende beide, ist fast alles klar für den Ligaerhalt.“ Mitkonkurrent Trostberg, der Gegner am Sonntag, hat nämlich bereits drei Spiele mehr absolviert. „Die werden also gegen uns alles reinhängen, denn das ist wohl deren letzte Chance“, warnt der Coach.

Am Freitag erwarten seine Jungs zunächst die zweite Mannschaft des Oberligisten Selb. Mitte November fegten die Bears die nur mit zwölf Spielern angereisten Oberfranken noch mit 11:3 nach einem wirklich starken Spiel aus der eigenen Halle. Auch in Selb gewann die Freisinger 2:0, „aber da haben wir echt schwach gespielt und hätten auch verlieren können“, erinnert sich Knallinger. Abgeschlagen beendeten die Selber die Vorrunde als Letzter, haben sich nun in der Abstiegsrunde aber deutlich gesteigert. Nicht nur, dass sie gegen Dingolfing und Trostberg gewann, auch ihre beiden Niederlagen waren knapp. „Die hängen sich voll in die Abstiegsrunde rein, das wird ein richtig schwerer Gang – aber wir werden das gewinnen“, ist sich der Bears-Coach sicher.

Noch wichtiger wären allerdings Punkte in Trostberg am Sonntag. Die „Chiefs“ beendeten die Vorrunde direkt hinter Freising auf Rang neun. Das Spiel in der Weihenstephan Arena gewannen die Bears mit 5:3, beim Rückspiel sorgte eine katastrophale Chancenausbeute der Knallinger-Truppe für ein blamables 1:5. In der Abstiegsrunde läuft bei den Trostbergern jedoch gar nichts mehr. Nach einem knappen 6:5 gegen Selb im ersten Spiel gab es sechs Niederlagen in Folge, darunter ein unglückliches 0:1 in Freising. „Das ist für Trostberg die letzte Chance, um uns hinter sich zu lassen, die werden also alles geben – meine Jungs wissen das und werden dagegen halten. Wir haben es selber in der Hand, das ist unser Vorteil, den werden wir nutzen“, verspricht Knallinger. Auch wenn er angesichts seiner vielen verletzten Spieler noch keine Ahnung hat, wer in welcher Reihe auflaufen wird.